Höhenkrankheit in Peru: Die Symptome plus 10 Tipps, die wirklich helfen

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Höhenkrankheit in Peru ist ein Thema, mit dem du dich vor deiner Reise befassen solltest, denn viele beliebte Orte, wie Cusco oder der Titicacasee, liegen auf über 3.000 Metern und es kann passieren, dass dein Körper mit Kopfschmerzen, Schwindel oder Übelkeit auf die Höhe reagiert.

In diesem Beitrag erfährst du, wie du der Höhenkrankheit in Peru wirksam vorbeugen kannst. Wir verraten dir, was wirklich hilft, wenn leichte Symptome auftreten und was im Notfall zu tun ist.

Höhenkrankheit in Peru

Die peruanischen Anden gehören zur längsten Gebirgskette der Erde. Ihr höchster Gipfel, der Nevado Huascarán, erreicht stolze 6.768 Meter. Wer Peru bereisen möchte, hält sich deshalb oft in extremen Höhen auf. Viele Städte und Sehenswürdigkeiten liegen zwischen 3.000 und 4.000 Metern über dem Meeresspiegel, so zum Beispiel die ehemalige Inka Hauptstadt Cusco oder der Titicacasee.

Bei Trekking Touren kommst du oft sogar noch höher. Auf dem Inka Trail wanderst du zum Beispiel über Pässe mit bis zu 4.200 Metern und beim Salkantay Trek erreichst du eine Höhe von 4.600 Metern.

Ab etwa 2.500 Metern kann der Körper bereits mit Symptomen der Höhenkrankheit reagieren. In Peru wird diese Soroche genannt.

Machu Picchu liegt übrigens „nur“ auf 2.430 Metern Höhe. Das Risiko an der Höhenkrankheit zu erkranken ist hier relativ gering.

Hoehenkrankheit in Peru am Titicacasee
Der Titicacasee liegt auf über 3.800 Metern Höhe.

Was ist die Höhenkrankheit eigentlich?

Die Höhenkrankheit kann auftreten, wenn du zu schnell in große Höhenlagen ab 2.500 Metern kommst und dein Körper keine Zeit hat, sich an den geringeren Luftdruck anzupassen.

Auf dem Berg spricht man häufig von „dünner Luft“, doch eigentlich ist die Luft gar nicht dünner, sondern vielmehr sinkt der Luftdruck und dadurch gelangt bei einem Atemzug weniger Sauerstoff in die Lunge und ins Blut als in niedrigeren Höhenlagen.

Einfach ausgedrückt ist die Höhenkrankheit also eine Unterversorgung mit Sauerstoff.

Bei Unterversorgung startet der Körper automatisch ein Notprogramm: Atmung und Puls steigen, um den Sauerstoffmangel auszugleichen. Gibst du deinem Körper nicht genügend Zeit, um sich an die Höhe zu gewöhnen, zeigen sich die ersten Symptome der Höhenkrankheit. Kommt dann noch körperliche Anstrengung hinzu, wird dein System zusätzlich belastet.

Was sind die Symptome der Höhenkrankheit in Peru?

Wird der Körper in der Höhe nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt, können Symptome der Höhenkrankheit auftreten. Typische Symptome der Höhenkrankheit sind:

  • Kopfschmerzen (meistens das erste Anzeichen)
  • Schwindel oder Benommenheit
  • Übelkeit, manchmal auch Erbrechen
  • Appetitlosigkeit
  • Müdigkeit und allgemeine Schwäche
  • Kurzatmigkeit, schneller Puls (auch bei wenig Anstrengung)
  • Schlafprobleme, unruhiger Schlaf
  • Konzentrationsprobleme

In sehr seltenen Fällen kann sich Flüssigkeit in der Lunge (Höhenlungenödem) oder im Gehirn (Höhenhirnödem) ansammeln. Unbehandelt kann die Höhenkrankheit dann sogar lebensbedrohlich werden.

Aber keine Sorge: Mit unseren Tipps bist du bestens gegen die Höhenkrankheit in Peru gewappnet und kannst deine Reise auch in höheren Lagen voll und ganz genießen.

Wen kann die Höhenkrankheit treffen?

Die Höhenkrankheit kann jeden treffen und hat nichts damit zu tun, ob du sportlich oder fit genug bist. Sie kann junge und trainierte Menschen erwischen, genauso wie ältere oder weniger aktive Reisende. Jeder Körper reagiert anders. Manche Menschen sind extrem anfällig für die Höhenkrankheit, andere wiederum merken gar nichts.

