Marina Bay Sands Singapur
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Marina Bay Sands – Im berühmtesten Infinity Pool der Welt

Von am 8. Januar 2016

In fast 200 Metern Höhe scheint die Wasseroberfläche des Infinity Pools im Marina Bay Sands Hotel nahtlos mit der Skyline von Singapur zu verschmelzen. Zwischen der äußersten Kante des Beckens und dem Horizont scheint es keine Grenze zu geben.

Seitdem ich die Fotos des Luxushotels Marina Bay Sands, vor allem die des Infinity Pools, zum ersten Mal gesehen habe, ist für mich klar: Ich MUSS in diesen Pool! Doch das ist gar nicht so leicht, denn um im berühmtesten Infinity Pool der Welt zu planschen, muss man im Marina Bay Sands übernachten. Der Zutritt zum Sky Park und dem dazugehörigen Pool im 57. Stock des Hochhauses ist ausschließlich Hotelgästen gestattet. So ein Mist!

Mir bleibt also nichts anderes übrig, als eine Nacht im Hotel zu buchen. Allerdings ist hier nicht die Rede von irgendeinem Hotel, sondern von einem der besten der Welt. Das Marina Bay Sands hat fünf Sterne. Heißt im Klartext: Es ist teuer. Richtig teuer! Zumindest kein Vergleich zu den Unterkünften, in denen ich sonst übernachte.

Wie alles begann

Singapur, 23. Dezember 2015. Heute ist der Tag, an dem ich meine Freiheit zurückerhalte. Beinahe hatte ich vergessen, wie sie sich anfühlt. Die letzten beiden Monate habe ich mal wieder auf einem Kreuzfahrtschiff gearbeitet und in einer circa fünf Quadratmeter großen Kabine gewohnt.

Ab heute kann ich endlich wieder tun und lassen, was ich will und das mache ich auch. Gemeinsam mit einer Freundin verlasse ich das Schiff über die Gangway. Doch anstatt den gebuchten Heimflug anzutreten, steigen wir mit unseren Backpacks in den Hafen-Shuttlebus und fahren zu unserer neuen Unterkunft, dem weltbekannten Marina Bay Sands Hotel in Singapur.

Wer kennt sie nicht, die drei markanten Hoteltürme an der Marina Bay, die auf dem Dach durch ein überdimensionales Surfbrett verbunden sind? Das Surfbrett ist in Wirklichkeit eine Dachterrasse mit Infinity Pool. Das Luxushotel, das 2010 eröffnet wurde, hat 2.500 Zimmer und soll angeblich 4,6 Milliarden Euro gekostet haben.

Marina Bay Sands Singapur

Aufgeregt und voller Vorfreude betreten wir die großzügige Lobby des Fünf-Sterne-Palastes, die von ein- und auscheckenden Gästen sowie schaulustigen Touristen überfüllt ist. Zu meiner Verwunderung wirken die Leute so ganz und gar nicht luxuriös.

Ich bin davon ausgegangen, dass wir beide mit unseren Flip Flops an den Füßen und den Backpacks auf dem Rücken zwischen all den Superreichen mit ihren Gucci-Kleidern und Prada-Handtaschen völlig aus der Reihe tanzen. Nichts da! Die Wartehalle ist voll von dickbäuchigen Touristen in kurzen Shorts, Tshirts mit Aufschrift und Socken in Sandalen. Der Anblick ist etwas ernüchternd.

Naja, vielleicht ist wegen der Feiertage die Hölle los, denke ich mir und stelle mich geduldig in die Warteschlange vor der Rezeption. Morgen ist schließlich Weihnachten und das wird, dank gelebter Toleranz unter all den verschiedenen Religion, auch hier in Singapur groß gefeiert.

Nachdem wir unsere Reisepässe über den Tresen gereicht und die Kreditkarte durch das Gerät gezogen haben, flüstert die nette Rezeptionistin irgendetwas von free Upgrade. Sie spricht so leise, dass wir sie kaum verstehen.

Verdutzt schauen wir uns an. Mit einem freundlichen Lächeln schiebt sie uns die Zimmerkarten über den Tresen zu und deutet uns den Weg zum Aufzug.

Eine Nacht im Luxus-Bunker

Wir fahren in den 48. Stock. Das nenne ich mal einen Aufstieg! Gestern habe ich noch in meiner Kabine auf Deck zwei, unterhalb der Wasseroberfläche, gewohnt und in einem winzigen Stockbett geschlafen und heute checke ich im 48. Stockwerk eines Luxushotels ein. Ist das noch zu fassen?

