Jakobsweg Erkenntnisse: 10 Dinge, die mich der Camino fürs Leben gelehrt hat

Jakobsweg Erkenntnisse
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Als ich alleine mit meinem Rucksack in Porto loslief, wusste ich nicht, was mich auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela erwarten würde. Wem werde ich unterwegs begegnen? Wie wird mein Körper die langen Etappen verkraften? Und was wird diese Pilgerreise am Ende mit mir machen?

Dass mich der Camino Portugues tatsächlich verändern würde, damit habe ich nicht gerechnet und trotzdem hat der Jakobsweg meinen Blick auf viele Dinge verändert. Zum Beispiel auf Vertrauen, auf den Glauben an Gott, auf das Alleinsein, auf die Schnelllebigkeit meines Lebens und darauf, wie wenig es eigentlich braucht, um glücklich zu sein.

Ich hatte unterwegs sehr viel Zeit zum Nachdenken und hielt meine Gedanken in einem kleinen Notizbuch fest. Viele davon wirken in meinem Alltag bis heute nach. In diesem Beitrag teile ich die zehn wichtigsten Erkenntnisse, die ich von meiner Pilgerreise auf dem Jakobsweg mit nach Hause genommen habe.

Der Jakobsweg braucht keine perfekte Vorbereitung

Während meiner Pilgerreise auf dem Camino Portuguese habe ich einige Menschen kennengelernt, die sich monatelang auf den Jakobsweg vorbereitet haben. Ihre Etappen waren bis ins kleinste Detail durchgeplant, die Unterkünfte waren lange im Voraus gebucht und keine Entscheidung wurde dem Zufall überlassen.

Ich möchte nicht darüber urteilen, ob solch eine akribische Vorbereitung richtig oder falsch ist, denn schließlich ist jeder Mensch anders. Einigen Pilgern gibt es zum Beispiel Sicherheit, vorher genau zu wissen, wie viele Kilometer sie am Tag gehen und wo sie übernachten, während andere lieber spontan entscheiden und sich möglichst viele Optionen offenhalten.

Meine erste Jakobsweg Erkenntnis ist, dass es keine perfekte Vorbereitung braucht, denn je weniger du im Voraus festlegst, desto mehr Raum entsteht für Spontanität und Freiheit. Ich hatte nur meinen Flug nach Porto* gebucht, die erste Unterkunft* reserviert und einen Wanderführer* gekauft. Alles andere ließ ich bewusst offen.

So konnte ich jeden Tag neu entscheiden, was sich gerade richtig anfühlt, wie weit ich gehen, wo ich übernachten oder ob ich vielleicht einfach mal länger an einem Ort bleiben wollte.

Pilgerpass Credencial del Peregrino
Das habe ich auf dem Jakobsweg gelernt

Hinweis

Natürlich ist eine gewisse Vorbereitung auf den Jakobsweg sinnvoll. Wer noch nie längere Strecken gewandert ist, sollte zum Beispiel die Wanderschuhe* vorher einlaufen und den Körper langsam an die Belastung gewöhnen. Wenn Wandern aber ohnehin zu deinem Alltag gehört und du kein neues Equipment kaufen musst, dann braucht es aus meiner Sicht nicht viel Vorbereitung.

Vertraue dem Jakobsweg

Ein schönes Sprichwort sagt: „Der Jakobsweg gibt dir nicht das, was du willst, sondern das, was du gerade brauchst“ und genau so habe ich meine Pilgerreise auf dem Camino Portuguese erlebt.

Ich bin ein Mensch, der viel nachdenkt und gleichzeitig die wichtigsten Entscheidungen aus dem Bauch heraus trifft. Von Anfang an hatte ich mir deshalb vorgenommen, stets meinem Herzen zu folgen und alles auf mich zukommen zu lassen. Ich vertraute darauf, dass alles so kommen wird, wie es sein soll und genauso war es auch.