Entscheidend ist vor allem, wie schnell du in große Höhen aufsteigst. Fliegst du zum Beispiel von der Hauptstadt Lima, die auf 161 Metern liegt, nach Cusco auf rund 3.400 Metern, hat dein Körper keine Zeit, sich an den Höhenunterschied zu gewöhnen und reagiert häufig mit Symptomen der Höhenkrankheit.

Hoehenkrankheit auf dem Salkantay Trek in Peru
Der Salkantay Trek führt dich auf 4.600 Meter hinauf.

Unsere Tipps gegen Höhenkrankheit in Peru

Die gute Nachricht ist: In den meisten Fällen sind die Symptome der Höhenkrankheit in Peru harmlos und verschwinden nach ein bis zwei Tagen wieder. Mit unseren Tipps kannst du Soroche gut vorbeugen und deinem Körper helfen, sich an die Höhe zu gewöhnen.

1. Trainiere deinen Körper (wenigstens ein bisschen)

Die Höhenkrankheit kann, wie bereits erwähnt, jeden treffen, egal ob du sportlich oder eher gemütlich unterwegs bist. Trotzdem schadet es nicht, deinen Körper auf die Reise nach Peru vorzubereiten, vor allem dann, wenn du anspruchsvolle Trekking Touren, wie den Inka Trail oder den Salkantay Trek machen möchtest.

Eine gute Grundfitness schützt dich zwar nicht automatisch vor der Höhenkrankheit in Peru, aber sie hilft dir enorm dabei, die körperliche Belastung in der Höhe besser wegzustecken. Wenn du bereits an längere Wanderungen mit vielen Höhenmetern gewöhnt bist, fühlst du dich unterwegs in der Regel deutlich stabiler und kommst entspannter ans Ziel.

Aber keine Panik, du musst kein Extremsportler sein. Eine gesunde Ausdauer und Fitness reichen für die meisten Treks in Peru vollkommen aus.

2. Plane deine Reiseroute so, dass dein Körper sich an die Höhe gewöhnen kann

Der wichtigste Tipp gegen Höhenkrankheit in Peru ist eine gute Akklimatisierung. Plane deine Reiseroute deshalb so, dass du nicht direkt von 0 auf über 3.000 Meter springst, sondern deinem Körper Zeit gibst, sich Schritt für Schritt an die Höhe und den geringeren Luftdruck zu gewöhnen.

Wenn du zum Beispiel von Lima (Meereshöhe) direkt nach Cusco fliegst, kann es sein, dass dir die Höhe Probleme bereitet. Besser ist es, mit dem Bus über Land zu reisen und langsam immer höher zu fahren oder von Lima aus erst ein Reiseziel auszuwählen, das niedriger liegt als Cusco. So kann sich dein Körper nach und nach anpassen und das Risiko für Höhenkrankheit ist deutlich geringer.

Aus Erfahrung empfehlen wir dir, von Lima zuerst nach Arequipa auf 2.335 Meter zu reisen, um entspannt in moderater Höhe anzukommen. Danach kannst du weiter Richtung Colca Canyon und erst im Anschluss nach Cusco oder zum Titicacasee auf 3.812 Metern über dem Meeresspiegel fahren.

3. Lass es bewusst ruhig angehen

Die meisten Menschen unterschätzen, wie anstrengend es ist, sich in großen Höhen zu bewegen. Auch wenn du während deiner Peru Rundreise möglichst viel erleben möchtest, empfehlen wir dir, es in den ersten Tagen bewusst ruhig anzugehen.

Plane anstrengende Highlights wie den Inka Trail, den Salkantay Trek oder die Rainbow Mountain Tour* deshalb nicht direkt für die ersten Tage nach deiner Ankunft in Peru ein, sondern starte lieber mit leichteren Aktivitäten. Vielleicht schlenderst du entspannt durch Arequipa, nimmst an einem peruanischen Kochkurs* teil oder badest in den heißen Quellen im Heiligen Tal, bevor du dich an eine mehrtägige Wanderung in extremer Höhe wagst.

Ganz wichtig: Geh langsam, mach öfter Pausen, hör auf deinen Körper und versuch nicht, mit anderen Mitreisenden mitzuhalten, denn jeder passt sich unterschiedlich schnell an die Höhe an.

4. Versorge deinen Körper mit viel Wasser

Um der Höhenkrankheit in Peru vorzubeugen, ist eine hohe Flüssigkeitszufuhr super wichtig. Je nach Aktivität, wird empfohlen, etwa drei Liter Wasser über den Tag verteilt zu trinken. Achte darauf, dass du nicht erst dann trinkst, wenn du durstig bist.

Weil bei hohem Wasserkonsum wichtige Mineralien und Nährstoffe schneller verloren gehen, kann es sinnvoll sein, zwischendurch Elektrolyte ohne Zucker* zu dir zu nehmen. Kleine Sticks oder Beutel kannst du wunderbar mit nach Peru nehmen und täglich mit sauberem Trinkwasser in deiner wiederverwendbaren Trinkflasche* mischen.

