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Europa Städtetrips – 8 Reiseblogger verraten ihre Geheimtipps

Von am 17. Mai 2015

Sommerzeit ist Urlaubszeit! Aber warum weit fliegen, wenn es doch auch in Europa schön warm ist? Ich habe acht wunderbare Reisebloggerinnen nach ihren perfekten Europa Städtetrips gefragt und ihnen jede Menge tolle Tipps entlockt, die ich dir natürlich nicht vorenthalten möchte.

Ich habe aber nicht nur rausgefunden, was die einzelnen Städte so besonders macht und was du auf keinen Fall verpassen darfst, sondern auch, welche Sehenswürdigkeiten sich nicht lohnen oder gar Touristenabzocken sind.

Es gibt jede Menge zu entdecken. Lass dich überraschen!

Europa Städtetrips: Wien, Österreich

WienJanine von Bereise die Welt nimmt uns mit nach Wien. Vor wenigen Wochen war sie erst dort und hat sich von der Hauptstadt Österreichs verzaubern lassen. Ihre Tipps sind also ganz besonders frisch.

Janine, was macht Wien für dich so besonders?
Traditionelle Kaffeehäuser, eine prunkvolle Architektur, eine fesselnde Historie, die glanzvolle Habsburgermonarchie und unzählige imposante Hotspots machen Wien einmalig. Die Stadt bietet unglaublich viel Kultur und ist einfach wunderschön. Das Essen und vor allem die Mehlspeisen sind legendär köstlich.

Was darf man in Wien auf keinen Fall verpassen?

  • Café Central: Die traditionsreiche Kaffeehauskultur Wiens gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Das Café Central gilt seit 1876 als Literatencafé und zog schon Persönlichkeiten wie Sigmund Freud an. Die hausgemachte Patisserie und die ganzen Mehlspeisen sind hervorragend!
  • Schloss Schönbrunn: Die ehemalige Sommerresidenz der Kaiserfamilie, gehört zum Weltkulturerbe und zählt zu den schönsten Barockanlagen Europas. Die spannende Geschichte der Habsburger Herrschaft Dynastie ist sehr informativ und interessant.
  • Peterskirche: Während der Stephansdom mit seiner imposanten Bauweise von außen heraussticht, übertrumpft jedoch das Interieur der Peterskirche. Sie ist so viel schöner und auch ruhiger und somit für mich auch sehenswerter als der Stephansdom! Das Innere der Peterskirche ist sehr beeindruckend.

Peterskirche Wien

  • Sisi Museum: Das Museum beherbergt die Silberkammer der Königsfamilie und führt durch die privaten Apartments, in der sämtliche, persönliche Gegenstände der Kaiserin Elisabeths zu finden sind. Zu den über 300 ausgestellten Objekten zählen Fächer, Kleider wie auch ihr Brautkleid, Schönheitsrezepte, ihre Totenmaske oder die originale Attentatsfeile. Man erhält einen sehr guten Einblick in das Leben der sehr menschenscheuen, dennoch reiselustigen Kaiserin.
  • Gasthaus Kopp: Das Gasthaus Kopp ist ein typisches Wiener Gasthaus ein wenig außerhalb des Zentrums. Hier gibt es original, reichhaltige Hausmannskost in bester Qualität zu günstigen Preisen. Ein echtes Ü-Ei in Wien!

Was kann man sich in Wien sparen?
Ich wollte unbedingt in das Mozarthaus, aber nach den schlechten Bewertungen auf Tripadvisor und dass das eher eine Touristenabzocke für das Geld sei (10 Euro), haben wir es gelassen. Es gibt da wohl nicht so viel zu sehen.

Keine Frage, von außen ist der Stephansdom ein unglaublich imposantes Gebäude. Von innen ist es im Vergleich zur Peterskirche eher unspektakulär.

