Fuerteventura
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Eine Woche im Surfcamp auf Fuerteventura

Von 25. Juli 2015

Schon mal was vom europäischen Hawaii gehört? Die Rede ist von Fuerteventura! Warum? Na, weil die Kanareninsel zu den besten Surfdestinationen der Welt zählt! Hier treffen sich Surfer sämtlicher Nationen, um dem Adrenalinkick und dem damit verbundenen Gefühl von unendlicher Freiheit beim Wellenreiten nachzujagen.

Surfcamp Fuerteventura

Fuerteventura ist der perfekte Ort zum Surfen, denn hier gibt es fantastische Wellen, endlose Strände und optimale Surfspots. Die Kanareninsel bietet nicht nur Profis, sondern auch hilflosen Anfängern wie mir ideale Bedingungen. Das möchte ich am eigenen Leib testen und verbringe eine Woche im Surfcamp auf Fuerteventura.

Ankunft im Surfhaus

An einem miesepetrigen Montagmorgen verlasse ich das verregnete Deutschland und fliege über Frankreich und Portugal Richtung Afrika, denn Fuerteventura gehört (wenn auch nur geographisch) zum afrikanischen Kontinent.

Als ich den Flughafen von Puerto del Rosario betrete, strömt mir eine warme Sommerluft entgegen und ich kann es kaum erwarten das Meer zu sehen.

Mit der Buslinie 3 fahre ich für 1,40 Euro zum Busbahnhof in Puerto del Rosario, der Hauptstadt Fuerteventuras. Von dort nehme ich die Linie 6, die mich für 3,40 Euro bis nach Corralejo im Norden der Insel bringt. Alternativ kannst du einen Shuttlebus buchen oder mit dem Taxi fahren.

Am Einkaufszentrum El Campanario mit dem dazugehörigen Aussichtsturm steige ich aus. Von hier aus sind es nur noch ein paar Meter zur Unterkunft. Ich staune nicht schlecht, als ich zum ersten Mal vor dem Surfhaus stehe, das in einer schicken weißen Villa mit Pool untergebracht ist.

Planet Surfcamp Fuerteventura

Die Lage des Surfhauses ist perfekt. Ein großer Supermarkt befindet sich auf der gegenüberliegenden Straße und zum Strand vom Corralejo gehst du circa 5 Minuten.

Schon an der Türschwelle werde ich herzlich von Marco begrüßt. Er ist einer der Surflehrer und wird mir in den nächsten Tagen das Wellenreiten beibringen.

Die erste Surfstunde

Abhängig von Windstärke, Wellengang und Gezeiten entscheiden die Surfinstructor jeden Tag aufs Neue, zu welcher Uhrzeit welcher Strand am besten geeignet ist. Meine erste Surfstunde beginnt demnach um 13 Uhr.

Zuallererst erhalten wir unsere Surfboards, hautenge Neoprenanzüge, Tshirts und Leashes. Das sind die Knöchelbänder, an denen das Board befestigt wird. Wir beladen den Surfcamp Van und düsen mit voll aufgedrehter Gute-Laune-Musik zum wunderschönen, weitläufigen Strand von El Cotillo im Nordwesten der Insel. Dieser Strand gehört zu den besten Anfängerspots Fuerteventuras.

El Cotillo FuerteventuraDie erste Hürde besteht daraus, unsere Surfboards zum Strand zu tragen. Hört sich einfach an, ist es bei Fuerteventura-Windstärke allerdings nicht.

Die zweite Hürde ist das Joggen im Neoprenanzug bei gefühlten 80 Grad! Unser Surflehrer Marco nennt das Aufwärmübungen. Sehr witzig!

Anschließend dehnen und strecken wir unsere Arme und Beine. Dann gehts ans Eingemachte!

Während die anderen Surfkursteilnehmer, die schon seit 2 bis 3 Tagen im Camp sind, sich mit ihren Boards in die Wellen stürzen, bringt Marco mir und anderen Anfängern erst einmal die Basics bei. Bei Trockenübungen am Strand lernen wir die richtige Liegeposition und Paddeltechnik kennen.

Heute geht es darum, ein Gefühl für die Wellen zu bekommen und endlich dürfen auch wir Beginner mit unseren Surfbrettern ins Wasser ziehen. Meine ersten Versuche sind gar nicht mal soooo schlecht. Zumindest lösen sie Glückshormone aus!

Das Anstrengenste beim Surfen ist das ständige Ankämpfen gegen die Wellen sowie der Versuch mitsamt Surfbrett aufs Meer hinauszukommen, um auf die perfekte Welle zu warten. Wind und Strömungen erschweren das Prozedere zusätzlich.

Planet Surfcamp FuerteventuraNach zwei Stunden Hardcore-Paddeln bin ich am Ende meiner Kräfte. Meine Arme fühlen sich an wie Wackelpudding und mein Gesicht brennt vom Salzwasser und der starken Sonne, die man im Wasser überhaupt nicht wahrnimmt. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, sich mit Lichtschutzfaktor 50 einzucremen sowie Stirn und Nase mit Zinksalbe zu schützen.

Nach dem anstrengenden Surfkurs knurrt der Magen. Tradition ist es deshalb, auf dem Rückweg im winzigen Straßendorf Lajares anzuhalten und der kleinen französischen Bäckerei ‚El Goloso de Lajares‘ einen Besuch abzustatten.

