Arbeiten auf dem kreuzfahrtschiff
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Crewlife: Leben und arbeiten auf dem Kreuzfahrtschiff

Von
30. September 2014

Arbeiten auf dem Kreuzfahrtschiff bedeutet, die Welt entdecken und dabei Geld verdienen. Klingt nach einem echten Traumjob, dachte ich mir und probierte es aus. Dass es irgendwann einmal so kommen musste, war in meiner Familie praktisch vorprogrammiert. Mein Papa arbeitete in jungen Jahren als Koch auf den Weltmeeren, meine Schwester fuhr als Kosmetikerin zur See und auch meine Tante arbeitete als Kabinenstewardess auf dem Kreuzfahrtschiff.

Im Sommer 2012 war es dann auch bei mir endlich so weit. Als das riesige Schiff im Hamburger Hafen das erste Mal vor mir lag, verschlug es mir die Sprache. 262 Meter lang, 32 Meter breit und vom Schornstein bis zur Wasserlinie 53 Meter hoch. Mein erster Eindruck: DER WAHNSINN! Mit 2.000 Gästen und knapp 800 Crewmitgliedern ist so ein Kreuzfahrtschiff vergleichbar mit einer Kleinstadt, nur eben auf dem Meer.

Nach zahlreichen Sicherheitsübungen, Einweisungen und Trainings ging der harte Arbeitsalltag los und ich merkte schnell, was Leben und Arbeiten auf dem Kreuzfahrtschiff bedeutet.

Zwei Jahre und zwei Monate sind seit meinem ersten Einsatz mittlerweile vergangen. Ich habe viele Höhen und Tiefen durchlebt, meinen Job schon einmal an den Nagel gehängt und bin doch wieder zum Schiff zurückgekehrt.

Insgesamt war ich bereits 13 Monate meines Lebens auf hoher See, habe 28 verschiedene Länder gesehen und viele Abenteuer erlebt. Zur Zeit arbeite ich immer mal wieder für einige Monate im Jahr auf dem Schiff. Wenn ich nicht gerade selber mit dem Backpack um den Globus tingele und mal wieder chronisch pleite bin, verdiene ich mein Geld auf dem Kreuzfahrtschiff und nutze die Möglichkeit das Reisen und Job miteinander zu verbinden.

Die Kehrseite der Medaille

Viele fragen mich: „Wie ist es eigentlich so auf einem Schiff zu arbeiten?“ Immer wieder höre ich: „Du machst sieben Monate Urlaub am Stück und verdienst dabei auch noch Geld? So gut müsste man es mal haben!“ Ganz so ist es natürlich nicht.

Das Arbeiten auf dem Kreuzfahrtschiff ist kein Zuckerschlecken. Jedes Crewmitglied arbeitet sieben (!!!) Tage in der Woche und das bis zu neun Monate am Stück. Urlaub, Wochenenden oder Feiertage, so wie man es von einem durchschnittlichen Job an Land kennt, gibt es auf hoher See nicht.

Neben den vielen Arbeitsstunden, bringt das Schiffsleben weitere negative Aspekte mich sich: Die Kabinen sind winzig und ohne Fenster. Es gibt also weder Tageslicht noch Frischluft. Wenn ich morgens (im Dunkeln) aufwache und wissen möchte, wie das Wetter ist, schalte ich den Fernseher mit der Vorauskamera an, um zu sehen ob die Sonne scheint oder ob es regnet. Kein Scherz.

Privatsphäre? Fehlanzeige! Mit zwei bis vier Leuten teilt man sich eine Kabine. Wenn es menschlich nicht passt, kann das Zusammenleben ganz schön belastend sein. Es gibt kaum Rückzugsorte für die Crew und außerdem strenge Regeln, an die man sich zu halten hat. Alkoholgrenzen und Zimmerkontrollen sind nur zwei davon. Der Gästebereich ist für die meisten Angestellten tabu.

Leben und arbeiten auf dem Kreuzfahrtschiff

Zwischen Urlaubsfeeling und harter Arbeit

Ist man bereit diese Einschränkungen zu akzeptieren, sich an die Regeln zu halten und für mehrere Monate auf seine Freiheit zu verzichten, kann man eine wundervolle Zeit an Bord haben. Arrangiert man sich mit den Gegebenheiten, kann das Arbeiten auf dem Kreuzfahrtschiff ein echter Traumjob sein.

