Kreuzfahrtschiff Tipps gegen Seekrankheit
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Übelkeit auf dem Kreuzfahrtschiff: Die besten Tipps gegen Seekrankheit

Von
23. September 2017

Du spielst mit dem Gedanken auf einem Kreuzfahrtschiff zu arbeiten, hast aber tierische Angst davor, seekrank zu werden? Meine Tipps gegen Seekrankheit werden dir helfen!

Fast jedes Crewmitglied hat es schon einmal erlebt: Das Schiff ist mitten auf dem Ozean unterwegs und plötzlich beginnt es zu schaukeln. Die Wellen werden höher, rough sea nennen wir das an Bord. Ein flaues Gefühl macht sich in der Magengegend bemerkbar, dir wird erst schwindelig und dann kotzübel. Du sehnst dich nach deinem Bett, doch die Arbeit ruft, denn als Crewmitglied kannst du nicht einfach alles stehen und liegen lassen.

Seekrankheit führt zwar nicht immer bis zum Erbrechen, aber auch schon eine leichte, andauernde Übelkeit kann während der Arbeitszeit ganz schön belastend sein. Nach einiger Zeit gewöhnt sich der Körper an das Schaukeln des Schiffes, aber bis es soweit ist, helfen dir meine Tipps gegen Seekrankheit garantiert weiter.

Meine Tipps gegen Seekrankheit

  • Frische Luft und Stabilität

Sobald dir schwindelig oder übel wird, solltest du das Crewdeck aufsuchen, denn frische Luft wirkt Wunder. Atme tief ein und aus und versuche deine Sinne somit zu beruhigen. Gib deinem Körper Zeit, sich auf das Schaukeln einzustellen und gerate nicht in Panik. Stelle deine Beine hüftbreit auseinander, um möglichst viel Stabilität zu erhalten.

  • Horizont fixieren

Ob an Deck, durchs Fenster oder Bullauge, versuche immer den Horizont zu fixieren und verfolge mit den Augen die bewegte Umgebung. Durch die Visualisierung werden deine Sinneseindrücke ausgeglichen. Dieser Tipp hilft übrigens ausschließlich auf dem Wasser. An Land kann das Fixieren des Horizonts genau das Gegenteil bewirken.

  • Essen

Viele Menschen denken irrtümlicherweise, dass man bei Seekrankheit nichts essen sollte, aber das ist falsch, denn ein leerer Magen reagiert sehr empflindlich auf Seegang. Du wirst merken, sobald du etwas gegessen hast, wird es dir besser gehen.

Erfahrene Seeleute raten allerdings, auf Salami und Thunfisch zu verzichten, denn diese Lebensmittel enthalten das Stresshormon Histamin, das der Körper bei Seekrankheit ohnehin schon im Übermaß produziert. Alkohol solltest du ebenfalls meiden.

  • Ingwer

Ein natürliches Mittel gegen Seekrankheit ist Ingwer, denn die Knolle lindert nicht nur Schmerzen, sondern wirkt auf das Brechzentrum und lindert somit Übelkeit. Schon vor hunderten von Jahren haben Seemänner sie in kleine Stücke geschnitten und gekaut. Wenn du keinen frischen Ingwer zur Verfügung hast, kannst du ihn auch in Kapselform oder als Lutschtabletten einnehmen.

  • Akupressurbänder

Um Seekrankheit vorzubeugen und erst recht, wenn es dir schon schlecht geht, solltest du Akupressurbänder an beiden Handgelenken tragen. Durch Druckpunkte gleichen sie deinen Gleichgewichtssinn aus.

Große Wunder solltest du von den Armbändern nicht erwarten, aber zumindest sind sie sehr günstig und haben keinerlei Nebenwirkungen. Ich habe sie beim Arbeiten häufig getragen, obwohl sie nach einer Weile ganz schön eng und unangenehm werden können.

  • Reisetabletten

Einer der wirksamsten Tipps gegen Seekrankheit sind zweifelsohne die Reisetabletten oder sea sickness pills, die du problemlos in der Apotheke kaufen oder im Internet bestellen kannst. Im Notfall erhältst du sie auch beim Schiffsarzt an Bord. Bei der Einnahme solltest du jedoch vorsichtig sein, denn Reisetabletten machen extrem müde.

Ich habe sie ein einziges Mal ausprobiert und fühlte mich wie mit einem Hammer erschlagen. Da dies zum Arbeiten nicht unbedingt förderlich ist, solltest du auf alternative Hilfsmittel zurückgreifen, es sei denn, du hast Feierabend und kannst dich ohnehin ins Bett legen.

  • Reisekaugummis

Kaugummis gegen Seekrankheit haben eine niedrigere Dosierung als Reisetabletten, sind daher schonender, machen nicht allzu müde und sind sogar für Kinder geeignet. Für Crewmitglieder sind sie also definitiv die bessere Variante.

  • Bestimmte Orte meiden

Bei starkem Wellengang gibt es Orte, an denen es sich besser aushalten lässt, als an anderen. So zum Beispiel in der Mitte des Schiffes, denn hier wackelt es erfahrungsgemäß deutlich weniger als an Heck und Bug.

Ein kleiner Rat zum Schluss

Wenn du mit dem Gedanken spielst, auf einem Kreuzfahrtschiff anzuheuern, dann lass dich nicht von deiner Angst vor Seekrankheit abschrecken, denn lange nicht jeder Mensch ist davon betroffen. Wenn du bereits weißt, dass du anfällig dafür bist, dann decke dich schon vorab mit den Hilfsmitteln ein, die ich dir empfohlen habe.

In den vier Jahren, die ich auf hoher See gearbeitet habe, ging es mir vielleicht zehn Mal schlecht. Einmal habe ich die Reisetabletten ausprobiert, ansonsten kam ich mit frischem Ingwer und Akupressurbändern sehr gut klar.

Auf großen Schiffen merkst du das Schwanken kaum und wenn doch gar nichts mehr helfen sollte, dann leg dich einfach ins Bett. Sobald das Schiff den nächsten Hafen erreicht hat und du festen Boden unter den Füßen hast, geht es dir schlagartig besser.

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1 Kommentar
  1. Antworten

    Läil

    17. Oktober 2017

    Hallo Julia,
    Ich lese deinen Blog seit einer Weile mit Begeisterung.
    Vielen Dank für deine tollen, informativen Berichte ! :-)
    Es ist so, dass mich schon seit einer Weile das Fernweh gepackt hat. Jetzt hab ich meinen nicht gerade erfüllenden Job (Kindergartenerzieherin) gekündigt, denn mir ist danach etwas anderes zu machen.
    Ich würde gerne auf einem Kreuzfahrtschiff arbeiten, und habe von Seachefs und Aidacruises eine Einladung zum recruiting day erhalten.
    Nun dachte ich, du könntest mir möglicherweise folgende Fragen beantworten:
    Wird einem beim recruiting day direkt eine Zu-/oder Absage erteilt? Ich meine das gelesen zu haben…
    Wenn man eine Zusage erhält: ist der erste Einsatz dann auch bald?
    Irgendwie muss man ja auch planen wie die Zeit finanziell überbrückbar ist…
    Und hast du sonst noch Tipps zur Bewerbung? Ich habe eine sehr lange Anreise bis Hamburg, und möchte natürlich bestmöglich vorbereitet sein, um möglichst mit einer Zusage nach Hause zu gehen ;-)

    Falls du was dazu sagen kannst würde ich mich sehr freuen :)
    Lg

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