Ich habe noch nie in einem solchen Edel-Schuppen übernachtet. Und alles nur, um einmal im Leben im berühmtesten Infinity Pool der Welt zu baden und den Ausblick auf Singapur zu genießen.

Als wir das Zimmer betreten und die Schlüsselkarte einstecken, öffnet sich der Vorhang wie von Zauberhand und wir haben einen gigantischen Panoramablick auf die Stadt. Ich flippe aus! Singapur liegt uns zu Füßen!

Marina Bay Sands Singapur

Unser Gepäck wurde bereits vom Zimmerservice hochgebracht. Wir brauchen uns um nichts zu kümmern. Das Zimmer, oder besser gesagt die Suite, ist riesig. Wir können beinahe Fußball oder Verstecken spielen.

Du musst verstehen, ich komme gerade von einem Schiff. Alleine die Dusche im Marina Bay Sands ist so groß wie die Kabine, in der ich die letzten beiden Monate zu zweit gewohnt habe.

Barfuß laufen wir über den weichen Teppichboden und kleben an der gigantisch großen Fensterscheibe. Von hier oben haben wir den perfekten Blick auf die Marina Bay, die umliegenden Hochhäuser, das Art Science Museum, das die Form einer Lotusblüte hat und den Singapore River.

Selbstverständlich ist auch die Minibar bis zum Rand gefüllt. Ich entferne eine Flasche Wein, um mein mitgebrachtes, 50 Cent teures, Wasser aus dem 7Eleven zu kühlen. Später lesen wir in der Informationsmappe, die auf dem Schreibtisch liegt, dass alles, was aus der Minibar entfernt wird, nach 30 Sekunden berechnet wird. Der Wein kostet 42 Dollar! Holy shit!

Wir rufen sofort beim Zimmerservice an und lassen die Buchung stornieren. Puh, das ist grade noch einmal gut gegangen.

Marina Bay Sands Singapur

Im berühmtesten Infinity Pool der Welt

Aufgeregt fahren wir zum Sky Park im 57. Stock, auf dem Dach des Marina Bay Sands Hotels. Mit unseren Zimmerkarten gelangen wir in den abgesperrten Bereich, der nur für Hotelgäste zugänglich ist. Schon alleine das Durchqueren der Schranke fühlt sich ziemlich elitär an.

Wir betreten die Dachterrasse, die einer tropischen Oase gleicht. Und da ist er: Der Pool aller Pools! Fast 150 Meter lang und 200 Meter über Singapur. Kann mich bitte jemand kneifen?

Der Infinity Pool reicht bis an die äußerste Kante des Daches. So entsteht die Illusion, dass die Wasseroberfläche nahtlos mit dem Panorama verschmilzt und das Wasser überläuft. Übrigens ist der Pool nicht nur der berühmteste Infinity Pool der Welt, sondern auch der längste der Welt und das weltweit größte Außenschwimmbad auf einer solchen Höhe.

Marina Bay Sands

Marina Bay Sands Singapur

Unter Palmen liege ich auf meiner Liege, lasse mir die Sonne auf den Bauch scheinen und strecke die Füße Richtung Infinity Pool. Aus meiner Perspektive scheinen die Hochhäuser Singapurs aus dem Wasser herauszuwachsen.

Ich döse vor mich hin und kann mein Glück kaum fassen. Ab und zu, immer wenn es mir zu heiß wird, gleite ich in das kühle Wasser des Pools, um mich zu erfrischen. Ich schwimme zum Beckenrand und lasse den Blick über die Skyline Singapurs schweifen. Der Ausblick ist atemberaubend, das Gefühl unbeschreiblich. Das ist Luxus!

Um der Dekadenz noch ein I-Tüpfelchen obendrauf zu setzen, lassen wir uns zum Sonnenuntergang einen eiskalten Virgin Colada in einer Kokosnuss servieren. Der Moment ist perfekt!

Infinity Pool Singapur

Marina Bay Sands Singapur

Marina Bay Sands Singapur

Um 23 Uhr schließt der Infinity Pool. Aber das macht uns nichts, denn schließlich haben wir eine ähnlich geile Aussicht aus unserem fußballfeldgroßen Zimmer. Wir machen es uns auf dem weichen Teppichboden vor der riesigen Panoramascheibe bequem, essen unsere mitgebrachten Samosa aus dem Food Court und genießen die grandiose Aussicht auf Singapurs Lichtermeer bei Nacht.

