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Puerto Viejo ♡ Pura Vida an Costa Ricas Karibikküste

Von 16. Oktober 2016

Entspannte Reggaebeats legen sich über das Rauschen des Meeres. Ein Hauch von Cannabis liegt in der Luft. Wir sind in der Karibik gestrandet! Das quirlige Surferstädtchen Puerto Viejo de Limon, das sich an die Südostküste von Costa Rica schmiegt, begrüßt uns mit einer Atmosphäre, wie sie lässiger nicht sein könnte.

Meterhohe Kokospalmen wehen im sanften Wind, kleine blau-weiße Boote schaukeln vor einer tropischen Traumkulisse. In der Ferne leuchtet der sattgrüne Regenwald. Die Sonne lacht vom Himmel und lässt das türkisblaue Wasser des Karibischen Meeres glitzern, während ich auf einer Schaukel hin und her schwinge und la pura vida, das pure Leben, in Puerto Viejo genieße.

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Jeden Morgen, kurz vor Sonnenaufgang, stehen wir an einem wilden, menschenleeren Strand und bewundern den Zauber eines Neubeginns, den eines frisch anbrechenden Tages, der alle Sorgen von Gestern wegwischt und Platz für Neues schafft.

Mit müden Augen und wachem Geist beobachten wir wortlos, wie die Sonne aufgeht und den Horizont in ein warmes Licht taucht. Die ersten Sonnenstrahlen kitzeln auf der Nase, lassen den Strand in einem wundervollen Goldton erstrahlen und den Dschungel hinter uns dampfen. Die frühen Morgenstunden in Puerto Viejo haben etwas Magisches an sich, für das ich gerne um 5 Uhr aufstehe.

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Nachdem wir mehrere Tassen Filterkaffee, frische Ananas und Papaya, Toast und Käseomelett gefrühstückt haben, schlurfen wir erneut zum Strand. Wir lesen Bücher, philosophieren stundenlang über das Leben oder spazieren barfuß an den puderfeinen, von Palmen gesäumten Sandstränden entlang, lassen unsere Knöchel von den Wellen umspülen und die Gedanken aufs Meer hinaustragen.

Oder aber wir schlendern durch das Städtchen mit seinen pastellfarbenen Holzhäusern, den vielen Yoga Studios und Surfschulen, den süßen Cafés, einladenden Restaurants und knallbunt bestuhlten Bars, den Souvenirshops und den kleinen Soda-Lädchen, die alles verkaufen, was man zum Leben braucht. Am liebsten mag ich jedoch die winzigen Boutiquen, die handgemachten Schmuck, wunderschöne Hippiekleider, duftende Naturkosmetik und Räucherstäbchen verkaufen.

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Jamaikanisches Lebensgefühl in Puerto Viejo

Ein freundlich lächelnder Rastafari sitzt vor einer Reggae-Strandbar, bunte Batiktücher flattern zwischen den Palmen im Wind, immer wieder laden knallige Sitzsäcke und gemütliche Hängematten zum Chillen ein.

Rot, gelb, grün. Die Farben der jamaikanischen Flagge sind in Puerto Viejo allgegenwärtig. Sogar die Pflanzen scheinen sich farblich ihrer Umgebung angepasst zu haben, denn obwohl das bildschöne costa-ricanische Surferstädtchen die letzte Zivilisation vor der Grenze zu Panama ist, herrscht hier eine afrokaribisch geprägte Stimmung.

Viele Bewohner von Puerto Viejo sind dunkelhäutig und sprechen neben Spanisch ein kreolisches Englisch. Sie kamen von Jamaika nach Costa Rica, um auf Bananenplantagen oder beim Bau der Eisenbahnlinie zu arbeiten, ließen sich an der Karibikküste nieder und brachten ihr relaxtes Lebensgefühl mit, das bis heute geblieben ist und den besonderen Reiz von Puerto Viejo ausmacht.

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Stromausfall im Paradies

In der Hochsaison, der Trockenzeit, verwandelt sich der Ort angeblich in eine Partyhochburg. In Scharen zieht es Backpacker und andere Reisende aus aller Welt an die Karibikküste Costa Ricas. Jetzt, während der Regenzeit, ist das anders. Puerto Viejo ist völlig entspannt. Viele der Restaurants und Bars haben sogar verkürzte Öffnungszeiten.

Wir mögen diese Ruhe sehr und auch die Regenzeit gefällt uns, denn sie lässt die paradiesische Vegetation gedeihen. Am Morgen scheint die Sonne aus Leibeskräften, nachmittags schüttet es wie aus Eimern. Zeit, uns in unsere urige Dschungelhütte zurückzuziehen und zuzuhören, wie der warme Monsunregen aufs Dach prasselt.

Ein einziges Mal erleben wir ein so heftiges Unwetter, das die komplette Gegend lahmlegt. Ein Baum kracht in den Stromkabelsalat, der an wackeligen Holzpfeilern über der Hauptstraße befestigt ist und verursacht einen Stromausfall, der Puerto Viejo für mehrere Stunden vom Rest der Welt abschneidet.

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„Wie romantisch!“ ist mein erster Gedanke. „Aber wo essen wir denn jetzt zu Abend?“ ist der zweite. In absoluter Finsternis fahren wir die lange Hauptstraße entlang, die aus dem Ort raus, Richtung Punta Uva führt. Die Restaurants, die rechts und links den Wegesrand säumen, sind stockfinster. Mein Magen grummelt. Hier werden wir heute wohl nichts mehr zu essen bekommen. Wie auch ohne Strom?

