Peru Rundreise: 6 Highlights vom Amazonas bis Machu Picchu

Peru Rundreise
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Eine Peru Rundreise führt dich durch eines der facettenreichsten Länder unserer Erde. Vom tropischen Regenwald bis hin zu den schneebedeckten Gipfeln der Anden, von quirligen Kolonialstädtchen bis zu jahrhundertealten Inka Ruinen, vom Weltwunder Machu Picchu bis zum berühmten Titicacasee.

In diesem Artikel stellen wir die Highlights unserer zehntägigen Peru Rundreise vor.

Highlights unserer Peru Rundreise

1. Amazonas Regenwald in Peru

Viele denken bei Peru zuerst an Machu Picchu, Cusco und die Anden. Dabei besteht ein riesiger Teil des Landes aus Regenwald. Über 60 Prozent der Fläche Perus liegen im Amazonasgebiet. Puerto Maldonado ist dabei einer der wichtigsten Ausgangspunkte, um den Dschungel in Peru zu erleben.

Die Stadt selbst ist kein klassisches Sightseeing Highlight, sondern eher das Tor zum Regenwald. Das eigentliche Abenteuer beginnt erst, wenn du Puerto Maldonado hinter dir lässt und per Boot immer tiefer in den Dschungel gleitest. Die meisten Lodges liegen direkt am Fluss und sind nur per Boot erreichbar.

Im Amazonas Regenwald kannst du Bootstouren mit Wildlife Spotting am Ufer, geführte Wanderungen oder Kajaktouren auf dem Lago Sandoval unternehmen. Ein Ausflug zur Ara Lehmlecke ist ebenfalls ein Highlight. Inmitten eines der artenreichsten Lebensräume unserer Erde kannst du Capybaras, Kaimane, Affen, Tukane, Aras und mit viel Glück sogar Riesenotter entdecken.

Wo liegt Puerto Maldonado in Peru
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2. Inka Trail

Das zweite große Highlight unserer Peru Rundreise ist der Inka Trail, auch Camino del Inca genannt. Leider reicht unsere knappe Zeit nicht für die komplette viertägige Wanderung von Ollantaytambo bis Machu Picchu aus. Stattdessen nehmen wir uns die letzte Tagesetappe, auch bekannt als kurzer Inka Trail, vor.

Auf 13 abenteuerlichen Kilometern führt uns der Pfad durch die faszinierende Bergwelt der Anden. Durch tropische Wälder hindurch, vorbei an Wasserfällen und tiefen Schluchten, kämpfen wir uns Höhenmeter für Höhenmeter nach oben. Atemberaubende Ausblicke sind dabei stets inklusive.

Besonders beeindruckend finden wir die an einem Berghang terrassenförmig angeordneten Ruinen Wiñay Wayna, die wir während der Wanderung passieren. Völlig außer Puste erreichen wir am späten Nachmittag das Sonnentor Inti Punku, das auf 2.750 Metern Höhe liegt und sozusagen als Eingangstor zu den Ruinen von Machu Picchu gilt. Wir lassen uns auf den von der Sonne gewärmten Steinen nieder, blicken auf die Inkastadt hinunter und genießen die grandiose Aussicht. Auch der Gipfel des Huayna Picchu ist von hier wunderbar zu sehen. Vom Sonnentor ist es noch etwa eine halbe Stunde Fußweg bis wir Machu Picchu endlich erreichen.

Kurzer Inka Trail Wanderung
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3. Machu Picchu

Obwohl Machu Picchu der touristischste Ort einer jeden Peru Rundreise ist, sind die legendären Ruinen der Inka ein Highlight, das du auf keinen Fall verpassen solltest. Auch wenn es heutzutage eine asphaltierte Serpentinenstraße gibt, auf der Busse im 5-Minutentakt auf und abfahren, um die Menschenmassen zum Weltwunder zu karren, beeindruckt die Abgeschiedenheit dieses Ortes am allermeisten.

Auch wir nehmen in aller Frühe den Bus von Aguas Caliente, suchen uns ein ruhiges Eckchen, abseits der Massen und beobachten gespannt, wie dicke Nebelschwaden über die peruanischen Andengipfel ziehen. Die Sicht ändert sich im Sekundentakt.

Machu Picchu liegt übrigens auf einem Bergrücken in 2.430 Metern Höhe mitten in den Anden und wurde angeblich im 15. Jahrhundert von den Inka erbaut. Wenn man die bescheidenen Mittel bedenkt, die den Menschen zur damaligen Zeit zur Verfügung standen, um solch pompöse Bauwerke mitten im Nirgendwo zu errichten, dann grenzt alleine die Entstehungsgeschichte Machu Picchus an ein Weltwunder. Auch nach unserem Besuch der Ruinenstadt ist es uns unbegreiflich, wie die Inka das geschafft haben.

Auf dem kurzen Inka Trail zur Ruinenstadt Machu Picchu in den Anden
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4. Cusco

Cusco bedeutet in der Sprache der Inka so viel wie „der Nabel der Welt“ und war lange Zeit der Mittelpunkt des sagenumwobenen Inkareiches. Die Andenstadt liegt im peruanischen Hochland auf 3.416 Metern Höhe und gilt als touristisches Zentrum des Landes.

