Monthly Dezember 2020
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MONTHLY 12|2020 – Ein emotionaler Abschied zum Jahresende

Von
30. Dezember 2020

Das Jahr 2020 neigt sich dem Ende zu und es wird Zeit zurückzublicken, das Vergangene Revue passieren zu lassen und einen versöhnlichen Abschluss zu finden. Puh, einfacher gesagt als getan, denn 2020 war und ist für die meisten von uns ein herausforderndes, anstrengendes und intensives Jahr.

Auch an mir sind die letzten Monate nicht spurlos vorbeigegangen, denn in einer Pandemie, die seit März eine konstante Belastung ist, ständig funktionieren zu müssen, berufliche Herausforderungen zu meistern, private Hürden zu überwinden und gleichzeitig die mentale Gesundheit aufrecht zu erhalten ist kein Zuckerschlecken. Aber das brauche ich euch ja nicht zu erzählen.

Bevor ich mich meinem Jahresrückblick 2020 widme, möchte ich noch ein paar Worte über den Dezember loswerden, denn für mich ist es seit Anfang 2018 zu einem festen Ritual geworden, mir am letzten Tag eines jeden Monats die Zeit zu nehmen, die vergangenen vier Wochen zu reflektieren. Mir hilft das ungemein.

Schnee Dezember 2020

Dezember 2020

Dezember 2020

Der Dezember ist einer der energetischsten Monate des Jahres und mit Energien meine ich nicht die, die einen morgens fit und gut gelaunt aus dem Bett und direkt auf die Yogamatte hüpfen lassen, sondern ich meine viel mehr die Energien, die einen zum Ende des Jahres noch einmal so richtig aufwühlen. 

Ich habe im Dezember jedenfalls so einiges wahrgenommen, war überwiegend überfordert, müde und vollkommen ausgelaugt. Nachts träumte ich wild und scheinbar zusammenhanglos, morgens wachte ich meist mit verspannten Gliedern und Kopfschmerzen auf, kam kaum aus dem Bett und fühlte mich erschlagen.

Ich muss zugeben, ich habe eine ganze Weile gebraucht, um diesen Zustand anzunehmen und zuzulassen. Anfangs wehrte ich mich dagegen, denn ich liebe es normalerweise früh aufzustehen und mit Power in den Tag zu starten. Im Dezember verlangten Geist und Körper jedoch genau das Gegenteil – nämlich Ruhe, Schlaf und Rückzug.

Ich versuchte mich täglich daran zu erinnern, dass es okay ist, wenn ich den Wecker einfach mal ausdrücke und weiterschlafe, wenn ich meine To Dos nicht abarbeite, wenn ich meine Emails mal ein paar Tage nicht beantworte, wenn manche Dinge mehr Zeit benötigen als sonst und wenn ich das Handy einfach mal zur Seite lege und nicht erreichbar bin.

Dezember 2020 Ruhe

Neue Samen säen

Was mir im Dezember Kraft gab, waren die wenigen Sonnenstunden, in denen ich entweder spazieren war oder auf dem Dach saß und das Gesicht in die Sonne hielt. Seit dem 21. Dezember, der Wintersonnenwende, werden die Tage ja nun stetig wieder länger und das Licht kehrt ganz langsam in unsere Welt zurück. 

Seitdem zelebriere ich auch die Rauhnächte, die mir dabei helfen, das Jahr zu reflektieren, alten Ballast abzuwerfen und neue Samen für 2021 zu säen. Ich habe im Dezember einen ausführlichen Beitrag über die Rauhnächte für euch verfasst und möchte mich an dieser Stelle für das unglaubliche Feedback und eure Wertschätzung bedanken.

Ich bin ehrlich völlig überwältigt, dass so viele von euch Halt in den Ritualen finden und wir jede Nacht gemeinsam einen der 13 Wünsche für 2021 verbrennen. Das ist ein schönes, verbindendes Gefühl.

Räuchern Dezember 2020

Ein emotionaler Abschied

Passend zum Thema Ballast abwerfen und Altes loslassen, stand der Dezember bei mir und meiner Familie im Zeichen des Abschieds. Das Gasthaus meiner Eltern ist nach monatelanger Arbeit nun endlich leer geräumt und das Ende zum Greifen nahe. Meine Schwester ist aus Berlin angereist, um dieses gigantische Kapitel in unserem Leben gemeinsam als Familie zu beenden.

