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MONTHLY 12|2019 – Ein Wintermärchen zum Jahresende

Von
30. Dezember 2019

Für die letzten Tage in 2019 wünschte ich mir einen Ort zum Abschalten. Ich sehnte mich nach Stille und Natur, träumte von Winterwäldern, verschneiten Bergen und einer einsamen Hütte mit Kaminfeuer. Ich wollte einen friedlichen Ort, an dem ich auftanken und neue Inspiration finden kann, an dem ich Zeit zum Reflektieren habe, mich auf das neue Jahr ausrichten und im besten Fall Sonne und frische Luft tanken kann.

Was ich gefunden habe und was sonst noch so im Dezember los war, lest ihr in diesem letzten Monthly des Jahres.

Salzburg im Winter

Anfang Dezember besuchte ich eine Freundin in Salzburg. Ich war zum ersten Mal in meinem Leben in der Mozartstadt und war völlig begeistert, denn in der Vorweihnachtszeit liegt ein ganz besonderer Zauber über den Gassen der stimmungsvoll beleuchteten Altstadt.

Wir besuchten etliche Weihnachtsmärkte, eine Krampusshow und unternahmen Ausflüge in die Berge. Außerdem nahmen wir uns viel Zeit für gutes Essen, Wanderungen, tiefgründige Gespräche, Qi Gong und Meditation. Es war herrlich.

Salzburg Winter Dezember

Salzburg im Winter

Gaisberg Salzburg Dezember

Auf dem Gaisberg

Weihnachten in Berlin

Es ist so lange her, dass ich Weihnachten in Deutschland verbracht habe, dass ich mich kaum noch daran erinnern kann. Wer globusliebe schon länger folgt, weiß, dass es fast schon zu einer Tradition geworden ist, immer genau dann ins Flugzeug zu steigen, wenn alle anderen Menschen anfingen Plätzchen zu backen und besinnlich zu werden. Ich konnte mit all dem Weihnachtskram irgendwie nichts anfangen und ich hasste die eisige Kälte. Singapur, Indien, Vietnam und Thailand boten sich daher als perfekte Reiseziele zum Überwintern an.

In diesem Jahr war alles anders. Da ich beschlossen habe, meine Flugreisen der Umwelt zuliebe drastisch zu reduzieren, entschied ich mich bewusst gegen eine Fernreise und für Weihnachten in Deutschland. Ich besuchte so viele Weihnachtsmärkte wie nie zuvor, trank literweise Glühwein, hörte Weihnachtssongs in Dauerschleife, schaute kitschige Weihnachtsfilme und genoss tatsächlich jede Sekunde.

Einen Tannenbaum und Geschenke gab es bei mir trotzdem nicht. Stattdessen haben mein Freund und ich am 24. Dezember beim Weihnachtsfest der Kälte Nothilfe Berlin im YAAM Club geholfen. Gemeinsam mit vielen anderen freiwilligen Helfern verteilten wir Essen, Getränke und Kleidung an Obdachlose und verbrachten einen wundervollen Tag mit lieben Menschen.

Abends gab es ein veganes Weihnachtsessen und am ersten Weihnachtstag waren wir im Planetarium und hörten uns einen Vortrag über Sonne, Mond und Sterne an. So sah mein perfektes Weihnachtsfest in diesem Jahr aus.

Berlin Weihnachten

Weihnachten Berlin Whisky

Vegane Weihnachten

Veganes Weihnachtsessen

Weihnachten in Berlin

Weihnachten in Berlin

Wintermärchen zum Jahresende

Nach Weihnachten wollte ich weg aus der Großstadt. Ich sehnte mich nach Ruhe, träumte von einer einsamen Hütte in den Bergen und wünschte mir nichts sehnlicher als Schnee zum Jahreswechsel. Und hier bin ich nun, inmitten eines Wintermärchens in Berchtesgaden, im Süden Deutschlands. Um mich herum schneebedeckte Berggipfel, glasklare Seen und in Puderzucker getauchte Tannen.

Gestern sind wir bei schönstem Winterwetter im Boot über den Königssee geschippert. Von der Halbinsel Hirschau unternahmen wir eine abenteuerliche Wanderung zur Eiskapelle. Als wir unser Ziel erreicht hatten, löste sich eine kleine Lawine von der Watzmann Ostwand und schüttete den Eingang der Eiskapelle vor unseren Augen zu. Zum Glück kam niemand zu Schaden. Ein paar Waghalsige gingen trotzdem weiter Richtung Höhle. Wir entschieden umzukehren. Safety first. Kommen wir eben ein anderes Mal wieder.