Noch heute ist das Erbe der Inka in Cusco allgegenwärtig und vermischt sich auf ganz wunderbare Weise mit den Überbleibseln aus der spanischen Kolonialzeit. So zum Beispiel auf der Plaza de Armas, dem Hauptplatz von Cusco, wo du neben uralten Inkamauern prächtige Kirchen und hübsche Arkadenbögen bestaunen kannst. Wahrscheinlich haben wir es der UNESCO zu verdanken, dass der Stadtkern weitestgehend unverändert geblieben ist und auch heute noch jede Menge Charme versprüht.

Im hübschen Künstlerviertel San Blas erwarten dich weiß getünchte Häusern mit roten Ziegeldächern und blau bemalten Fenster- und Türrahme. Hier kannst du in aller Ruhe durch die kopfsteingepflasterten Gassen schlendern, idyllische Innenhöfe entdecken und den Blick auf die umliegende Bergkulisse genießen.

Nicht verpassen solltest du außerdem den quirligen Mercado San Pedro. In der Markthalle stapeln sich exotische Früchte, Kartoffeln, Mais und andere Lebensmittel. 

Peru Rundreise Cusco Kathedrale
Peru Rundreise Cusco
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5. Das heilige Tal der Inka (Urubamba Tal)

Das Urubamba Tal wird auch das heilige Tal der Inka genannt. Es liegt zwischen Cusco und Machu Picchu und hält einige der schönsten Landschaften Perus bereit.

Ein Highlight im Heiligen Tal der Inka ist ein Besuch der Salineras de Maras. Über 3.000 terrassenförmig angeordnete Salzbecken schmiegen sich hier in die rostfarbenen Berge. Seit über 1.000 Jahren fließt salzhaltiges Wasser aus einer Quelle in die von Hand angelegte Becken. Das Prinzip ist simpel und gleichzeitig genial: Die Becken füllen sich langsam, die Sonne lässt das Wasser verdunsten und zurück bleibt Salz. Dieses „weiße Gold der Andren“ wird bis heute geerntet und ist für viele Familien im Urubamba Tal eine wichtige Einnahmequelle.

Das heilige Tal der Inka in Peru
Das Urubamba Tal ist das heilige Tal der Inka
Peru Rundreise Salineras de Maras
Salineras de Maras
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6. Titicacasee

Der Titicacasee ist das krönende Highlight unserer Peru Rundreise. Er liegt 3.827 Meter über dem Meeresspiegel und gilt als höchstgelegenes schiffbares Gewässer der Welt. Puno, die Hauptstadt dieser Provinz, ist der Ausgangsort für unseren Besuch am Titicascasee.

Per Boot tuckern wir über das tiefblaue Wasser bis nach Llachon. Hier übernachten wir in einem sogenannten Homestay bei einer einheimischen Familie, wo wir mit lokalen Köstlichkeiten verwöhnt werden. Wir besuchen die malerische Insel Taquile, deren höchster Punkt stolze 4.050 Meter misst, und spazieren über einen schmalen Fußpfad durch die steinig-trockene Landschaft, bis wir plötzlich an einem paradiesischen Strand mit feinem, hellen Sand stehen.

Außerdem unternehmen wir einen Ausflug zu den schwimmenden Schilfinseln der Uros. Die Uros sind eine indigene Gruppe am Titicacasee und ihre Inseln bestehen komplett aus Totora Schilf. Der Besuch wirkt heute stellenweise ziemlich touristisch und inszeniert. Als kurzer Programmpunkt ist es trotzdem interessant, vor allem wenn man das erste Mal am Titicacasee ist.

Insel Taquile am Titicacasee
Schilfinseln der Uros am Titicacasee
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Wertvolle Tipps für deine Peru Rundreise

Da mich in den letzten Wochen nach der Reise so viele Fragen rund um Peru erreicht haben, möchte ich nun auf die wichtigsten Punkte eingehen:

Wie viel Zeit sollte ich für eine Peru Rundreise einplanen?

Für die Reise, so wie wir sie gemacht haben, solltest du mindestens zehn volle Tage vor Ort einplanen. Das ist das absolute Minimum. Wir konnten in zehn Tagen lediglich ein paar ausgewählte Highlights des Landes besuchen und mussten viele Sehenswürdigkeiten, wie zum Beispiel die Rainbow Mountains, Arequipa oder den Colca Canyon auslassen.

Um Land und Leute wirklich kennenzulernen, solltest du mindestens vier Wochen für eine Peru Rundreise einplanen. Wie immer gilt: Je mehr Zeit, desto besser.

Wann ist die beste Reisezeit für Peru?

Da es aufgrund der Höhenunterschiede unterschiedliche Klimazonen in Peru gibt, lässt sich die beste Reisezeit nur schwer festlegen. Möchtest du Badeurlaub an der Pazifikküste machen, eignen sich vor allem die Monate von Dezember bis April. Von Mai bis September herrscht Trocken- und gleichzeitig Winterzeit in Peru. Dies sind die besten Monate für Wanderungen in den Anden und somit auch für den Besuch von Machu Picchu.

