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MONTHLY 03|2020 – Ein Update aus der Selbstisolation

Von
31. März 2020

Die letzten Wochen waren zermürbend, kräftezehrend, herausfordernd. Seitdem die Welt stillsteht, habe ich so viel Zeit wie noch nie und trotzdem rinnt sie mir durch die Finger wie Wüstensand. Die Tage vergehen wie im Delirium. Einer gleicht dem anderen und ich habe längst aufgehört sie zu zählen. Wozu auch? Letzte Woche habe ich nicht mal mitbekommen, dass die Uhr umgestellt wurde.

Stillstand

Alles fing damit an, dass die Reisemesse ITB in Berlin abgesagt wurde. Kurz darauf wurde das AnnenMayKantereit Konzert in Köln gecancelt, dann die Fernsehproduktion mit dem ZDF, dann der erste Produktionsauftrag für diesen Frühling. Spontan packte ich ein paar Sachen zusammen, verließ Berlin und fuhr in die Heimat.

Hier spitzte sich die Situation plötzlich im Eiltempo zu. Ein Auftrag nach dem anderen wurde storniert und ich konnte nichts anderes tun, als gelähmt zusehen, wie meine kleine Welt zerbröckelte. Unsere Nachbarländer verhängten Ausgangssperren, das öffentliche Leben wurde lahmgelegt und die Bahn riet dazu, alle nicht dringend notwendigen Reisen abzusagen. Ich stornierte deshalb mein Rückfahrtticket nach Berlin und blieb vorerst in der Eifel. Bis heute.

Wohnungsdrama

Um mein finanzielles Loch zumindest annähernd stopfen zu können, musste ich schnellstmöglich Kosten einsparen. Aber wie? Tagelang zermürbte ich mir den Kopf und drehte mich immer wieder im Kreis. Zum Glück gab es relativ schnell die Möglichkeiten Steuern beim Finanzamt zu stunden, den Krankenkassenbeitrag zu senken und verschiedene Abos zu kündigen.

Nach langem Hin und Her beschloss ich schlussendlich (mit einem lachenden und einem weinenden Auge) mein Berlin Kapitel frühzeitig zu beenden und zu meinem Freund zu ziehen. Wir hatten sowieso vor, im Sommer, nach Ablauf meines befristeten Mietvertrages, in eine neue gemeinsame Wohnung zu ziehen.

Ich fasste mir also ein Herz und bat darum, den Vertrag, der noch bis zum 31. Juli läuft, vorzeitig zu beenden und startete die Suche nach einem geeigneten Nachmieter. Etwa 35 Interessenten meldeten sich. Sie alle wären am liebsten gleich in die Wohnung eingezogen, hätten die Miete lückenlos weiterzahlen können und alle Parteien wären zufrieden gewesen.

Wären. Denn leider hatte ich nicht mit so vielen Hürden bei einer so einfachen Sache gerechnet. Die Ansteckungsgefahr, die eingeschränkte Reisefreiheit und das deutschlandweite Kontaktverbot machten es mir bisher unmöglich, die insgesamt 1.500 Kilometer nach Berlin und zurück zu fahren, um meine Wohnung zu räumen. Außerdem wird mir nun verweigert in den kommenden Monaten eine Übergabe zu machen. Es wird verboten Wohnungsbesichtigungen durchzuführen und mir wurde bereits damit gedroht, dass meine Kaution einbehalten wird.

Aktueller Stand ist also, dass die Wohnung nun monatelang leer steht. Aber nun ja, es gibt Wichtigeres im Leben als sich mit solchen Banalitäten rumzuärgern. Außerdem glaube ich ganz feste an Karma. Mehr sage ich an dieser Stelle nicht. Die ganze Sache mit der Wohnung hat mich bisher ohnehin schon mehr Nerven gekostet, als die gesamte Coronakrise.

Stay positive

Obwohl meine Gefühlswelt gerade Achterbahn fährt und die Stimmung täglich schwankt, schaffe ich es mittlerweile ganz gut, mich auf die positiven Dinge zu konzentrieren. Ich bewege mich viel in der Natur, koche mehr als sonst und nachdem ich gestern gesehen habe, dass mein Februar Monthly 44.395 Mal gelesen wurde, habe ich auch die Lust am Schreiben wiedergefunden.

Eigentlich dachte ich ja, dass es in der aktuellen Situation niemanden interessiert, was ich hier veröffentliche, aber umso mehr freue ich mich, dass ihr trotz der Krise meine Beiträge lest. Danke dafür! Das bringt mich auch zu folgendem Thema:

So könnt ihr meine Arbeit unterstützen

Es berührt mich sehr, dass ein einige von euch (Blog Leser und Instagram Follower) gefragt haben, wie sie mich und meine Arbeit während der Coronakrise unterstützen können. Was ihr tun könnt:

➸ Besucht weiterhin meinen Blog, lest neue und alte Beiträge und teilt sie mit euren Freunden. Plant die nächste Reise für das Leben nach Corona, holt euch Tipps für Microabenteuer in Deutschland oder lasst euch durch meine Geschichten für eine Weile vom Coronawahn ablenken und träumt euch ganz weit weg. 

➸ Versprüht virtuelle Liebe! Schaut euch meine täglichen Instagram Stories an. Liked, speichert, kommentiert und teilt meine Fotos. Empfehlt meinen Account weiter! Das gilt übrigens nicht nur für mich, sondern auch andere Accounts freuen sich zur Zeit über euren Support. Unterstützt die Accounts, die ihr mögt, die euch ein gutes Gefühl und Mehrwert bieten. 