Ich bin jedenfalls im Moment sehr, sehr glücklich hier in Berchtesgaden zu sein und könnte mir keinen schöneren Ort für die Zeit zwischen den Jahren vorstellen. Die Uhren scheinen zur Zeit langsamer zu ticken. Alles ist etwas ruhiger als sonst und beim Winterwandern bleibt genügend Zeit und Muße für Innenschau und Reflexion.

Dezember Königssee Bayern

Berchtesgaden Königssee Dezember

Königssee

Eine Bitte zur Silvesternacht

Morgen endet nicht nur ein Kalenderjahr, sondern gleich ein ganzes Jahrzehnt. Für viele ist das ein Grund, sich um 24 Uhr auf die Straße zu stellen und mit Feuerwerkskörpern um sich zu knallen. Falls ihr den Jahreswechsel mit Raketen feiern möchtet, denkt bitte kurz über Folgendes nach:

Im letzten Jahr wurden in Deutschland rund 133 Millionen Euro für Feuerwerksartikel ausgegeben. Viel Geld, das man weitaus sinnvoller hätte einsetzen können. Denkt bitte auch an die Tiere, die wegen des Lärms in Panik geraten. Und damit meine ich nicht nur Haustiere, sondern auch Waldbewohner werden von den Raketen, den hellen Blitzen, dem Rauch und dem Lärm gefährdet. In der Silvesternacht werden rund 4.500 Tonnen Feinstaub freigesetzt. Das entspricht etwa der Menge, die der gesamte Straßenverkehr innerhalb eines ganzen Jahres verursacht. Die Feuerwerkskörper hinterlassen riesige Müllberge in den Straßen und zu guter Letzt ist das private Ballern nicht ganz ungefährlich. Wer Silvester schon mal in einer Großstadt verbracht hat, weiß, dass die Zustände kriegsähnlich sind, weil irgendwelche besoffenen Vollpfosten ihre Raketen in Menschenmengen jagen und andere mit Böllern bewerfen.

Bitte, bitte schaltet euer Gehirn ein, bevor ihr losrennt und die Supermarktregale leer kauft. Denkt an unseren Planeten und investiert eurer Geld lieber in etwas Sinnvolleres.

Auf globusliebe erschienen

  • In meinem Artikel There ist no planet b habe ich mir Gedanken dazu gemacht, wie ich meine größte Leidenschaft, meinen Job und mein Herzensthema, Umweltschutz und Nachhaltigkeit, in Zukunft mit gutem Gewissen vereinen kann. Ich habe mein eigenes Verhalten an den Pranger gestellt, mit dem Gedanken gespielt globusliebe dicht zu machen und schlussendlich eine für mich vertretbare Lösung gefunden.
  • Im Beitrag Weihnachtsmärkte in Berlin stelle ich euch ein paar richtig tolle Weihnachtsmärkte in meiner Wahlheimatstadt vor. Jetzt wird das wohl niemanden mehr interessieren, aber bis zum nächsten Adventssonntag sind es ja nun nur noch elf Monate :)
  • Schöne Wanderungen durch verschneite Winterwälder mit Einkehrtipps zum Aufwärmen und Glühweintrinken findet ihr in meinem Artikel Sauerland im Winter.
  • Zu guter Letzt gab es einen riesigen Beitrag über Salzburg im Winter, in dem ich euch nicht nur die Sehenswürdigkeiten, sondern auch die schönsten Weihnachtsmärkte der Stadt, Ausflüge ins Salzkammergut sowie echte Geheimtipps vorstelle.

Vorfreude auf den Januar

Anfang Januar geht es nach Österreich, zuerst ins Salzkammergut, danach nach Kühtai in den Stubaier Alpen und nach Innsbruck. Anschließend verbringe ich ein paar Tage in meiner Heimat in Rheinland-Pfalz. 

Ich spüre jetzt schon, dass das Jahr 2020 ganz viel Wunderbares bereithält, aber davon erzähle ich euch in meinem Jahresrückblick 2019, den ich Morgen veröffentlichen werde.

Genießt die letzten Stunden in diesem Jahrzehnt.

Eure Julia


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Hey, ich bin Julia,

Reisebloggerin, Fotografin und Autorin der Bücher »Fernweh« und »Wie uns Reisen glücklich macht«. Auf globusliebe findest du wertvolle Reisetipps, die nicht in jedem Reiseführer stehen – sei es für Deutschland oder die Ferne. Da mein Herz nicht nur fürs Reisen, sondern auch für die Erhaltung unseres wundervollen Planeten schlägt, bekommen nachhaltige Themen hier einen immer größeren Fokus.

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