Travemünde Sehenswürdigkeiten: Unsere Tipps für das Ostseebad
An der Mündung der Trave in die Ostsee liegt Lübecks nördlichster Stadtteil Travemünde, der neben einem breiten Sandstrand überraschend viele Sehenswürdigkeiten bereithält.
Historische Fischerhäuser, ein über 400 Jahre alter Leuchtturm, die imposante Viermastbark Passat und riesige Ostseefähren, die zum Greifen nah an der Promenade vorbeiziehen, machen das Ostseebad zu einem abwechslungsreichen Reiseziel.
Ganz egal, ob du „nur“ einen Tagesausflug planst oder länger bleiben möchtest, in diesem Guide findest du die schönsten Travemünde Sehenswürdigkeiten.
Travemünde auf einen Blick
Travemünde liegt im Südosten von Schleswig-Holstein, rund 20 Kilometer nördlich der Lübecker Altstadt an der Lübecker Bucht. Das Ostseebad gehört zu Lübeck und ist dessen nördlichster Stadtteil.
Seit 1802 ist Travemünde Seebad und zählt neben Heiligendamm und Norderney zu den ältesten Seebädern Deutschlands. Bis heute prägt neben dem Tourismus vor allem die Schifffahrt den Ort, denn vom sogenannten Skandinavienkai verkehren regelmäßig Fähren nach Skandinavien und ins Baltikum.
Was ist das Besondere an Travemünde?
Das Besondere an Travemünde ist für uns die unmittelbare Nähe zu Lübeck. Von der historischen Lübecker Altstadt kannst du innerhalb von 30 Minuten mit der Regionalbahn direkt ans Meer fahren. So lassen sich Städtereise und Ostseeurlaub ganz unkompliziert miteinander verbinden.
Travemünde hat aber noch mehr zu bieten als Strand und Ostsee. Mit dem über 400 Jahre alten Leuchtturm und der imposanten Viermastbark Passat besitzt das Ostseebad gleich zwei maritime Wahrzeichen, die von seiner langen Geschichte als Seefahrtsort erzählen.
Travemünde Sehenswürdigkeiten
Ob du nur für einen Tag nach Travemünde kommst oder gleich länger bleibst, die folgenden Sehenswürdigkeiten und Erlebnisse solltest du auf keinen Fall verpassen.
1. Travemünde Strand
Die meisten Besucher kommen vermutlich zum Baden nach Travemünde. Der breite, feinsandige Strand mit den vielen hübsch aufgereihten Strandkörben ist genau das, was man sich unter einem Ostseebad vorstellt.
Im Sommer kannst du hier wunderbar einen ganzen Tag verbringen, im Sand liegen, einen Strandkorb mieten und dich zwischendurch in der Ostsee abkühlen. Das Wasser fällt relativ flach ab und der Strand bietet viel Platz.
Außerhalb der klassischen Badesaison kannst du kilometerweit am Wasser entlanglaufen, Muscheln sammeln und dir den Ostseewind um die Nase wehen lassen.
Während der Hauptsaison wird für den Kurstrand eine Strandgebühr erhoben. Bei Übernachtungsgästen ist die Strandnutzung bereits in der Kurabgabe enthalten.
2. Strandpromenade & Travepromenade
Travemünde lässt sich wunderbar bei einem Spaziergang entlang der Promenaden erkunden. Gleich hinter dem Strand verläuft die rund 1,7 Kilometer lange Strandpromenade, die bereits 1899 angelegt wurde. An der Travemündung geht sie in die Travepromenade über, die dich weiter am Wasser entlang in Richtung Altstadt führt.
Uns gefallen hier vor allem die historischen Strandvillen, die noch heute an die lange Tradition Travemündes als Seebad erinnern. Je näher du der Trave kommst, desto maritimer wird die Kulisse. Statt Strand und Ostsee hast du nun den Hafen im Blick und kannst mit etwas Glück riesige Fähren und Frachtschiffe beobachten, die erstaunlich nah an der Promenade vorbeiziehen.
3. Nordermole
Bei deinem Spaziergang entlang der Promenaden solltest du auch einen kurzen Abstecher zur Nordermole machen. Sie ragt rund 250 Meter in die Ostsee hinein und bietet dir einen schönen Blick auf die Lübecker Bucht und die Einfahrt in die Trave.