Noch ein letztes Mal gemeinsam im Wintergarten frühstücken, noch ein allerletztes Mal durch die leeren Räume streifen, in denen so viele Erinnerungen hängen, noch ein letztes Mal am Bach stehen und die Gedanken ziehen lassen.

Unsere Herzen sind in diesen Tagen schwer, denn die letzten Wochen haben uns emotional extrem gefordert. Immer wieder gab es Enttäuschungen, Ärger, Stress und Streit.

Wie sehr mich die aktuelle Situation belastet, merkte ich im Dezember oft erst in den Momenten, in denen ich mich in mein kleines Reich unter dem Dach zurückzog. Meine Rauhnachts-Rituale und das Räuchern brauchte ich, um mich von all dem abzugrenzen.

Obwohl bei der Schlüsselübergabe am 4. Januar sicher die ein oder andere Träne fließen wird, sind wir tief im Inneren dankbar und glücklich, dass das Restaurant endlich verkauft ist.

Es war übrigens keine coronabedingte Entscheidung das Gasthaus zum Ende des Jahres aufzugeben, sondern eine längst überfällige Konsequenz, die aus dem Wunsch entstand, endlich LEBEN zu wollen.

Über all die Jahre haben meine Schwester und ich miterlebt, welche Fesseln unsere Eltern gefangen hielten. Es gab bei uns keine Wochenenden, keine Feiertage, kaum Privatleben. Die Arbeit stand immer im Vordergrund und der jahrelange Dauerstress hinterließ seine Spuren.

Das hat nun endlich ein Ende, denn hinter diesem Abschied steckt die Chance eines Neuanfangs und wir alle freuen uns auf ein neues, unbeschriebenes Kapitel, in dem unsere Eltern hoffentlich bald mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge im Leben haben werden.

Dezember Abschied 2020

Abschied Mühle

Visionen für 2021

Ich habe die letzten Tage des Dezembers intensiv genutzt, um meine Visionen für 2021 zu definieren. Mit Hilfe eines Vision Boards habe ich meine Wünsche und Ziele klar visualisiert und habe zur Zeit das Gefühl, dass ich ganz genau weiß, wo ich hinmöchte. Ich gehe mit so viel Klarheit in ein neues Jahr wie nie zuvor und bin sowas von bereit für alles, was da auf uns zukommen mag. Ich habe meine Segel gehisst. 2021 wird gesegelt!

Vision Board 2021

Mein Vision Board für 2021

Vorfreude auf den Januar

Der allererste Produktionsauftrag für 2021 sollte ein ganz besonderer sein und eigentlich schon in wenigen Tagen starten. Doch leider zwingt uns die Pandemie mit all ihren Einschränkungen wieder einmal dazu, sämtliche Pläne über den Haufen zu werfen, flexibel und spontan zu agieren.

Ich befürchte, dass uns diese Ungewissheit noch eine ganze Weile begleiten wird und auch wenn ich mittlerweile gelernt habe damit zu leben, ist es doch immer wieder zermürbend, wenn Projekte abgesagt oder verschoben werden, Einnahmequellen wegbrechen und das gesamte Jahr unplanbar erscheint.

Warum ich trotzdem zuversichtlich in die Zukunft blicke, das erfahrt ihr in meinem ausführlichen Jahresrückblick 2020.

Genießt die allerletzten Tage dieses verrückten Jahres, ihr Lieben.

Ich wünsche euch warmen Rückenwind, ganz viel Liebe und vor allem Gesundheit für 2021.

Eure Julia ♥

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Hey, ich bin Julia,

Reisebloggerin, Fotografin und Buchautorin. Am glücklichsten bin ich draußen in der Natur, beim Wandern, mit frischer Luft in den Lungen, Sonne im Gesicht und meiner Kamera im Gepäck. Auf globusliebe.com findest du Inspiration und Tipps rund um verantwortungsvolles Reisen und einen nachhaltigen Lebensstil.

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