Nicht jeder Tag auf dem Jakobsweg verläuft so, wie man ihn sich vorgestellt hat. Manchmal ist eine Unterkunft ausgebucht, das Wetter macht einem einen Strich durch die Rechnung oder man ist körperlich angeschlagen und schafft die geplante Etappe nicht. Doch es findet sich immer eine Lösung. Rückblickend war die Lösung sogar meist besser als das, was ich mir ursprünglich gewünscht hatte.

Eine meiner wichtigsten Erkenntnisse auf dem Jakobsweg ist deshalb Vertrauen.

Vielleicht klingt das für dich ein wenig spirituell. Für mich war es vor allem eine Erinnerung daran, dass Vertrauen nicht nur auf dem Jakobsweg wichtig ist. Auch im Leben wissen wir selten, wohin uns unser Weg führen wird. Wir können Pläne schmieden, Möglichkeiten abwägen und versuchen, alles unter Kontrolle zu halten. Doch manchmal müssen wir einfach losgehen und darauf vertrauen, dass sich der nächste Schritt ganz von allein zeigt.

Jeder geht seinen eigenen Weg

Auf dem Jakobsweg begegnen dir täglich Menschen, die schneller oder langsamer unterwegs sind als du. Manche laufen 15 Kilometer, andere 35 Kilometer pro Tag. Die einen starten schon vor Sonnenaufgang, die anderen schlafen aus und genießen erst einmal in Ruhe einen Kaffee. Automatisch beginnt man, sich mit anderen zu vergleichen oder sich sogar verunsichern zu lassen.

Dabei ist es eine sehr wichtige Erkenntnis, dass alle die gleiche Strecke nach Santiago de Compostela laufen, aber jeder seinen eigenen Weg finden muss. Es gibt in diesem Fall weder richtig noch falsch.

Du allein entscheidest, wie schwer dein Rucksack ist, wie viele Kilometer du an einem Tag laufen möchtest, ob du in einer einfachen Pilgerherberge übernachten oder dir ein Einzelzimmer gönnen möchtest, ob du lieber eine lange Pause oder mehrere kurze einlegst. Niemand kann diese Entscheidungen für dich treffen.

Ich habe auf dem Camino gelernt, auf meinen Körper zu hören, mein eigenes Tempo zu finden und meinem eigenen Urteilsvermögen zu vertrauen. Diese Erkenntnis reicht weit über den Jakobsweg hinaus, denn auch im Alltag vergleichen wir uns ständig mit anderen, orientieren uns an ihren Entscheidungen oder lassen uns von Erwartungen beeinflussen. Dabei ist es so wichtig, auf die eigene innere Stimme zu hören, denn am Ende muss niemand anderes meinen Weg gehen. Nur ich selbst.

Jakobsweg Erkenntnisse fürs Leben

Du brauchst wirklich nur das Nötigste

Ein sehr wahres Sprichwort auf dem Jakobsweg lautet: "Je schwerer der Rucksack, desto größer die Angst“, denn wer viel einpackt hat tief im Inneren meist Angst davor, unvorbereitet zu sein, mit Unbequemlichkeit konfrontiert zu werden oder andere Menschen um Hilfe bitten zu müssen und will sich gegen jede Eventualität absichern.

Doch wer zu viel Last auf den Schultern trägt, bekommt früher oder später die Quittung in Form von körperlichen Beschwerden. Diese Erfahrung habe ich selbst gemacht und dabei gelernt, wie gut es tut, sich von überflüssigem Ballast zu befreien.

Ich lernte auf auf dem Jakobsweg, dass ich lediglich zwei Outfits für zwölf Tage brauchte. Während ich das eine trug, wurde das andere gewaschen. Auch auf Schminke, einen Föhn und viele andere Dinge, die ich in meinem Alltag zu brauchen glaubte, konnte ich auf dem Jakobsweg verzichten und habe nichts davon vermisst.

Der Jakobsweg hat mir dadurch wieder einmal gezeigt, wie wenig man eigentlich braucht, um glücklich zu sein. Und wenn doch mal etwas fehlen sollte: Der Camino Portuguese führt nicht durch unberührte Wildnis, sondern durch Dörfer und belebte Städte mit Supermärkten, Apotheken und kleinen Geschäften, in denen sich unterwegs alles problemlos besorgen lässt.