5. Trinke Kokatee gegen die Höhenkrankheit in Peru

Die Blätter der Kokapflanze gelten in Peru seit Jahrhunderten als traditionelles Heilmittel. Schon die Inka nutzten sie bei Zeremonien als Opfergabe für die Götter und zur Bekämpfung der Höhenkrankheit.

Noch heute kauen viele Einheimische Kokablätter, weil sie den Magen beruhigen und den Kreislauf in der Höhe stabilisieren können. Sie enthalten Calcium, Proteine, Eisen sowie Vitamin A und B und liefern somit Mineralstoffe und Vitamine, die der Körper in der Höhe gut gebrauchen kann.

Für Reisende ist das Trinken von Kokatee oft der einfachste Einstieg. Die meisten Hotels in Peru bieten morgens frisch aufgebrühten Mate de Coca zum Frühstück an. Probier’s unbedingt aus!

Kokablaetter gegen Hoehenkrankheit in Peru
Kokatee gegen Hoehe in Peru

Insiderwissen

Kokablätter enthalten 0,5 bis 2,5% natürliche Alkaloide, aus denen in einem aufwendigen chemischen Prozess Kokain hergestellt werden kann. Eine berauschende Wirkung bleibt beim Trinken von Kokatee jedoch aus.

6. Vermeide schwere, fettige Mahlzeiten

In der Höhe reagiert der Körper oft sensibler, auch beim Essen. Viele Menschen haben weniger Appetit oder ein flaues Gefühl im Magen und deshalb sind schwere Mahlzeiten am Anfang keine gute Idee.

Wähle statt fettigem Fleisch oder frittiertem Zeug lieber Gemüse mit Reis oder Kartoffeln. Leichtes Essen, das nicht ewig im Magen liegt, entlastet die Verdauung und kann dazu beitragen, dass Übelkeit und allgemeines Unwohlsein nicht noch schlimmer werden.

Zum Wandern in den Anden kannst du zum Beispiel Bananen, Energieriegel* und Nüsse mitnehmen. Wenn du merkst, dass leichte Symptome der Höhenkrankheit einsetzen, kann ein gesunder Snack zwischendurch helfen, deinen Kreislauf zu stabilisieren.

7. Verzichte auf Alkohol

Auch wenn ein Pisco Sour in Peru natürlich sehr verlockend ist, solltest du in den ersten Tagen in der Höhe besser auf Alkohol verzichten, um der Höhenkrankheit vorzubeugen. Dein Körper ist mit der Akklimatisierung schon genug beschäftigt und Alkohol kann diese Anpassung zusätzlich erschweren.

Außerdem wirkt Alkohol in großer Höhe oft schneller und stärker, als du es gewohnt bist. Gleichzeitig kann er deinen Schlaf verschlechtern und dazu beitragen, dass du schneller dehydrierst, was Kopfschmerzen und Unwohlsein noch verstärken kann. Warte mit dem ersten Drink also lieber, bis du dich an die Höhe gewöhnt hast.

8. Schütze dich vor der Sonne

Aufgrund der Höhe ist die UV Strahlung in den Anden deutlich stärker als auf Meereshöhe und deine Haut verbrennt sogar an kühlen oder bewölkten Tagen ohne es zu merken.

Das ist nicht nur schädlich, sondern kann deinen Körper zusätzlich belasten. Erschöpfung, Unwohlsein und manchmal sogar leichtes Fieber sind typische Folgen, die sich in der Höhe noch intensiver anfühlen.

Damit du Haut und Kopf gut schützt, gehören Sonnencreme mit hohem LSF, Sonnenbrille sowie eine Kappe oder ein Hut in Höhenlagen immer ins Tagesgepäck. Ansonsten droht im schlimmsten Fall neben der Höhenkrankheit in Peru auch noch ein Sonnenstich.

9. Schlafe ausreichend

Guter Schlaf ist in Peru ein echter Gamechanger, denn dein Körper arbeitet auf Hochtouren, um sich an den geringeren Luftdruck in der Höhe anzupassen und dafür braucht er Erholung.

Auch wenn du abends vielleicht noch voller Eindrücke bist, solltest du versuchen, früh ins Bett zu gehen und dir genug Schlaf zu gönnen. Wer übermüdet ist, steckt die Höhe nämlich oft schlechter weg und fühlt sich am nächsten Tag schneller schlapp.

Versuche nach dem langen Flug von Deutschland nach Peru möglichst schnell in den peruanischen Tag-Nacht-Rhythmus zu finden. Peru ist, je nach Jahreszeit, 6 bis 7 Stunden hinter Deutschland.