Kaiserschmarrn Wien

Europa Städtetrips: Budapest, Ungarn

elisa-und-sina-ferndurstSina nimmt uns mit nach Budapest. Gemeinsam mit Elisa schreibt sie den Reiseblog Ferndurst. Obwohl die beiden im „realen“ Leben ihren Vollzeit-Jobs nachgehen, lieben sie es viel und vor allem individuell zu reisen.

Sina, was macht Budapest für dich so besonders?
Budapest hat so ein ganz bestimmtes Flair, eine für mich bisher einzigartige Mischung aus Prunk und Punk. Die Stadt ist wunderschön, ganz objektiv betrachtet, und gleichzeitig so toll alternativ, künstlerisch und kulturell – im Stadtteil Pest findet man diese Besonderheiten auch noch alle nebeneinander. Ja, und das macht diese Stadt für mich aus: die vielen kleinen Überraschungen, die dich an jeder Ecke erwarten. Und letztlich ist es super günstig, sodass man jede Kneipe einmal ausprobieren kann.

Was darf man auf keinen Fall in Budapest verpassen?
Hui, verpassen sollte man eigentlich so gut wie gar nichts. Muss man auch nicht, denn Budapest ist relativ klein, verglichen mit London, Paris oder Istanbul. Zu Fuß kommt ihr fast überall hin, und wenn nicht, springt ihr einfach für ein paar Münzen in die Straßenbahn. Was mich aber mit Abstand am meisten begeistert hat, war das jüdische Viertel in Pest: wenn ihr könnt, sucht euch hier eine Unterkunft, dann seid ihr mitten im Budapester (Nacht-)Leben.

Doch auch kulturell wird in diesem geschichtsträchtigen Teil einiges geboten. Neben der größten Synagoge Europas findet ihr in den schmalen Gassen ganze Häuserfassaden voller Street Art, hippe Kneipen, koschere Restaurants und viele der berühmten Abbruchklubs.

Tipp: Macht unbedingt eine Free Walking Tour durch das jüdische Viertel mit, schaut im Anschluss im größten und verrücktesten Abbruchklub Szimpla Kert vorbei und besucht an einem Abend das Restaurant Vintage Garden in der Dob Street (hier fühlt ihr euch garantiert wie bei Alice im Wunderland). Und die St.-Stephans-Basilika ist die schönste Kirche, die ich je gesehen habe.

Budapest

Was kann man sich in Budapest sparen?
Gute Frage, wir fanden eigentlich alles sehenswert. Touristisch überlaufen sind natürlich die Must-Sees wie der Königspalast im Stadtteil Burg. Auf diese Sehenswürdigkeit hätte ich wohl auch am ehesten verzichten können. Dafür waren die unweit entfernte Matthiaskirche und der Ausblick von der Fischerbastei umso schöner (genau wie übrigens der Blick vom Gellértberg)! Ein echter Herzklopf-Moment, wenn man so über die Stadt schaut, auf die Donau mitsamt ihren prächtigen Brücken und den prunkvollen Monumenten am Ufer. Ok, ich gerate schon wieder ins Schwärmen. Ihr merkt: so richtig blöd, war rein gar nichts.

Noch mehr tolle Tipps für deinen Kurztrip nach Budapest hat Sina hier für dich zusammengefasst. Schau mal vorbei!

Europa Städtetrips: Barcelona, Spanien

Tanja Barcelona

Tanja von takly on tour, dem Blog für alle Reise- und Campingbegeisterten, entführt uns ins wunderschöne Spanien, genauer gesagt nach Barcelona.

Tanja, was macht Barcelona für dich so besonders?
Barcelona ist für mich abwechslungsreich, liebens- und lebenswert. Du hast alle Möglichkeiten direkt vor der Nase: Touristenattraktionen wie die Sagrada de Familia, geballte Ladungen an Architektur, Kunst und Kultur, einen weitläufigen Strand und das Meer, wunderschöne Plätze wie den Plaça Reila, die rummelige Meile Las Ramblas…alles was das Herz begehrt

Was darf man auf keinen Fall in Barcelona verpassen?
Ich liebe den Park Güell, dieser am Hang gelegene Park schmiegt sich wunderbar in die Landschaft ein. Von der großen Aussichts-Terrasse bekommst du einen tollen Ausblick auf die Stadt. Nicht umsonst gehört der Park Güell zum UNESCO-Weltkulturerbe. Der kleine Ausflug in die Natur lohnt sich hier absolut.