Marina Bay Sands Singapur

Glücklich über die neu gewonnene Freiheit und dankbar für die vielen tollen Erlebnisse, kuschele ich mich in das mega bequeme Kingsize Bett und schlafe seelenruhig ein. Heute war ein wundervoller Tag!

Was kostet nun eine Nacht im Marina Bay Sands?

Für ein Doppelzimmer mit Stadtblick, dafür aber ohne Frühstück, haben wir insgesamt 343 Euro bezahlt. Das ist der Preis inklusive aller Servicegebühren und Steuern, die am Ende draufgerechnet werden. Dieses Angebot habe ich hier gefunden.

Den Virgin Colada (Cocktail ohne Alkohol) am Infinity Pool gabs für verhältnismäßig günstige 7,50 Euro. Du willst auch eine Nacht im Luxus verbringen und im berühmtesten Infinity Pool der Welt schwimmen? Hier gehts zur Buchung!

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12 Kommentare
  1. Antworten

    Melli

    8. Januar 2016

    das ist ja ganz schön teuer, aber man kann sich sowas auch mal gönnen :)
    besonders nach dem was ich von dir übers Arbeiten auf Kreuzfahrtschiffen gehört hab
    und der Ausblick ist natürlich kaum zu schlagen
    lg

    • Antworten

      julialassner

      9. Januar 2016

      Hallo Melli,
      grade nach der Zeit auf dem Schiff war das Marina Bay Sands der beste Aufstieg ever! Ich konnte meine Freiheit so richtig feiern und der Ausblick vom Pool aus war es wirklich wert.
      Alles Liebe,
      Julia

  2. Antworten

    Maria Anna

    8. Januar 2016

    Woaaaaaa, was für geile Bilder, Julia! Aber ein Alkoholfreier Cocktail? ;)

    • Antworten

      julialassner

      9. Januar 2016

      Danke dir! Der Virgin Colada ist super lecker,
      auch ohne Alkohol :)

  3. Antworten

    Kathi

    8. Januar 2016

    Wow, wie toll! Jedes Mal, wenn wir in Singapur sind, wünsche ich mir, auch in diesem grandiosen Pool schwimmen zu können. Bisher haben wir es aber leider immer „nur“ bis zur angrenzenden Bar geschafft. Aber irgendwann einmal möcht ich da auch noch hin!
    Liebe Grüße,
    Kathi

    • Antworten

      julialassner

      9. Januar 2016

      Hallo Kathi,
      ich stand 2012 auch schon mal an der anderen Seite der Marina Bay mit Blick auf das Hotel. Schon damals habe ich mir vorgenommen, irgendwann einmal im Marina Bay Sands zu übernachten bzw. im Infinity Pool zu schwimmen. Jetzt musste es einfach sein :) Es war herrlich!
      Alles Liebe,
      Julia

  4. Antworten

    Kathi

    9. Januar 2016

    Wie cool ich das finde, dass ihr euch einfach mal ne Nacht so was Geniales gönnt! Man kann ja mit Budget und als Backpacker super günstig reisen, aber ich find es einfach mehr sympathisch, dass du sagst: Ich will in diesen Pool, ich will das jetzt mal testen! Ich hätt’s ganz genauso gemacht! :-)

    • Antworten

      julialassner

      9. Januar 2016

      Einmal kann man sich sowas wirklich gönnen oder? :)
      Vor allem, wenn man diesen Luxus nicht immer hat, sondern
      sonst sparsam reist, dann weiß man die Dekadenz echt zu schätzen.
      Der Infinity Pool war es auf jeden Fall wert!

  5. Antworten

    Brigitte

    26. Oktober 2016

    Coole Geschichte! Über die Story um die Minibar musste ich wirklich lachen. Ich bin auch groß darin, selbst etwas kühl stellen zu wollen :)

    • Antworten

      Julia

      8. November 2016

      Hallo Brigitte,
      vielen Dank für deinen Kommentar. Die Sache mit der Minibar war
      wirklich ein kleiner Schock. Zum Glück ging es noch mal gut aus :)
      Alles Liebe, Julia

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Julia Lassner
Graubünden, Schweiz

Hi, ich bin Julia, eine Weltreisende, die ihrem Herzen folgt. 50 Länder habe ich bisher bereist und jedes einzelne hat mich gelehrt, dass jeder Tag ein Geschenk ist. Auf globusliebe.com zeige ich dir die schönsten Flecken unserer wundervollen Erde. Sei dabei und erlebe den Zauber des Reisens ♡

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