In der Höhe ist es völlig normal, dass du unruhiger schläfst, häufiger aufwachst oder dich morgens nicht ganz so erholt fühlst wie sonst. 

10. Nutze Sauerstoff, wenn nötig

Wenn du in großer Höhe unterwegs bist und die Höhenkrankheit tatsächlich zuschlägt, kann zusätzlicher Sauerstoff kurzfristig Erleichterung bringen. Viele Hotels in Cusco und im Hochland bieten Sauerstoffflaschen oder -geräte für Gäste an, die unter starken Kopfschmerzen oder Atemnot leiden. Frage im Notfall einfach an der Rezeption nach.

In einigen Unterkünften kannst du sogar Zimmer mit zusätzlicher Sauerstoffversorgung buchen, bei denen der Sauerstoffgehalt in der Luft leicht erhöht wird, um das Atmen zu erleichtern.

Solche Angebote ersetzen zwar nicht die wichtigste Maßnahme gegen Höhenkrankheit, aber sie können dir in akuten Momenten helfen, dich kurzfristig besser zu fühlen und Symptome wie extreme Kurzatmigkeit oder Kopfschmerzen zu lindern.

Möchtest du bei Wanderungen gegen die Höhenkrankheit gewappnet sein, kann auch Sauerstoff in der Dose* helfen.

Tipps gegen Hoehenkrankheit Peru
Oxishot gegen Hoehenkrankheit in Peru

Tipps für den Notfall bei Höhenkrankheit in Peru

In der Regel lassen sich die Symptome der Höhenkrankheit in Peru mit unseren Tipps gut vorbeugen oder zumindest mildern. Sollten die Beschwerden jedoch stärker werden, zum Beispiel mit starkem Fieber, Atemnot, Unsicherheit beim Gehen, sehr starken Kopfschmerzen oder Erbrechen, solltest du umgehend medizinische Hilfe holen und dich mit Sauerstoff versorgen lassen.

Da die Höhenkrankheit im schlimmsten Fall lebensgefährlich werden kann, gilt im Notfall: So schnell wie möglich absteigen und das auf keinen Fall alleine, sondern in Begleitung. Meistens verbessern sich die Symptome schon deutlich, sobald du ein paar hundert Höhenmeter verlierst.

Häufig gestellte Fragen zur Höhenkrankheit in Peru

Gibt es Tabletten gegen die Höhenkrankheit?

Ja, es gibt sogenannte Soroche Tabletten, die in Peru rezeptfrei in der Apotheke verkauft werden. Weil die Zusammensetzung je nach Produkt unterschiedlich sein kann und heftige Nebenwirkungen möglich sind, solltest du sie nur im Notfall und am besten nach Rücksprache mit einem Arzt oder einer Ärztin einnehmen. Wenn du bestimmte Medikamente nicht verträgst oder Vorerkrankungen hast, lass dich unbedingt vorher beraten und nimm nicht einfach irgendein Präparat „auf gut Glück“.


Wie lange dauert die Höhenkrankheit?

Leichte Symptome der Höhenkrankheit verschwinden in der Regel nach zwei bis drei Tagen, sobald sich dein Körper an die Höhe gewöhnt hat. Wenn es nicht besser oder gar schlimmer wird, solltest du nicht weiter aufsteigen und ärztlichen Rat einholen.


Ab welcher Höhe bekommt man Höhenkrankheit?

Die Höhenkrankheit kann ab etwa 2.500 Metern auftreten, bei manchen Menschen auch schon früher. Symptome zeigen sich meist, wenn du ohne Akklimatisierung zu schnell auf über 3.000 Meter aufsteigst, zum Beispiel per Flug von Lima nach Cusco.


Ist Machu Picchu gefährlich wegen der Höhe?

Die Ruinenstadt Machu Picchu liegt auf 2.430 Metern und damit deutlich niedriger als Cusco oder der Titicacasee. Das Risiko für Höhenkrankheit ist in Machu Picchu deshalb eher gering.


Hilft Kokatee gegen die Höhenkrankheit?

Viele Reisende empfinden Kokatee als angenehm und hilfreich, vor allem gegen ein flaues Gefühl im Magen oder leichte Beschwerden. Das Trinken von Kokatee ersetzt jedoch keine Akklimatisierung und hilft nicht zuverlässig bei starken Symptomen.


Was ist der wichtigste Tipp bei Höhenkrankheit?

Der wichtigste Tipp bei Höhenkrankheit lautet: Nicht weiter aufsteigen. Wenn die Symptome stärker werden, hilft oft nur Ruhe, zusätzlicher Sauerstoff und vor allem ein sicherer Abstieg in niedrigere Lagen.


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