Der Jakobsweg führt durch Orte, in denen man alles nachkaufen kann
Unterwegs lässt sich alles Wichtige besorgen
Jakobsweg Erkenntnisse Du brauchst nur das Nötigste
Das Nötigste passt in einen Rucksack

Auf dem Jakobsweg wird das Leben langsamer

In meinem Job gehört es dazu, möglichst viele Erlebnisse in möglichst kurzer Zeit zu sammeln. Mein Alltag ist deshalb oft extrem schnell. So schnell, dass ich in einem Monat manchmal mehr erlebe, als andere in einem ganzen Jahr. Darauf bin ich nicht stolz. Im Gegenteil: Immer häufiger sehne ich mich danach, auf Pause zu drücken und aus dieser schnelllebigen Welt auszusteigen.

Ich denke, dass der Jakobsweg mich genau deshalb gerufen hat, denn auf dem Camino wird das Leben plötzlich von ganz alleine langsamer. Pilgern ist für mich Slow Travel in seiner ursprünglichsten Form. Es gibt kein schneller, höher, weiter. Wenn ich von einem Ort zum nächsten möchte, muss ich jeden einzelnen Kilometer aus eigener Kraft zurücklegen. Ich kann den Weg nicht abkürzen oder beschleunigen. Ich kann nur einen Fuß vor den anderen setzen und gehen.

Dadurch verändert sich auch die Wahrnehmung, denn zu Fuß nehme ich meine Umgebung viel intensiver wahr als aus einem Auto oder Flugzeug. Ich rieche den Duft eines Eukalyptuswaldes, höre das Zwitschern der Vögel und meine eigenen Schritte auf dem Schotter. Entfernungen bekommen wieder eine Bedeutung und selbst kleinste Veränderungen in der Landschaft fallen plötzlich auf.

Der norwegische Philosoph Erling Kagge bringt dieses Gefühl in seinem Buch Gehen, weiter gehen* wunderbar auf den Punkt: "Das Leben dauert länger, wenn man geht. Gehen verlängert jeden Augenblick."

Alleine zu gehen bedeutet nicht einsam zu sein

Wenn ich jemals in meinem Leben den Jakobsweg gehen werde, dann nur alleine. Das war mir von der ersten Sekunde an klar und ich habe nie an dieser Entscheidung gezweifelt, denn ich bin feste davon überzeugt, dass der Camino ein Weg ist, den man zumindest ein Stück weit für sich alleine gehen sollte.

Der Sinn des Pilgerns liegt für mich darin, Zeit mit sich selbst zu verbringen ohne ständig von außen abgelenkt zu werden, denn Ablenkung haben wir alle in unserem hektischen Alltag mehr als genug.

Alleine unterwegs zu sein bedeutet außerdem Freiheit. Du entscheidest selbst, wann du morgens losgehen möchtest, wie schnell du läufst, wann und wo du eine Pause einlegen möchtest. Du muss auf niemanden warten und zur Abwechslung mal keine Rücksicht auf andere nehmen, denn es geht mal nur darum, deinen eigenen Rhythmus zu finden und auf dein Herz zu hören.

Und obwohl die meisten auf dem Jakobsweg alleine unterwegs sind, muss sich niemand einsam fühlen, denn beim Laufen kommst du automatisch mit anderen ins Gespräch und kannst entscheiden, wie viel Gesellschaft dir gut tut. Du kannst eine Weile mit jemandem gemeinsam laufen und dich danach wieder verabschieden. Du kannst einen Abend mit anderen Pilgern verbringen und am nächsten Morgen alleine weiterziehen.

Und wenn du gerade Ruhe brauchst, musst du das niemandem erklären, denn auf dem Jakobsweg kannst du beides haben: Zeit für dich alleine und gleichzeitig das Gefühl, Teil einer Gemeinschaft zu sein.