Was kann man sich in Barcelona sparen?
In den typischen Touristen-Restaurants Essen gehen. Die Restaurants mit den ausliegenden Speisekarten in 5 verschiedenen Sprachen, z.B. auf der Straße Las Ramblas solltest du meiden.

Barcelona

Europa Städtetrips: Istanbul, Türkei

Istanbul MelanieDie bezaubernde Melanie von Good Morning World nimmt uns mit nach Istanbul. Sie hat die türkische Metropole so lieben gelernt, dass sie am liebsten sofort wieder hin möchte!
Melanie, was macht Istanbul für dich so besonders?
Es gibt ziemlich viele Dinge, die Istanbul für mich so besonders machen. Zum einen die unzähligen schönen Plätze zum Sitzen und Relaxen, wie zum Beispiel die vielen grünen Parks und Gärten, die tollen Cafés oder die Dachterassen mit atemberaubenden Ausblicken über die Stadt.
Zum anderen finde ich die Religion in Istanbul sehr spannend und greifbar. Selbst „nur“ als Reisender ist man irgendwie mittendrin und ganz nah dabei wenn man zum Beispiel gerade eine der grandiosen Moscheen besucht und plötzlich der Muezzin anfängt zu rufen. Manchmal bekam ich da eine richtige Gänsehaut…
Nicht außer acht lassen möchte ich auch das leckere Essen. Das hat mich ganze 4 Kilo zusätzlich gekostet. Aber die vielen Puddings, Sahleps und Fischsandwiches waren es echt wert!
Was darf man in Istanbul auf keinen Fall verpassen? 
Auf keinen Fall verpassen darf man die Cafés direkt am Wasser in Üsküdar auf der asiatischen Seite von Istanbul. Man sitzt dort am besten am Spätnachmittag in der Sonne, trinkt einen Tee oder Kaffee und genießt den sagenhaften Blick auf die andere Seite der Stadt! Einfach traumhaft! Ebenfalls erleben muss man das bunte Treiben auf der Galatabrücke inklusive dem kleinen Fischmarkt in Beyoglu. Dort gibt es auch mit Abstand das beste Balik ekmek (Fischsandwich) der Stadt!
Was kann man sich in Istanbul sparen? 
Ich könnte jetzt nichts nennen, was einen Besuch nicht wert gewesen wäre. Wenn man aber nur begrenzt Zeit hat, würde ich dazu raten die Prinzeninseln nicht anzusteuern. Da gibt es in der Stadt selbst genug andere Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten die sich mehr lohnen.
Istanbul

Noch viel mehr tolle Insider Tipps für Istanbul hat Melanie hier aufgeschrieben. Vorbeischauen lohnt sich!

SabineAuch Sabine von Gecko Footsteps empfiehlt uns für einen Städtetrip nach Istanbul zu reisen. Im Januar war sie zum ersten Mal mit ihrem Sohn dort und war total begeistert.

Sabine, was macht Istanbul für dich so besonders?
Ich finde die Mixtur aus Tradition und Moderne so ansprechend. Westliche Einflüsse vermischen sich hier mit 1001 Nacht. Am besten lässt man sich in Istanbul einfach treiben, wandert durch die Straßen, lauscht den Gesängen des Muezzin und genießt die kulinarischen Angebote. Die Atmosphäre und das Flair haben es mir einfach angetan.