Hier gibt es belegte Bocadillos (Baguette), leckere Quiches, süßes Gebäck und unglaublich geile Brownies. Die musst du unbedingt probieren, denn ein frisch gespresster Zumo de Narranja (Orangensaft) und ein Brownie mit Karamellfüllung sind genau das Richtige nach einem kräfteraubenden Nachmittag in den Wellen!

Fuerteventura BrownieFrisch gestärkt, aber trotzdem völlig fertig kommen wir im Surfhaus an. Alle helfen die Boards vom Auto zu laden sowie die Neoprenanzüge und Tshirts zu waschen. Danach ist Chillen angesagt.

Den Rest des Abends gestaltet jeder wie er mag. Du hast die Wahl in die Stadt zu gehen und dich in einer der vielen Tapasbars mit kanarischen Spezialitäten verwöhnen zu lassen oder aber du schwingst selbst den Kochlöffel.

Einmal in der Woche gibt es ein großes Barbecue im Surfhaus, bei dem sich alle beteiligen können. Außerdem werden Movie Nights und Yogastunden auf der Dachterrasse angeboten. Wie du merkst, im Surfhaus wird es nie langweilig. Wenn dir nicht nach Programm ist, kannst du dich selbstverständlich auch einfach zurückziehen und dein eigenes Ding machen.

Auf der Suche nach der perfekten Welle

Am zweiten Surftag dreht sich alles um die perfekte Technik des take-offs. Wie ich von der liegenden Position zum Stehen komme, habe ich bereits bei meinem Surfkurs auf Bali gelernt, allerdings merke ich schnell, dass davon nicht viel hängengeblieben ist.

An Land kriege ich den take-off perfekt hin, aber im Wasser sieht das Ganze anders aus. Immer wieder stehe ich mit dem falschen Bein auf, kippe während des Aufstehens vom Brett und lasse mich von den Wellen umherwirbeln als wäre ich ein Stück Stoff in der Waschmaschine.

Surfen Fuerteventura

Am dritten und vierten Tag kämpfe ich mit meinem Muskelkater und komme nur schwer aufs Board. Als die Motivation mich beinahe ganz verlässt, erwische ich doch noch eine gute Welle und schaffe es aufzustehen.

Auf dem weißen Schaum einer Welle surfe ich Richtung Strand und erlebe einen klitzekleinen Adrenalinrausch. Auch wenn ich es nach dem zweiten Surfkurs immer noch nicht kann, weiß ich, dass ich dranbleiben und surfen lernen möchte. Nächstes Jahr vielleicht in Portugal?!

Die Unterbringung im Surfhaus

Das Surfhaus von Planet Surfcamp Fuerteventura befindet sich mitten im lebhaften Ferienort Corralejo ganz im Norden der Kanareninsel. Dank der guten Surfbedingungen für Anfänger und Fortgeschrittene sind etliche Surfschulen hier angesiedelt.

Die Unterkunft ist zur Selbstversorgung ausgerichtet. Im gegenüberliegenden Supermarkt kannst du deine Lebensmittel einkaufen und selbst den Kochlöffel schwingen. Zum Kochen stehen zwei voll ausgestatte Küchenbereiche zur Verfügung, die mit allen Mitbewohnern des Surfhauses geteilt werden.

Surfhaus Fuerteventura

Dein Schlafplatz ist ein gemütliches, kleines Stockbett in einem 4er oder 6er Zimmer. Die Atmosphäre ist wie im Hostel, vielleicht noch ein kleines bisschen familiärer. Jedes Zimmer hat ein eigenes Bad.

Im Außenbereich der Surfvilla findest du einen Pool, eine Tischtennisplatte, einen Billiardtisch und jede Menge Chillout Areas, die mit großen, bunten Sitzsäcken ausgestattet sind. Hier kannst du wunderbar in der Sonne relaxen und dich vom Surfen erholen.

Planet Surfcamp

Planet Surfcamp Fuerteventura

Das Team von Planet Surfcamp Fuerteventura bietet nicht nur Anfängern, sondern auch fortgeschrittenen Surfern optimale Surfkurse an. Du kannst zwischen dem Beginner, Intermediate und Advanced Level wählen. Zur Website des Surfcamps gelangst du hier.

Eine Woche im Surfcamp mit 5 x 4 Surfstunden, Surfboard, Equipment und Unterkunft im Surfhaus kostet dich 249 Euro.

Der Surfunterricht findet montags bis freitags statt. Am Wochenende hast du Zeit die Insel mit dem Mietwagen oder Bus auf eigene Faust zu erkunden.

Meine persönlichen Fuerteventura Tops und Flops mit vielen Tipps und tollen Fotos findest du hier.

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In Boarderlines geht es um den Studenten Andi, der spontan sein Konto plündert, um nach Asien aufzubrechen. Auf Bali wird er mit dem Surfvirus infiziert und stellt sich die große Zukunftsfrage: Freiheit oder Managerkarriere? Seine Suche nach der Antwort dauert 10 Jahre und führt ihn durch etliche Länder. Eine wahre Geschichte über die schönsten Wellen dieser Welt, die Sinnsuche und die Sehnsucht nach Abenteuer.

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Die Teilnahme am Surfkurs wurde von Planet Surfcamp Fuerteventura unterstützt. Meine Meinung wurde durch die Kooperation nicht beeinflusst. Vielen Dank für diese wunderbare Erfahrung!

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Julia Lassner
Griechenland

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