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MONTHLY 06|2019 – Von Bayern nach Berlin & eine Geschichte ohne Happy End

Von
30. Juni 2019

Der Juni hat mein gesamtes Leben auf den Kopf gestellt und ich habe sehr lange überlegt, was ich euch heute im Monthly erzählen soll. Das Monthly ist das persönlichste Format bei globusliebe, in dem ich Privates teile und über das schreibe, was mich im vergangenen Monat beschäftigt hat. Doch wo ziehe ich die Grenze zwischen meiner Arbeit, persönlichen Beiträgen und meinem Privatleben? Wie viele Einblicke gewähre ich fremden Menschen, die meine Texte lesen? Was dürfen die 1,3 Millionen Leser, die über das Jahr verteilt meinen Blog besuchen, über mich und meine Gefühlswelt erfahren und welche Themen gehören hier einfach nicht hin?

Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Ich weiß nur, dass ich heute nicht so tun möchte, als wäre der Juni ein Friede-Freude-Eierkuchen-Monat gewesen, in dem ich schöne Orte bereist und Glücksmomente erlebt habe. Es würde sich falsch anfühlen, denn in Wahrheit ist der Juni wie ein Hurrikan über mein Leben gefegt. Er hat mein Herz in tausend Teile zersprengt, es einmal durch den Fleischwolf gedreht und anschließend mit etlichen Nadelstichen wieder zusammengeflickt.

Trennung

Meine Beziehung, die ich fälschlicherweise für den stabilsten Ankerpunkt in meinem sonst so chaotischen Leben gehalten habe, wurde per WhatsApp beendet. Ein klärendes Gespräch gab es bis heute nicht, stattdessen blieb von der einstigen großen Liebe plötzlich nur noch Hass übrig. Es tat unglaublich weh von heute auf morgen ersetzt zu werden, meine Möbel aus unserem gemeinsamen Haus zu räumen und die Tür zum allerletzten Mal ins Schloss fallen zu lassen. Das wars. Au Revoir. Auf Nimmerwiedersehen.

Mein Juni bestand vor allem aus unglücklichen Momenten, in denen mein Herz blutete und Tränen flossen. In denen ich weder schlafen noch essen konnte und mir nichts sehnlicher gewünscht habe, als unsere Geschichte zu dem Punkt zurückzuspulen, an dem alles aus dem Ruder lief, um sie anschließend neu zu schreiben.

Dann gab es Momente, in denen ich nichts als Wut und Enttäuschung fühlte. Diese Momente raubten mir alle Energie, aber sie halfen mir loszulassen und nach vorne zu blicken.

Und dann gab es im Juni auch die Momente, in denen ich mit offenem Fenster über Landstraßen fuhr, die Sonne meine Tränen trocknete, ich die Musik laut aufdrehte und dachte „Hallo Leben, hier bin ich!“ In denen ich bis zum Sonnenuntergang mit lieben Menschen am Badesee lag, nachts auf dem Fahrrad durch die Straßen von Berlin fuhr, auf dem Balkon meiner Schwester frühstückte und endlich wieder lachte. Glücklicherweise überwiegen die guten Momente von Tag zu Tag mehr.

Viele, die mein neues Buch gelesen haben, werden wissen, dass es das Zuhause, von dem ich in Kapitel fünf erzähle, nun nicht mehr gibt. Tja, so schnell kann sich das Leben um 180 Grad drehen und plötzlich ist nichts mehr, wie es einmal war. Vier Wochen sind mittlerweile vergangen und so richtig habe ich es immer noch nicht realisiert, dass unsere Geschichte mit all ihren Höhen und Tiefen nun tatsächlich auserzählt ist. Leider ist unsere Geschichte eine ohne Happy End.

Mosel

Zwischen Trennungsschmerz und meinem überstürzten Auszug, verbrachte ich viele Tage damit, Kisten zu sortieren und mich von materiellen Dingen zu trennen. Zum Glück gab es dazwischen auch Ablenkung und schöne Erlebnisse mit Herzmenschen, zum Beispiel an der Mosel, die nur 25 Autominuten von meiner Heimat entfernt liegt und sich deshalb immer für spontane Ausflüge anbietet.

Einen Tag lang wanderte ich auf dem Hatzenporter Laysteig durch die Weinberge, einen anderen verbrachte ich rund um Cochem und ließ den Abend mit einem Gas Weißwein auf einer der schönsten Terrassen mit Blick auf die Cochemer Reichsburg ausklingen.

Cochem Mosel Tipps

Cochem an der Mosel

Hatzenporter Laysteig Mosel Wanderung

Hatzenporter Laysteig

Hatzenport Mosel Hatzenporter Laysteig

Hatzenport an der Mosel

Forchheim

Gemeinsam mit Jana von Sonne & Wolken war ich außerdem im bayrischen Genussort Forchheim, der nur wenige Minuten von Bamberg entfernt liegt und trotzdem total unbekannt ist. Dabei hat Forchheim so viel Tolles zu bieten: Eine Altstadt wie aus dem Bilderbuch, mit Fachwerkhäusern, Kirchen und kopfsteingepflasterten Gassen, den größten Biergarten der Welt und soooo viele kulinarische Highlights. Außerdem ist die Fränkische Schweiz, in der das Titelbild dieses Beitrags entstanden ist, auch nur einen Katzensprung von Forchheim entfernt. Wenn das mal kein Argument ist!