Was darf man auf keinen Fall in Istanbul verpassen?
In Istanbul gibt es so viel zu sehen. Wir haben bei Weitem nicht alles geschafft. Die Blaue Moschee hat mich jedoch am meisten beeindruckt. Sie ist wunderschön, von außen, wie auch von innen. Wir haben direkt dahinter in Sultanahmet gewohnt. Ein uriges Viertel mit vielen kleinen Gassen. Sehr touristisch, dafür waren aber die ganzen Sehenswürdigkeiten, wie Hagia Sofia, Topkapi Palast und die Zisterne von hier fußläufig zu erreichen.

Schräg gegenüber von der Hagia Sofia befindet sich das Bodrum Café. Dort haben wir uns während unseres Besichtigungsmarathons kulinarisch ein wenig gestärkt. Wir saßen im obersten Stockwerk und hatten von dort die ganzen Sehenswürdigkeiten im Blick. In Istanbul gibt es aber überall Cafés und Restaurants mit Dachterrassen.

Wenn man weiterwandert, landet man irgendwann in Eminönü am Hafen. Dort kann man zum Beispiel eine Bosporus-Rundfahrt unternehmen. Oder man setzt sich einfach in eins der Restaurants unterhalb der Galata-Brücke und beobachtet das Treiben. Im Stadtteil Beyoglu befindet sich die Istiklal Caddesi, die Haupt-Shopping-Meile. Das Viertel selbst besteht aus vielen kleinen Gassen, in denen es eine Menge zu entdecken gibt. Bei meinem nächsten Besuch in Istanbul möchte ich unbedingt auch die Prinzeninseln besuchen. Dafür hatten wir diesmal keine Zeit. Istanbul

Was kann man sich in Istanbul sparen?
Was Touristenabzocken angeht, so unterscheidet Istanbul sich nicht sonderlich von anderen Städten. Rund um die Sehenswürdigkeiten zahlt man halt für alles etwas mehr. Bei Taxifahrten sollte man auf den Taximeter bestehen, sonst können abenteuerliche Preise entstehen. Den Galata-Turm habe ich mir etwas spektakulärer vorgestellt, deswegen haben wir uns den Weg nach oben gespart.

Hast du Lust auf einen Spaziergang durch Istanbul? Sabine nimmt dich hier mit!

Europa Städtetrips: Lagos, Portugal

Sabrina

Sabrina von Boots & Backpacks ist total begeistert von Lagos, dem kleinen Städtchen im Süden Portugals.

Nachdem der Zug in den Bahnhof gerollt ist, sich die Türen langsam öffnen und ich mit meinem Rucksack in die mich wärmende Luft trete, erspähe ich das Schild, welches ankommenden Reisenden verraten soll, wo sie sind: Lagos.

Sabrina, was macht Lagos für dich so besonders?
Lagos strahlt etwas Positives aus. Der Vibe in der Stadt ist super angenehm und entspannt. Die Straßen sind bunt, die Musik, die aus den Surfshops tönt, wirkt einladend, der Duft des Meeres ist nah. Lagos hat mich sofort in seinem Bann. Die Nähe zum Meer zieht unglaublich viele Surfer an und hier habe auch ich das erste Mal auf dem Brett gestanden (oder es jedenfalls versucht..).

Lagos verbindet für mich eines ganz wunderbar: Genau den richtigen Mix aus Stränden, kleinen Einkaufsstraßen, Cafés, Bars und abgelegenen Buchten an die sich kaum ein Mensch verirrt. Wirklich traumhaft. Hier kannst du es locker ein paar Wochen aushalten, oder einfach nur für ein paar Tage die Seele baumeln lassen.

Was darf man in Lagos auf keinen Fall verpassen?

Wenn du nach Lagos kommst, solltest du unbedingt die Estrada da Ponta da Piedade bis ganz hoch zum Leuchtturm gehen. Diese Straße führt dich also raus aus dem Stadtzentrum. Dort angekommen solltest du dich rechts von den kleinen ausgetretenen Pfaden leiten lassen. Diese gehen direkt an den steilen Klippen entlang. Du kommst an verlassenen Stränden vorbei und wirst mit atemberaubenden Aussichten belohnt. Wahnsinn!