Spektakulär wird es, wenn eine der riesigen Ostseefähren vorbeifährt. Travemünde besitzt mit dem Skandinavienkai nämlich einen der größten Fährhäfen Europas und wird unter anderem von Fähren nach Schweden, Finnland und ins Baltikum angelaufen. Auf dem Weg dorthin müssen die Schiffe direkt durch die Travemündung und passieren dabei die Nordermole.
Hier steht außerdem ein kleines grün-weißes Leuchtfeuer, das gemeinsam mit dem roten Leuchtfeuer auf der gegenüberliegenden Südermole die Einfahrt in die Trave markiert.
4. Travemünde Altstadt
Nur wenige Schritte von der Trave entfernt beginnt der historische Ortskern von Travemünde. Rund um die St. Lorenz Kirche schlenderst du durch kleine Gassen mit alten Fischerhäusern und Backsteinfassaden, die noch an das frühere Travemünde erinnern.
Viel Zeit brauchst du für die Travemünde Altstadt nicht einzuplanen, aber ein kleiner Rundgang lohnt sich. Dabei kommst du an der Alten Vogtei vorbei und kannst in der Jahrmarktstraße eines der ältesten erhaltenen Fischerhäuser entdecken, das aus dem 16. Jahrhundert stammt.
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5. Travemünde Leuchtturm
Direkt an der Strandpromenade steht mit dem Alten Leuchtturm eines der Wahrzeichen von Travemünde. Der historische Backsteinturm stammt in seiner heutigen Form aus dem 16. Jahrhundert und gilt als ältester Leuchtturm Deutschlands.
Heute kannst du die 142 Stufen bis zur Aussichtsplattform erklimmen, um einen fantastischen Rundumblick zu genießen. Im Inneren des Leuchtturm erwartet dich eine kleine Ausstellung zur Geschichte der Seefahrt.
Kurios ist, dass der Alte Leuchtturm heute gar nicht mehr leuchtet. Als Anfang der 1970er Jahre das benachbarte Maritim Hotel gebaut wurde, verdeckte das Hochhaus sein Leuchtfeuer. Seit 1974 befindet sich das aktive Leuchtfeuer deshalb auf dem Dach des Hotels in exakt 114,7 Metern Höhe und gehört damit zu den höchsten Leuchtfeuern Europas.
6. Viermastbark Passat
Zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Travemünde gehört die Viermastbark Passat mit ihren vier mächtigen Masten. Das 1911 gebaute Segelschiff liegt heute dauerhaft auf der Priwallseite der Trave und kann während der Saison besichtigt werden.
Früher war die Passat als Frachtsegler auf den Weltmeeren unterwegs. Sie gehörte zu den berühmten Flying P Linern der Hamburger Reederei F. Laeisz und transportierte vor allem Salpeter aus Chile nach Europa. Auf ihren Reisen umrundete sie 39 Mal das berüchtigte Kap Hoorn, wo extreme Winde und hoher Wellengang die Fahrt zu einer der gefährlichsten Passagen der damaligen Handelsschifffahrt machten.
Mit einer Länge von rund 115 Metern, vier Masten und einer Segelfläche von mehreren Tausend Quadratmetern ist die Passat auch heute noch beeindruckend. Bei der Besichtigung kannst du unter anderem die Mannschaftsräume, Kapitänskajüte und Laderäume erkunden und erfährst, wie das Leben und Arbeiten an Bord eines solchen Frachtseglers aussah.
Ein Eintritt kostet 7 Euro pro Person.
Wo übernachten in Travemünde?
1. Hotel an den Strandpromenade
Möchtest du gerne mehrere Tage in Travemünde bleiben und direkt an der Ostsee übernachten, können wir dir das Hotel Strandschlösschen ans Herz legen. Das kleine, privat geführte Hotel liegt direkt an der Promenade und somit nur wenige Schritte vom Strand entfernt.
Buche unbedingt ein Zimmer zur Seeseite, wenn du direkt auf die Ostsee blicken und die ein- und auslaufenden Schiffe vom Bett aus beobachten möchtest. Morgens wird das Frühstück im Wintergarten mit Blick aufs Meer serviert.