Forchheim Rathaus

Forchheim Fachwerk

Forchheim Rote Mauer

Forchheim Fachwerkhaus Rathausplatz

Forchheim Arivo Hotel Gutlands

Berlin

Der ein oder andere von euch hat über Instagram sicher schon mitbekommen, dass ich endlich wieder in meiner Herzensstadt Berlin bin. Erst mal wohne ich für zwei Wochen bei meiner Schwester, suche aber aktuell auch eine eigene kleine Single Wohnung oder ein nettes WG Zimmer mit Balkon für ein paar Monate – gerne möbliert und nur zur Zwischenmiete.

Ob ich wieder ganz nach Berlin zurück gehe und wie sich mein Leben entwickeln wird, dazu kann ich im Moment noch gar nichts sagen. Ich bin jedenfalls offen für alles und lasse sämtliche Möglichkeiten auf mich zukommen, denn ich bin mir – wie immer -sicher, dass alles im Leben so kommt, wie es sein soll.

Im Moment genieße ich einfach mal diese abartige Hitzewelle, liege jeden Tag mit Freunden an einem anderen See, lasse mich durch die Stadt treiben, besuche meine Lieblingsviertel, feiere die Auswahl an vegetarischen Restaurants und hippen Cafés in Berlin, die vielen Parks, Flohmärkte und die verrückten Menschen um mich herum. Und wieder einmal mehr weiß ich meine ortsunabhängige Selbstständigkeit zu schätzen.

Berlin Spree

Auf globusliebe erschienen

Im Juni habe ich euch mit ordentlich Lesestoff versorgt. Zuallererst aktualisierte ich den Artikel mit den einzigartigen Unterkünften im Schwarzwald und stelle euch nun insgesamt sieben geniale Übernachtungsmöglichkeiten in der Natur vor. Passend dazu gibt es zehn coole Outdoor Ausflugsziele in Baden-Württemberg, die ihr unbedingt mal besuchen solltet.

Auch in meinem Artikel über den Mosel-Traumpfad Hatzenporter Laysteig geht es ums Draußensein. Wer nach einer Halbtageswanderung in der wunderschönen Mosel-Region sucht, wird hier fündig.

In meinem Ask me anything beantworte ich euch alle Fragen, die ihr mir entweder häufig stellt oder in der letzten Instagram Fragerunde gestellt habt – zum Beispiel ob ich jemals Kinder haben möchte, wie man erfolgreiche Reisebloggerin wird, mit welcher Kamera ich fotografiere, wie ich Kooperationspartner finde, ob ich von meinem Blog leben kann, wie ich zum Thema Nachhaltigkeit stehe und was sich seit der Wüstenreise in meinem Leben verändert hat. Klickt euch rein, wenn ihr mehr über mich erfahren wollt, denn der Beitrag ist sehr persönlich.

Zu guter Letzt habe ich meine Tipps für Forchheim für euch niedergeschrieben. Ich präsentiere euch die Sehenswürdigkeiten der historischen Altstadt, stelle euch jede Menge kulinarische Hotspots vor und nehme euch mit zu einem Ausflug in die Fränkische Schweiz.

Vorfreude auf den Juli

Mein Juli wird hoffentlich schöner als der Juni, aber daran habe ich eigentlich keine Zweifel, denn es sind soooo viele wunderbare Sachen geplant. Ich werde noch ein paar Tage in Berlin bleiben und den Sommer mit Freunden genießen. Anschließend geht es ins Havelland, in die Schweiz und danach mit meiner Schwester ins Mittelmeer.

Ich freue mich wie ein Honigkuchenpferd auf alles, was kommt.

Genießt die Hitze, ihr lieben Menschen da draußen!

Eure Julia


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2 Kommentare
  1. Antworten

    Anna

    30. Juni 2019

    Liebe Julia,
    Deinen monthly vom Juni zu lesen, hat mich unglaublich berührt und ich hätte dich am liebsten in den Arm genommen.
    Von der Person, die einen alles bedeutet hat so verletzt zu werden, ist einer der schlimmsten Dinge überhaupt. Und jetzt etwas zu sagen, dass Dir hilft ist unglaublich schwer.
    Deshalb fühl dich ganz doll gedrückt und denk daran, dass nach jeden Regen die Sonne wieder scheint und nach jedem noch so tiefen Loch, kommt ein wundervolles hoch!
    Du machst das ♥️!!
    Ganz liebe Grüße aus dem Schwarzwald,
    Anna

    • Antworten

      Julia

      4. Juli 2019

      Ich danke dir von ganzem Herzen, liebe Anna. Ich habe in der Beziehung natürlich auch nicht immer alles richtig gemacht, aber ein solcher Abgang ist echt das Widerlichste, was ich je erlebt habe. Aber ich fürchte den wahren Charakter eines Menschen lernt man erst bei der Trennung kennen.
      Ich drücke dich zurück,
      Julia

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