Falls du lieber auf dem Wasser unterwegs bist, kannst du dir auch ein kleines Kanu mieten und die Klippen vom Wasser aus bestaunen. Solltest du danach Hunger haben und ein Burger-Fan sein, kann ich dir NahNahBah empfehlen. Dieses Restaurant zieht viele Traveller an. Dort gibt es unter anderem einen der 50 Weltbesten Burger, leckere Desserts und am Abend Cocktails.

Wenn du dann noch nicht müde sein solltest, lass dich einfach durch die Straßen der Innenstadt treiben, überall gibt es Bars und kleine Clubs. Am Tag tönen hier die Reggae Tunes aus den Shops, am Abend gibt es einen bunten Mix aus allem.

Falls du in Lagos unterkommen möchtest, kann ich dir das Big Chill Hostel empfehlen. Die Atmosphäre ist toll und ich würde jederzeit wieder hier herkommen.

Für einen Tagesausflug kann ich dir außerdem die Fahrt nach Sagres empfehlen. Hier fährt ein Bus ein paar Mal täglich (etwa 1h Fahrtzeit) hin. In Sagres befindet sich das Kap Sankt Vinzenz (Cabo de São Vicente). Dies ist der südwestlichste Punkt des europäischen Festlandes und die 70 m hohen Klippen hier sollen der Hammer sein. Ich habe es leider während ich da war nicht dorthin geschafft. Aber ich komme wieder!

Lagos

Was kann man sich in Lagos sparen? 

Da ich nicht so der Sehenswürdigkeiten Tourist bin, kann ich dir was das angeht leider wenig sagen. Aber wenn du nicht so Lust auf überlaufene Straßen hast, meide die Innenstadt am Samstag. Super überlaufen, viele Touristen unterwegs.

Ansonsten habe ich die Stadt als sehr warmherzig, offen und nicht anstrengend empfunden. Hier und da gibt es kleinere Händler, am Hafen auch mal den ein oder anderen Hütchenspieler oder Verkäufer, der dich schon von weitem heranruft. Aber das empfinde ich alles als ganz harmlos und normal.

Genieße also deinen Trip nach Lagos, du wirst es nicht bereuen!

Europa Städtetrips: Lissabon, Portugal

TanjaDie wunderbare Tanja von Reiseaufnahmen, die ich bei der letzten DNX persönlich kennenlernen durfte, schwärmt von Portugals Haupstadt Lissabon.

Seit ich einmal in Lissabon war, könnte ich die Stadt immer wieder besuchen. Lissabon liegt absolut im Trend. Von den Reiseblogs, die ich lese, waren gefühlt die meisten Blogger mittlerweile vor Ort. Kein Wunder. Lissabon bietet wunderbare Eindrücke und ist dabei noch recht günstig, schließlich liegt das Preisniveau in Portugal deutlich unter unserem.

Im Sommer ist die Stadt nahezu niederschlagsfrei, kann allerdings auch sehr heiße Tage haben, wie viele andere europäische Städte auch. Doch das Meer ist nicht weit weg und es gibt viele schöne Restaurants, die zum Einkehren und Abkühlen bei einem guten portugiesischen Hauswein einladen.

Tanja, was macht Lissabon für dich so besonders?
Mir gefällt der gesamte Auftritt der Stadt, dieser ist geprägt von einem leicht morbiden Charme. Unzählige Gebäude in Lissabon sind mit Fliesen an den Hauswänden versehen, oft sind diese schon älter oder am Abplatzen, wodurch fast ein Lost Places Zauber entsteht.