➸ Kauft, lest und empfehlt meine Bücher Fernweh und Wie uns Reisen glücklich macht und hinterlasst Rezensionen bei Amazon. Auch wenn wir zur Zeit eher die kleinen Buchhandlungen unterstützen sollten, lesen sich sehr viele Menschen die Rezensionen bei Amazon durch. Autoren, die ihr mögt, könnt ihr deshalb immer mit ein paar lieben Worten unterstützen. 

Lesefavorit im März

Da wir im Moment alle sehr viel Zeit zu Hause verbringen und endlich dazu kommen, all die Bücher zu lesen, die schon seit Ewigkeiten auf unseren To-read-Listen stehen oder sich auf dem Nachttisch stapeln, habe ich euch letzte Woche in meiner Instagram Story nach euren Leseempfehlungen gefragt. Eine Followerin hat mir das Buch Zuversicht ans Herz gelegt, das ich nun seit gestern lese.

Wie der Titel bereits verrät, geht es um Zuversicht und nichts passt für mich aktuell besser in diese herausfordernde Zeit als die Kunst, den Lebensmut zu bewahren, wenn sich die Welt radikal wandelt und man vielfach nur noch Gründe zur Hoffnungslosigkeit sieht. Psychologen, Soziologinnen, Politiker oder Philosophinnen erzählen in diesem Buch davon, wie man in düsteren, aussichtslos erscheinenden Situationen die richtige innere Haltung findet.

Falls ihr weitere Buchtipps gebrauchen könnt, schaut euch doch mal meinen Artikel Bücher, die dein Leben verändern werden an. Da werdet ihr ganz sicher fündig.

Buchempfehlung Zuversicht

Auf globusliebe erschienen

➸ Als ich meinen ersten Artikel für den März schrieb, war die Corona Pandemie noch lange nicht so weit fortgeschritten wie heute. Bis auf wenige Ausnahmen funktionierte die Wirtschaft größtenteils noch. Lediglich die Veranstaltungs- und die Reisebranche hatten als erste Betroffene mit den Auswirkungen einer aufkeimenden Krise zu kämpfen. Auch wenn mein Beitrag nun nicht mehr aktuell ist, lese ich ihn schon alleine deshalb gerne, weil er so sehr zeigt, wie dramatisch schnell sich alles verändert hat. Bei Veröffentlichung stand erst ein einziger meiner Aufträge auf der Kippe. Heute, nur vier Wochen später, verbuche ich bereits Umsatzeinbußen von 30.000 Euro. Nicht nur mein eigenes, sondern unser aller Leben, die gesamte Welt, alles steht auf dem Kopf.

➸ Wie es mir persönlich während der letzten vier kräftezehrenden Wochen ergangen ist, habe ich in meinen Corona Diaries niedergeschrieben. In diesem Beitrag erzähle ich euch von geplatzten Träumen, Existenzängsten und Zukunftsvisionen. 

➸ Eine Frage, die aufgrund von Corona gerade komplett an Bedeutung verliert, mir persönlich aber trotzdem sehr am Herzen liegt, lautet: Dürfen wir in Zeiten der Klimakrise noch in den Urlaub fliegen? Ich habe mich für diesen Artikel gründlich mit dem Thema auseinandergesetzt, einen Blick in die Zukunft des Fliegens geworfen und Thesen aufgestellt, die einige Menschen scheinbar zu heftiger Kritik angeregt haben. Schaut mal rein, wenn euch das Thema interessiert. Zur Zeit ist der Flugverkehr zwar lahm gelegt, aber vielleicht denken wir ja in Zukunft trotzdem öfters mal an unseren Planeten, bevor wir wieder um die Welt fliegen. 

➸ Ebenfalls im Moment irrelevant, aber vielleicht genau das Richtige für die Zeit nach Corona, ist mein großer Madeira Guide mit vielen tollen Ausflugstipps, Wanderungen, sehenswerten Orten und Geheimtipps für die wunderschöne Blumeninsel im Atlantik, in die ich mich im Februar verliebt habe.

Vorfreude auf den April?

Was uns im April erwartet, inwieweit unser Alltag eingeschränkt bleibt und wie lange die Wirtschaft noch stillsteht, kann im Moment wohl niemand voraussagen. Meine Vorfreude auf den nächsten Monat hält sich somit in Grenzen. Geplant ist bei mir aktuell gar nichts. 

Ich wünsche mir eigentlich nur, dass wir die Krise alle gut überstehen, dass bald wieder Normalität einkehrt, dass wir alle gesund bleiben, wieder arbeiten und diese wundervolle Welt, in der wir leben, bald wieder bereisen können.

Bis dahin sende ich euch allen ganz viel positive Energie, Kraft und Liebe. Bleibt gesund und hört niemals auf zu träumen, ihr Lieben!

Eure Julia


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3 Kommentare
  1. Antworten

    sus.annie

    31. März 2020

    Was für ein schöner Beitrag, es kommt richtig deine positive Seite zum Vorschein!!! Ganz viel Liebe und Mut

  2. Antworten

    Andrea Antje

    15. April 2020

    Hey Julia,
    ich freu mich total mal wieder auf deiner Seite reingeschaut zu haben. Es gibt immer was spannendes zu entdecken auf Globusliebe.
    Ja Corona ist Superkacke aber ich glaube „It all Happens for a reason“ .
    Machen wir das Beste draus.
    Grüße Andrea <3

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Hey, ich bin Julia,

Reisebloggerin, Fotografin und Autorin der Bücher »Fernweh« und »Wie uns Reisen glücklich macht«. Auf globusliebe findest du wertvolle Reisetipps, die nicht in jedem Reiseführer stehen – sei es für Deutschland oder die Ferne. Da mein Herz nicht nur fürs Reisen, sondern auch für die Erhaltung unseres wundervollen Planeten schlägt, bekommen nachhaltige Themen hier einen immer größeren Fokus.

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