Zu unserem großen Glück entdecken wir eine kleine Bude, die von schummrigem Kerzenlicht beleuchtet wird. Man empfängt uns herzlich und serviert uns erstaunlicherweise eine warme Mahlzeit. Es gibt, wie eigentlich immer, Gallo Pinto, das Nationalgericht Costa Ricas, das aus Reis und dunklen Bohnen besteht und machmal mit gebratenen Kochbananen aufgepimpt wird.

Die schmale Kerze, die vor uns auf dem Tisch flackert und uns erahnen lässt, was wir verspeisen, hat es schwer. Immer wieder bläst der Wind sie aus und lässt uns in der Dunkelheit auf der Holzbank sitzen. Über uns blitzt und donnert es. Der Regen lässt langsam nach. Danke Universum für diesen magischen Abend!

Ein Ort zum Bleiben

Die Tage in Puerto Viejo vergehen viel zu schnell. Wer hier nicht in Chill-Modus gerät, ist selber schuld, denn Puerto Viejo ist ein Ort zum Ankommen. Und zum Bleiben! Gerne auch für länger. Ich jedenfalls hätte unsere Costa Rica Rundreise mit Shoesting Reisen an diesem zauberhaften Ort gerne um ein paar Monate verlängert.

Ich wäre jeden Morgen zum Sonnenaufgang an den Strand gelaufen und hätte mich am Amaretto-Duft der Mandelbäume erfreut. In dem kleinen, alternativen Laden auf der Main Road, gegenüber vom Flip Flop Restaurant, hätte ich mir stapelweise spirituelle Bücher gekauft und sie am Strand verschlungen.

Ich hätte mich zum Yogakurs angemeldet, vielleicht mal wieder das Surfen angefangen oder einfach nur faul in meiner Hängematte gelegen, frisch gepresste Mangosäfte oder kühles Kokoswasser geschlürft, die Wellen beobachtet und meine Energiereserven aufgeladen.

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 Warst du schon in Puerto Viejo? Hast du dich auch so in das quirlige Surferstädtchen verliebt?

Ich freue mich auf deinen Kommentar!


Herzlichen Dank an Shoestring für die Unterstützung bei dieser großartigen Reise.

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11 Kommentare
  1. Antworten

    Katja

    16. Oktober 2016

    Oh ja – Puerto Viejo ist so ein bezaubernder Ort! :) Wir sind dort nach einer feucht-fröhlichen 15-km Wanderung durch den Cahuita Nationalpark gelandet und haben den Tag bei Pizza, kalten Getränken und Reggae-Musik ausklingen lassen! Trotz Regen (wohlgemerkt in der Trockenzeit) ein perfekter Tag!

    • Antworten

      Julia

      8. November 2016

      Hey Katja,
      die Wanderung durch den Cahuita Nationalpark haben wir auch gemacht.
      Ein so wundervoller Ort. Die Karibikküste war eines meiner absoluten
      Costa Rica Highlights :)
      Alles Liebe, Julia

  2. Antworten

    Madeline

    5. November 2016

    Hey!
    Richtig guter Post! Ich kenne Costa Rica und somit Puerto Viejo überhauptnicht… leider. Genau deswegen fande ich den Post ziemlich spannend 😃
    Liebe Grüße Madeline

    • Antworten

      Julia

      8. November 2016

      Vielen Dank liebe Madeline!
      Liebe Grüße, Julia

  3. Antworten

    Katrin

    25. November 2016

    Hallo,
    das Örtchen klingt so nett. Da würde ich echt gerne hin. Aber egal wie man die Route plant, es ist immer eine Ewigkeit bis dorthin, da es soweit südöstlich liegt. Was habt ihr mit Puerto Viejo noch verbunden. Der Cahuita Nationlapark natürlich. Aber von wo kommt ihr, sodass ihr dann in Puerto Viejo gestrandet seid?
    VIele Grüße
    Katrin

    • Antworten

      Julia

      25. November 2016

      Hallo Katrin,
      wir waren vorher im Tortuguero Nationalpark, der ja ebenfalls an der Karibikküste
      liegt und sind vo dort aus runter nach Puerto Viejo gefahren. Nicht nur der süße
      Ort, sondern auch der Cahuita Nationalpark hat uns extrem gut gefallen.
      Ansonsten könntest du Puerto Viejo noch mit Panama verbinden. Wäre das vielleicht
      eine Option für dich?
      Alles Liebe, Julia

  4. Antworten

    Christine

    12. März 2017

    Hallo Julia
    Oohhhh die Vorfreude wächst ! 😚 ich bin Juli/August in Costa Rica. Unteranderem im Tortuguero Nationalpark, wo ich an einem Freiwilligen Projekt teilnehmen werde. Porto Viejo steht hoch oben auf meiner Wunschliste 😀 und liegt ja fast am Weg. Danke für deine rollen Berichte!

    • Antworten

      Julia

      17. März 2017

      Hallo Christine,
      freue mich sehr, dass dir meine Berichte gefallen. Ich wünsche dir
      eine ganz wundervolle Zeit in Costa Rica und bin gespannt, ob es
      dir dort genauso gut gefällt wie mir.
      Viele liebe Grüße aus Kapstadt,
      Julia

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Julia Lassner
Deutschland

Ich bin Julia, Freigeist, Weltreisende und Abenteurerin mit Leib und Seele. Zur Zeit genieße ich den ersten Schnee in Deutschland und arbeite an spannenden Projekten, von denen ich bald mehr erzählen werde. Im Dezember steht meine alljährliche Winterflucht nach Asien an. Sei dabei und erlebe den Zauber des Reisens ♡

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