Beim Spaziergang durch die Straßen entdeckst du immer wieder neue Fliesendesigns, die vom Stil von Omas Teegeschirr bis zur Küchenfliese im marokkanischen Design reichen. Hinzu kommen die leicht heruntergekommenen Ecken in denen ich mich besonders wohl fühle, weil diese dennoch nicht trostlos wirken. Ich konnte die Kamera gar nicht still halten, so gut hat mir das gefallen.

Was darf man in Lissabon auf keinen Fall verpassen?
Wer nach Lissabon fährt und vielleicht nur kurz da ist, der sollte unbedingt meine Top 3 einplanen: eine Fahrstuhlfahrt, eine Fahrt mit der Tram 28 und ein Kaffee über den Dächern der Stadt.

Den schönsten Fahrstuhl gibt es in der Innenstadt Lissabons. Der Elevador de Santa Justa ist quasi ein Wahrzeichen. Er verbindet den oberen und unteren Teil der hügeligen Stadt. Der Fahrstuhl ist von einem Eiffelschüler gebaut worden und bereits seit 1902 in Betrieb. Von oben hat man einen herrlichen Ausblick über die Stadt.

Hat man dank des Ausblicks einen Rundumblick gewonnen, ist der Zeitpunkt gekommen, die verschiedenen Viertel Lissabons bei einer Tramfahrt zu erkunden. Die macht man am besten mit der Tram 28, sie ist die älteste Bahnlinie der Stadt. Plant man eine Fahrt mit ihr, dann sollte man allerdings an einer Endhaltestelle einsteigen, vor allem, wenn man einen Sitzplatz möchte, da die Bahn in der Hochsaison schrecklich überfüllt ist.

Nach so viel Sightseeing wird es Zeit für einen Kaffee. Am liebsten trinke ich diesen am Miradouro de Santa Luzia. Von hier hast du einen herrlichen Blick über das Viertel und kannst die Seele baumeln und die Gedanken schweifen lassen.

Wer noch mehr flüssige kulinarische Genüsse möchte, dem empfehle ich am Rossio – dem Platz im Zentrum – eine Tour durch die verschiedenen Bars, die Ginjinha ausschenken. Das ist ein süßer Likör mit eingelegten Kirschen, der mit 1,35 Euro pro Becher recht günstig ist und in den unterschiedlichen Bars auch ganz unterschiedlich schmeckt. Die Suche nach dem eigenen Liebling kann da durchaus abendfüllend sein.

Was kann man sich in Lissabon sparen?
Wer die Fahrstühle Lissabons befahren möchte, der sollte sich unbedingt eine Tageskarte für den öffentlichen Nahverkehr in Lissabon besorgen. Die einzelnen Fahrten für die Fahrstühle sind übertrieben teuer. Immerhin fast drei Euro für eine einfache Fahrt. Die Tagesfahrkarte, die nur 6,50 Euro kostet, kann dann auch für Metro, Bus und Co. benutzt werden und ist so ein echter Allrounder, wenn man Lissabon nicht nur zu Fuß, sondern auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erkunden möchte.

Tanja gibt hier übrigens viele tolle Tipps, wie du in Lissabon richtig Geld sparen kannst. Es lohnt sich!

Lissabon

Europa Städtetrips: Rom, Italien

Maria Maria von Maria meets Anna fällt die Entscheidung gar nicht schwer. Sommer bedeutet für sie Sonne, Eis, leckeres Travelfood und natürlich Wein. Also geht es mit ihr für einen Städtetrip nach Rom – la dolce vita genießen!

Maria, was macht Rom für dich so besonders?
So viel Geschichte, Temperament und Wärme an einem Ort – Rom ist schlicht einmalig. In Rom habe ich das heftigste Sommergewitter erlebt, viel Herzschmerz bekämpft und Menschen voller Ehrfurcht vor dem Petersdom auf die Knie gehen sehen. Ich bin ganz Rom zu Fuß abgelaufen und habe noch lange nicht genug von dieser alten und charmanten Stadt.

