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Kann uns das Reisen wirklich glücklich machen?

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25. August 2019

Mit dem allerersten Schritt, den wir aus unserer Haustür wagen, um eine Reise anzutreten, lassen wir die Blase des Alltags platzen. Wir treten hinaus in die Welt. Das Abenteuer beginnt.

Alles auf Anfang.

Was uns während unserer Reise erwartet, welche Überraschungen wir erleben, welche Hürden wir meistern, was uns auf unserem Weg begeistern, verzaubern und erstaunen wird, wie wir uns verändern und als welcher Mensch wir zurückkehren werden, das alles wissen wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Doch genau darin liegt der Reiz des Reisens.

Da ist die Neugier, die Lust auf Veränderung, die Sehnsucht nach neuen Orten, der Wunsch, die Grenzen des eigenen Alltags zu sprengen und der Reiz des Unbekannten, der uns in die Ferne zieht.

Auf Reisen sind all unsere Sinne geschärft, fast wie bei Kindern. Die warmen Sonnenstrahlen auf der Haut, das Salz auf den Lippen, der kühle Wind, der die kleinen Härchen auf unseren Unterarmen aufstellt, der Duft von Räucherstäbchen, warmem Regen oder frisch zubereitetem Essen, die Formen der Wolken, die Farben der Pflanzen und jeder einzelne Tropfen Wein auf der Zunge. Auf Reisen nehmen wir alles intensiver wahr, denn alles ist neu, alles ist ungewohnt.

Außerdem haben wir Zeit. Zeit zum Fühlen, zum Genießen, zum Leben.

Unterwegs schaffen wir es plötzlich auf wundersame Weise im Hier und Jetzt zu sein, den Moment wertzuschätzen, ohne dabei der Vergangenheit nachzutrauern oder an Morgen zu denken.

Reisen ist ein bisschen wie Verliebtsein. Und doch möchte ich auf keinen Fall behaupten, dass immer alles nur rosarot und funkelnd ist. Sicherlich gibt es auf Reisen auch Momente, die sich einfach nur scheiße anfühlen, in denen wir uns einsam und unzugehörig fühlen, die uns herausfordern und an den äußersten Rand unserer Grenzen bringen. Wir werden mit Misserfolgen und Enttäuschungen, mit Elend, Armut und Ungerechtigkeit konfrontiert – aber auch all das gehört zum Reisen dazu.

Wir sehen die Schönheit der Welt, aber eben auch ihre Missstände und das ist gut so. Verschließen wir nicht die Augen davor, sondern lernen wir, damit umzugehen und im besten Fall sogar etwas daran zu ändern. Die Welt zu einem besseren Ort zu machen.

Wir selbst verändern uns auf Reisen, indem wir Geschichten aus den Gesichtern Fremder lesen, uns mit anderen Kulturen beschäftigen, den Lebenssituationen vor Ort anpassen und uns eine vorurteilsfreie Meinung bilden. Wir lernen nicht nur Toleranz, Geduld, Demut und Dankbarkeit, sondern auch die Fähigkeit, unser eigenes Leben aus einem völlig neuen Blickwinkel zu betrachten.

Wir gewinnen Abstand zu unserem Alltag, sehen viele Dinge klarer, beginnen uns mit den Fragen des Lebens zu beschäftigen, finden Antworten und kommen vielleicht zu neuen Entschlüssen. Vielleicht ändern deshalb so viele von uns ihr Leben von Grund auf, wenn sie nach einer langen Reise zurückkehren. Sie kündigen ihren Job, lösen sich aus nicht funktionierenden Beziehungen oder ändern ihre generelle Sichtweise auf das Leben. Oft schafft dies Probleme aus der Welt, die vor der Reise unlösbar schienen.

Ich für meinen Teil bin jedenfalls überzeugt davon, dass jeder Weg zu mehr Erkenntnis mit einer Reise beginnt.

Und solange wir mit offenem Herzen, offenen Augen, wachem Geist und Verstand reisen, endet unsere Reise nicht mit dem Aufsetzen des Flugzeuges auf der Landebahn in der Heimat, sondern es bleibt immer etwas zurück, das Spuren in unseren Herzen hinterlässt und uns nachhaltig verändert.

Für jene von uns, die das Leben als eine Reise sehen, hört das Abenteuer niemals auf.

Darum lasst uns unsere verrücktesten Träume leben, in die Welt aufbrechen und unsere eigenen Wege gehen. Lasst uns lachen, fluchen und heulen, auf die Schnauze fallen, wieder aufstehen und weitermachen. Lasst uns unsere eigenen Grenzen sprengen, neugierig sein und uns selbst verlieren, um uns am Ende wiederzufinden und über uns selbst hinauszuwachsen.

Wage den ersten Schritt aus der Haustür und lass dich auf das Abenteuer ein! Du wirst schnell merken, dass du unterwegs mehr Erfahrungen sammeln wirst, als du es dir jemals erträumt hast und du wirst Geschichten erleben, die es später einmal wert sind, erzählt zu werden.

Ich wünsche dir von ganzem Herzen, dass du die Chancen nutzt, die dir das Leben bietet, dass du an deine Träume glaubst und dass du losziehst. Ich wünsche dir, dass du den schönsten Ort dieser Welt in dir selbst findest und bereits auf der Reise dorthin glücklich bist.

Das Leben ist eine Reise und die Welt ruft deinen Namen.

Antworte!

 

➸ Dies ist ein Auszug aus meinem Buch »Wie uns Reisen glücklich macht«


*Dieser Beitrag enthält Werbung für mein eigenes Buch.

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Julia Lassner globusliebeHi, ich bin Julia,

das Gesicht hinter globusliebe. Ich bin 32 Jahre alt, lebe in Berlin und in der Eifel, arbeite seit 5 Jahren als Bloggerin und Fotografin und bin Autorin der Bücher »Fernweh« und »Wie uns Reisen glücklich macht«. Auf globusliebe zeige ich dir die schönsten Orte in Deutschland und auf der ganzen Welt. ➸ Weiterlesen

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