Was ich auf dem Jakobsweg gelernt habe
Jakobsweg Erkenntnisse alleine gehen bedeutet nicht einsam sein

Hinweis

Auch als alleinreisende Frau habe ich mich auf dem Camino Portuguese zu keiner Zeit unsicher gefühlt. Ganz im Gegenteil: Ich habe unglaublich liebe Menschen getroffen und ausschließlich gute Erfahrungen gemacht.

Der Jakobsweg ist nicht immer landschaftlich reizvoll

Vor meiner Reise hatte ich mir den Jakobsweg ehrlicherweise viel romantischer vorgestellt. Ich dachte an wunderschöne Landschaften, einsame Pfade, kleine Dörfer und kilometerlange Wege durch die Natur. Und natürlich gibt es all das. Die Realität sieht zwischendurch aber auch ganz anders aus.

Einige Etappen führen an viel befahrenen Straßen entlang, durch monotone Landschaften und hässliche Industriegebiete. Statt Meeresrauschen hörte ich manchmal stundenlang Autolärm und statt über idyllische Waldwege lief ich teilweise über Asphalt. Zugegeben, das war hin und wieder nicht nur enttäuschend, sondern vor allem herausfordernd.

Besonders deutlich wurde mir das, als ich in Vigo stundenlang durch die laute, hektische Großstadt lief. An diesem Tag kam ich körperlich und mental an meine Grenzen. Gleichzeitig wurde mir bewusst, dass der Camino keine sorgfältig kuratierte Wanderroute ist, die ausschließlich die schönsten Landschaften miteinander verbindet. Er ist ein jahrhundertealter Pilgerweg, der durch Orte führt, wie sie eben sind.

Auch die weniger schönen Streckenabschnitte gehören zum Jakobsweg, genauso wie die spektakulären Küstenwege, die grünen Wälder und die kleinen portugiesischen Dörfer, an die ich mich heute so gerne zurückerinnere.

Vielleicht steckt darin eine meiner wichtigsten Jakobsweg Erkenntnisse: Auch im Leben können wir uns nicht immer nur die schönen Abschnitte aussuchen. Manche sind anstrengend, herausfordernd, eintönig oder ganz anders, als wir sie uns vorgestellt haben und trotzdem gehören sie dazu. Auf dem Camino genauso wie im Leben. Und vielleicht wissen wir gerade deshalb die schönen Abschnitte umso mehr zu schätzen.

Der Jakobsweg ist nicht immer nur schön
Der Jakobsweg führt teilweise an Straßen entlang

Auf dem Jakobsweg bist du einfach ein Pilger

Auf dem Jakobsweg spielt es plötzlich keine große Rolle mehr, welchen Beruf du ausübst, wie alt du bist, woher du kommst, welche Sprache du sprichst, woran du glaubst oder wie viel Geld du besitzt.

Menschen aus der ganzen Welt, die sich im normalen Leben vielleicht nie begegnet wären, folgen denselben gelben Pfeilen und verfolgen für eine Weile dasselbe Ziel. Niemand stellt seinen Reichtum zur Schau, alle tragen nur das Nötigste bei sich und viele der Dinge, über die wir uns im Alltag definieren, verlieren plötzlich an Bedeutung.

Stattdessen zählen ganz andere Dinge. Man grüßt sich mit „Buen Camino“, läuft ein Stück gemeinsam, trinkt einen Kaffee zusammen, teilt Erfahrungen oder trifft sich einige Tage später irgendwo auf dem Weg zufällig wieder. Dabei entstehen Begegnungen zwischen Menschen, deren Lebenswelten kaum unterschiedlicher sein könnten und die trotzdem etwas verbindet.

Am Ende tragen wir alle unseren Rucksack, setzen einen Fuß vor den anderen und sind einfach Pilger auf dem Weg nach Santiago de Compostela.

Erkenntnisse auf dem Jakobsweg
Muss man auf dem Jakobsweg religiös sein?