Was darf man in Rom auf keinen Fall verpassen?
Die Klassiker wie den Trevibrunnen, das Kolosseum, die Engelsburg, die Spanische Treppe oder den Vatikan solltet ihr nicht auslassen. Beim Anblick des Petersdom bin sogar ich ehrfürchtig geworden. Kleiner Tipp: mit den Worten „Camposanto Teutonico“ lässt euch die Schweizer Garde in den Vatikanstaat passieren, wenn ihr Deutsche seid. Die grüne Gedenkstätte für deutsche Pilger, die auf ihrer Reise verstorben sind, findet ihr links vom Petersdom. Ihr dürft mit der Schweizer Garde leider nicht posieren, wenn ihr euch aber in einigen Metern Abstand vor sie stellt, ist das für sie okay.

In Rom müsst ihr einfach zu Fuß gehen, es gibt so viel in den kleinen Gassen, auf den vielen Piazzas und an den Brunnen zu entdecken. So habe ich auch dieses tolle, aber versteckte Restaurant in der Nähe der Piazza Navona gefunden. Ich gestehe, ich bin fast jeden Abend hierher zurückgekommen, weil das Essen und der Wein draußen vor der Kirche einfach zu gut geschmeckt haben. Die meisten Touristen bleiben schon einige Straßen zuvor in den lauteren Restaurants hängen, hier esst ihr meistens neben Romanos. Tagsüber könnt ihr auf den vielen Märkten einfach Brot, Käse und Weintrauben kaufen – eine Treppe zum Picknicken findet sich in Rom bestimmt.Rom

Die schönste Aussicht hinunter auf die Stadt mit ihren Kirchen und Kuppeln habt ihr in Rom übrigens vom Gianicolo. Allein der Aufstieg bietet eine tolle Aussicht auf den Vatikan und das westliche Rom. Vom Pincio in der Villa Borghese habt ihr eine traumhafte Aussicht auf die ewige Stadt und die Piazza del Popolo unterhalb und den schönsten Blick auf den Petersdom könnt ihr von der Engelsburg aus genießen.

Was kann man sich in Rom sparen?
Lasst euch nichts von den vielen Straßenhändlern aufschwatzen, kauft kein Wasser, denn es gibt überall Trinkwasserbrunnen und besucht den Trevibrunnen besser nicht am Tag. Viele Sehenswürdigkeiten sind zu den goldenen Stunden am Morgen und Abend fast menschenleer und eure Fotos werden noch schöner. Und versucht auf jeden Fall ein Hotel, Hostel oder eine Ferienwohnung in der Stadt zu buchen. Allein der morgendliche Weg zum nächsten Café ist es wert, wirklich.


Vielen Dank an alle Reiseblogger für die großartigen Tipps!

Welche dieser tollen Städte besuchst du nun in diesem Sommer? Hast du noch weitere Empfehlungen für Europa Städtetrips?

Ich freue mich auf deinen Kommentar!

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12 Kommentare
  1. Antworten

    Sabrina

    17. Mai 2015

    Hallo liebe Julia,

    was für ein grandioser Artikel das geworden ist. Ich freue mich total in der Reihe dieser tollen Frauen dabei zu sein und bin einmal mehr darin bestätigt, dass es in Europa einfach so wahnsinnig viel zu sehen gibt! Wien und Budapest stehen auf jeden Fall schon auf meiner Liste.

    Vielen lieben Dank, dass ich Teil dieses Artikels sein kann.