Die peruanische Sommerzeit ist von November bis März. In den Anden sowie in der Amazonas Region bedeutet dies Regenzeit. Du sollest mit heftigen Regenfällen rechnen, hast dafür aber auch eine wundervolle üppige Vegetation und höhere Chancen auf Tiersichtungen im Regenwald. Die touristische Hochsaison für eine Peru Rundreise ist zwischen Juni und August. In dieser Zeit reisen die meisten Europäer nach Peru.

Wie vermeide ich die Höhenkrankheit?

Viele Orte, die du während deiner Peru Rundreise besuchen wirst, liegen über 3.000 Meter. Hier kann die Höhenkrankheit zuschlagen. Vermeiden kannst du sie nicht. Um dich jedoch an die Höhe zu gewöhnen, solltest du deinem Körper immer genügend Zeit zur Akklimatisierung geben, ausreichend Wasser trinken und nichts überstürzen. Damit meine ich auch einfaches Treppensteigen. Gehe lieber langsam, um Schwindel, Herzrasen und Übelkeit vorzubeugen. Du wirst schnell merken, wie dünn die Luft ist.

In Restaurants und Hotels wird außerdem oft der berühmte Koka Tee angeboten, den du auf deiner Peru Rundreise ohnehin unbedingt probieren solltest. Das Kauen von Koka Blättern und das Trinken von Koka Tee ist eine Jahrhunderte alte Tradition in den Anden. Es soll Hungergefühl und Müdigkeit verdrängen und durch die erhöhte Sauerstoffaufnahme auch gegen die Höhenkrankheit wirken. Probier’s aus!

Was sollte ich für eine Peru Rundreise einpacken?

Da du verschiedene Höhenlagen und Klimazonen durchreist, solltest du für sämtliche Wettersituationen und Temperaturunterschiede gerüstet sein. Wer den Amazonas Regenwald besuchen möchte, sollte zum Beispiel leichte, dünne Kleidung, ein gutes Mückenspray und eine Sonnenbrille dabei haben. Am Titicacasee hingegen ist es so kalt, dass du warme Kleidung und Wollsocken benötigst.

Was außerdem nicht in deinem Reisegepäck fehlen sollten: eine Regenjacke, gute Wanderschuhe, Pullover oder Fleecejacke, Tagesrucksack für Ausflüge und Wanderungen, Weltreiseadapter und Kameraausrüstung.

Wenn du weitere Fragen zur Peru Rundreise hast, hinterlasse gerne einen Kommentar unter diesem Beitrag.


Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit der Kommission zur Förderung von Exporten und Tourismus in Peru (PROMPERU).


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5 Kommentare
  • Hallo Julia,

    dein Blogpost über Peru gefällt mir irrsinnig gut 🙂 und ich kann es kaum erwarten dorthin zu fliegen! Wir werden Ende März nach Peru fliegen und wollen natürlich zum Machu Picchu wandern. Kannst du mir Infos geben bzgl. der Zugreise (bis wohin?) und Wanderung (wie lange dauert die letzte Etappe?) sowie zu Übernachtungsmöglichkeiten am Gipfel? Das wäre ganz toll 🙂 VIELEN DANK!!!!
    Liebe Grüße,
    Viktoria

  • Hallo Julia,
    danke für deinen tollen reisebericht nach Peru!
    Ich habe heute mit Intrepid gesprochen. Dort wurde mir gesagt, dass diese 1-Tageswanderungen zum Sonnentor gar nicht durch sie angeboten werden würden… Habe ich da in deinem Beitrag vllt was falsch verstanden oder kannst du mir vllt anders weiterhelfen, dass genauer zu erörtern? Bin nämlich auf der Suche nach genau diesem Ausflugspaket.

    Liebste Grüße,
    Alice

    • Hallo Alice,
      meine Reise nach Peru wurde zwar von Intrepid Travel organisiert, aber scheinbar haben sie aus Zeitgründen Ausflüge mit uns unternommen, die sie in der Form gar nicht anbieten. Marketingtechnisch macht das natürlich wenig Sinn. Ich würde dir deshalb raten, die Tour unabhängig von Intrepid zu buchen.
      Liebe Grüße,
      Julia

  • Hallo Julia,
    sehr, sehr schöne Texte und wunderbar fotografierte Bilder dazu. Wir planen auch, von Cusco nach Ollantaytambo zu fahren, um dort zu übernachten. Würdest Du empfehlen, diese Strecke mit einem Taxi/Minivan zu fahren, um auch noch die Salzterrassen Salineras de Maras zu besuchen?
    Mit dem Zug geht es m.E. nicht nach Ollantaytambo – offenbar halten die da nicht – sondern fahren gleich weiter nach Agua calientes?
    Beste Grüße,
    Klaus

  • Wow, was für ein atemberaubender und fesselnder Beitrag liebe Julia! Sowohl die Bilder als auch deine Berichte zu den einzelnen Sehenswürdigkeiten waren umso faszinierender. Eines Tages werde ich es hoffentlich auch mal schaffen eine Peru Rundreise zu wagen. <3

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