Die Lage des Hotels ist zudem ideal, um Travemünde zu Fuß zu erkunden. Der Bahnhof Travemünde Strand liegt nur wenige Gehminuten entfernt und alle vorgestellten Sehenswürdigkeiten erreichst du bequem zu Fuß.
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2. Außergewöhnlich übernachten im Schlafstrandkorb
Wenn dir ein klassisches Hotelzimmer zu langweilig ist, kannst du in Travemünde noch deutlich außergewöhnlicher übernachten, denn von Mai bis September stehen am Kurstrand fünf spezielle Schlafstrandkörbe bereit, die sich in ein kleines Bett für zwei Personen verwandeln lassen.
Wir haben eine Nacht im Schlafstrandkorb verbracht und fanden vor allem die Vorstellung wunderschön, abends direkt am Meer einzuschlafen und morgens zum Sonnenaufgang am leeren Strand aufzuwachen.
Ganz so romantisch, wie wir uns das vorher ausgemalt hatten, war es allerdings nicht, denn leider hat uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht und zudem stehen die Schlafstrandkörbe so dicht nebeneinander, dass uns die Privatsphäre gefehlt hat. Mit deutlich mehr Abstand zwischen den einzelnen Körben würden wir das Erlebnis sofort empfehlen. So fanden wir die Idee toll, die Umsetzung jedoch nur bedingt überzeugend.
Praktische Tipps für Travemünde
Wie komme ich am besten nach Travemünde?
Travemünde ist ein Stadtteil von Lübeck. Vom Lübecker Hauptbahnhof fährst du ganz einfach mit der Regionalbahn innerhalb von 30 Minuten über Travemünde Hafen bis zum Bahnhof Travemünde Strand. Eine einfache Fahrt in der zweiten Klasse kostet 3,60 Euro.
Was muss man in Travemünde gemacht haben?
Zu den wichtigsten Travemünde Sehenswürdigkeiten gehören der breite Ostseestrand, der Alte Leuchtturm, die historische Altstadt, die Viermastbark Passat und die Nordermole. Plane außerdem eine Fahrt mit der Fähre auf den Priwall ein.
Wie viele Tage sollte man für Travemünde einplanen?
Für Travemünde solltest du mindestens einen vollen Tag einplanen. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten liegen nah beieinander und lassen sich gut zu Fuß entdecken. Wer einen entspannten Urlaub am Strand verbringen oder Ausflüge unternehmen möchte, kann natürlich auch länger bleiben.
Muss man in Travemünde Eintritt für den Strand bezahlen?
Ja, während der Hauptsaison wird für die Nutzung des Kurstrandes in Travemünde eine Strandbenutzungsgebühr erhoben. Übernachtungsgäste zahlen stattdessen eine Kurabgabe, in der die Nutzung der Strände bereits enthalten ist. Außerhalb der gebührenpflichtigen Saison kannst du den Strand kostenlos nutzen.
Wo kann man in Travemünde gut essen?
Direkt an der Ostsee überrascht es natürlich nicht, dass die Küche in Travemünde ziemlich fischlastig ist. Auf den meisten Speisekarten stehen Matjes, Backfisch und Meeresfrüchte im Mittelpunkt. Aber zum Glück findest du auch als Vegetarier einige gute Adressen für gutes Essen.
Unser Favorit ist Ahoi by Steffen Henssler auf dem Priwall. Das Restaurant bietet neben Fischgerichten auch leckere Bowls, Burger und vegetarische Alternativen.
Mitten in Travemünde findest du außerdem das Barcio. Hier bekommst du eine große Auswahl an Pizza, Pasta, Flammkuchen, Burgern und Salaten.
Etwas gehobener geht es im Tellerwerk im A-ROSA Travemünde zu. Die moderne Speisekarte reicht von Bowls und Salaten über Pasta bis hin zu Fisch und Fleisch und bietet ebenfalls vegetarische Gerichte.
Lohnt sich Travemünde für einen Tagesausflug?
Ja, Travemünde lohnt sich sehr für einen Tagesausflug. An einem Tag kannst du die wichtigsten Sehenswürdigkeiten entdecken, am Strand entlanglaufen und mit der Fähre auf den Priwall übersetzen. Von Lübeck erreichst du Travemünde mit der Regionalbahn in rund 30 Minuten, sodass sich beide Orte hervorragend miteinander verbinden lassen.
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