    Alles Liebe,
    Sabrina

    • Antworten

      julialassner

      18. Mai 2015

      Liebe Sabrina,
      ich freue mich, dass du mitgemacht hast!
      Also auch an dich vielen vielen Dank!
      Auf meiner Liste stehen noch Lagos, Wien, Budapest und Rom.
      War bisher „nur“ in Lissabon, Istanbul und Barcelona.
      Aber auch in diese drei Städte würde ich immer wieder hin :)
      Liebe Grüße,
      Julia

  2. Antworten

    Ilona

    18. Mai 2015

    Ich habe fast sechs Jahre in Wien gewohnt und war kein einziges Mal im Café Central. Schlicht und ergreifend habe ich nie einen Platz bekommen, weil es immer voller Touristen war :-P Es ist wirklich wunderschön, aber man kann auf so viele andere Cafés ausweichen, so dass es nicht so schlimm ist, wenn man eben nicht im Central war. ;)

    Dagegen finde ich den Vergleich von Stephansdom und Peterskirche in klein wenig ungerecht… der Stephansdom ist gotisch, die Peterskirche barock – von daher ist es auch ein wenig Geschmackssache, ob man das barock überladene gerne mag (ich mag das durchaus – dann würde ich allerdings die Karlskirche in Wien empfehlen!) Der Stephansdom selbst ist herrlichste Gotik :)

    • Antworten

      Ilona

      18. Mai 2015

      Ach ja und obendrein würde ich von einer Wien-Reise im Sommer abraten. Es kann ordentlich heiß werden (und meist gibt es eine richtige Hitzeperiode). Lieber auf den Herbst warten und dann ab zum Heurigen und Sturm trinken :)

      • Antworten

        julialassner

        18. Mai 2015

        Danke für deine Tipps!

  3. Antworten

    Wibke

    18. Mai 2015

    Mein absoluter Favorit ist ja Lissabon (dass mein Video zur Stadt „Lissabon Love“ heißt, sagt eigentlich alles :-)). ABER ich war kürzlich in Rotterdam und muss sagen, dass die Stadt wirklich ein Geheimtipp und unbedingt einen Besuch wert ist.

    Viele Grüße,
    Wibke von http://webundwelt.de

    • Antworten

      julialassner

      18. Mai 2015

      Ohja, Rotterdam ist auf jeden Fall auch eine Reise wert!
      Und Amsterdam erst ;)

  4. Antworten

    Kaja

    18. Mai 2015

    Hallo Julia,

    ein toller Artikel der definitiv Lust auf europäische Reiseziele macht! Ich musste mit Schrecken feststellen, dass ich bisher in keiner einzigen dieser Städte war! Jetzt lebe ich auf der anderen Seite der Welt. So müssen die Fotos ausreichen ;-)

    Liebe Grüße aus Hong Kong!
    Kaja

    • Antworten

      julialassner

      18. Mai 2015

      Hallo Kaja,
      na Hong Kong ist aber auch nicht schlecht ;)
      Und sieh es mal so, du hast immer ein paar gute Gründe zurück nach Europa
      zu kommen und dir die Städte noch anzusehen!
      Ganz liebe Grüße auf die andere Seite der Welt!
      Julia

  5. Antworten

    Maribel Skywalker

    19. Mai 2015

    Tolle Aktion und so ein Zucker Bild von meiner lieben Maria :)) Nein, wirklich. Hab den gesamten Beitrag verschlungen – Dankeschön!

  6. Antworten

    Tanja

    20. Mai 2015

    Hey Julia,

    der Artikel ist wirklich gelungen. So viele verschiedene Tipps – meine To-Do-Liste ist gewachsen ;) Danke für die schöne Idee.

    Liebe Grüße
    Tanja

    • Antworten

      julialassner

      20. Mai 2015

      Liebe Tanja,
      ich freue mich, dass du mitgemacht hast. Danke!
      Es sind wirklich tolle Tipps dabei und vor allem Städte,
      die ich selber noch nicht gesehen habe :)
      Liebe Grüße,
      Julia

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Julia Lassner
Deutschland

Hi, ich bin Julia, eine Weltreisende, die ihrem Herzen folgt. 50 Länder habe ich bisher bereist und jedes einzelne hat mich gelehrt, dass jeder Tag ein Geschenk ist. Auf globusliebe.com zeige ich dir die schönsten Flecken unserer wundervollen Erde. Sei dabei und erlebe den Zauber des Reisens ♡

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