Man muss nicht religiös sein, um den Jakobsweg zu gehen

Der Jakobsweg ist ein christlicher Pilgerweg, der zum Grab des Apostels Jakobus in der Kathedrale von Santiago de Compostela führt. Seit mehr als tausend Jahren pilgern Gläubige dorthin, um das Grab zu verehren, Buße zu tun oder ein Gelübde zu erfüllen. Der christliche Glaube ist also tief in der Geschichte des Camino verwurzelt.

Trotzdem ist er keine Voraussetzung, um den Jakobsweg gehen zu dürfen. Heute sind die Beweggründe für eine Pilgerreise nämlich so unterschiedlich, wie die Menschen selbst. Manche gehen nach wie vor aus religiösen Gründen, andere suchen nach einer schwierigen Lebensphase nach Sinn und Orientierung und wieder andere wollen Abstand vom Alltag gewinnen oder sich selbst herausfordern.

Ich selbst bin nicht aus religiösen Gründen losgegangen, denn ich glaube nicht an Gott und trotzdem hat der Jakobsweg für mich etwas Spirituelles, vielleicht sogar etwas Göttliches.

Eine meiner schönsten Jakobsweg Erkenntnisse lautet deshalb: Jeder darf mit seinen eigenen Beweggründen losgehen und unterwegs selbst herausfinden, was Pilgern für ihn bedeutet. Ich kann eine Kirche betreten, ohne zu beten. Ich kann die jahrhundertealte christliche Tradition des Jakobswegs respektieren, ohne selbst religiös zu sein. Und ich kann unterwegs Erfahrungen machen, die sich auf meine ganz eigene Art spirituell anfühlen, ohne sie mit einem bestimmten Glauben verbinden zu müssen.

Der Weg ist das Ziel

Das Ziel einer jeden Pilgerreise auf dem Jakobsweg ist es, in Santiago de Compostela anzukommen. Zwölf Tage lang folgte ich den gelben Pfeilen und Jakobsmuscheln, die mich diesem Ziel näher brachten und trotzdem wurde mir unterwegs immer mehr bewusst, dass die große Kathedrale des heiligen Jakobus gar nicht das eigentliche Ziel meiner Reise war.

Denn wenn ich zwölf Tage lang nur darauf gewartet hätte, endlich vor der Kathedrale zu stehen, hätte ich genau das verpasst, was den Camino Portuguese für mich ausgemacht hat, nämlich das Unterwegssein. Jeden Morgen wieder loszugehen, einen Fuß vor den anderen zu setzen und nicht zu wissen, was der neue Tag mit sich bringt, die vielen kleinen Momente am Wegesrand, die Begegnungen mit anderen Menschen, die Zeit mit mir selbst und all die Erfahrungen, die sich nicht planen lassen.

Je näher ich Santiago de Compostela kam, desto weniger wollte ich den Weg einfach nur hinter mich bringen. Ich wollte die verbleibenden Kilometer bewusst erleben, anstatt sie lediglich abzurocken. Das Ankommen in der Altstadt von Santiago war zwar das große Finale, aber der Weg dorthin war meine eigentliche Reise.

Vielleicht ist genau das mit dem viel zitierten Satz "Der Weg ist das Ziel" gemeint, denn ein Ziel gibt uns eine Richtung vor, aber das eigentliche Leben findet auf dem Weg dorthin statt.

Wie oft arbeiten wir auf etwas hin und glauben, danach endlich Zeit zu haben, entspannter oder zufriedener zu sein? Wir warten auf den Feierabend, aufs Wochenende, auf den nächsten Urlaub oder darauf, irgendein großes Ziel erreicht zu haben. Dabei verbringen wir den allergrößten Teil unseres Lebens auf dem Weg dorthin oder wie Paulo Coelho es in seinem Buch Auf dem Jakobsweg* beschreibt: "Das gilt auch, wenn man im Leben ein Ziel verfolgt. Der gute oder schlechte Ausgang hängt vom Weg ab, den wir einschlagen, um es zu erreichen, und von der Art, wie wir diesen Weg gehen."


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