Mir persönlich ist es schon oft passiert, dass ich morgens aufwache und mich frage: In welchem Land bin ich heute eigentlich? Welche Währung brauche ich? Oder haben wir etwa Seetag und legen gar nicht an? Gestern Griechenland, Heute Türkei, Morgen Israel und Übermorgen Ägypten. So sieht der Alltag auf einem Kreuzfahrtschiff wirklich aus.

Natürlich hat man für Landgänge nur stundenweise Zeit und nicht wie die Passagiere, die teuer für ihren Urlaub bezahlen, den ganzen Tag zur Verfügung. In der Mittagspause über die La Rambla in Barcelona schlendern oder nach Feierabend Abfeiern in Abu Dhabi gehören zum alltäglichen Leben. Trotzdem muss man am nächsten Morgen wieder früh raus, um pünktlich und frisch gestriegelt seine Schicht anzutreten.

Darf man das Schiff verlassen, muss alles ganz schnell gehen, denn schließlich will man in kürzester Zeit möglichst viel sehen. Das artet dann meistens in Stress aus. Zuerst mit dem Shuttlebus vom Hafen in die Stadt, dann alle Sehenswürdigkeiten abklappern, fotografieren, Eindrücke aufsaugen, im Kopf abspeichern und versuchen das Ganze zu genießen, einen Kaffee zu trinken und abzuschalten.

Natürlich muss man in seiner knappen Mittagspause auch zu Mittag essen, entweder in der Crewkantine an Bord oder draußen. Zu guter Letzt gilt es, auch den anderen Bedürfnissen, wie Internet und Einkaufen nachzukommen, denn schließlich will man ab und zu auch mit seinen Liebsten zu Hause skypen oder muss schnell noch Shampoo, Duschgel oder Putzmittel für die Kabine besorgen. Danach hetzt man zurück zum Hafen, rein in die Uniform und ab zur Arbeit.

Leben und arbeiten auf dem Kreuzfahrtschiff

Auf die richtige Einstellung kommt es an

Ich betrachte meine Zeit auf dem Schiff nicht als Reisen in dem Sinne, sondern als meinen Job, den ich in erster Linie mache, um Geld zu verdienen. Zusätzlich habe ich die tolle Möglichkeit, die schönsten Orte dieser Welt zu entdecken. Beim Arbeiten auf dem Kreuzfahrtschiff ist also die richtige Einstellung entscheidend.

Habe ich mal keine oder nur sehr wenig Zeit, um von Bord zu gehen, versuche ich, nicht traurig und ärgerlich darüber zu sein, was ich verpasse, sondern freue mich über die Dinge, die ich neben der Arbeit erleben darf. (Zugegeben, die Einstellungssache klappt bislang nicht immer, steht aber fest auf meiner Liste der guten Vorsätze).

Als Crewmitglied kann es durchaus mal passieren, dass das Schiff im herrlichen Island vor Anker liegt und man nicht von Bord kann. Oder aber man hat nur zwei lächerliche Stunden Pause in Piräus, schafft es nicht die Akropolis in Athen zu besuchen und kann stattdessen nur den Containerhafen bestaunen.

Kreuzfahrtschiff Hafen

Wird ein Ziel mehrmals angefahren, hat man öfters die Chance an Land zu gehen und eine Stadt Stück für Stück kennenzulernen. Nach einer gewissen Zeit hat man dann endlich alles gesehen, was man sehen wollte. „Regen in Dublin? Ach, nicht so schlimm. Ich bin ja nächste Woche noch mal hier“, denke ich mir dann.

Im Winter 2012/2013 war ich vier Monate mit dem Schiff im Orient unterwegs. Woche für Woche sind wir die gleiche Route gefahren, das hieß jeden Montag in Dubai, jeden Dienstag in Abu Dhabi, jeden Mittwoch in Bahrain usw. Bei einer so langen Zeit kann man schon einiges sehen, Ausflüge begleiten und wirklich etwas von der Kultur und den Menschen mitbekommen. Solche Routen fahre ich am liebsten.

Begegnungen, die das Herz berühren

Warum ich das Schiffsleben außerdem liebe? Es sind die Menschen, die es einzigartig machen. Ich lebe mit bis zu 800 Crewmitgliedern auf engstem Raum. Was manchmal verdammt anstrengend sein kann, ist andererseits auch wunderschön, denn man wächst zusammen.

Für mich ist es das Miteinander, die verschiedenen Kulturen, die Leute mit denen ich täglich arbeite und meine Freizeit verbringe. Wir sind ein Team, eine Familie. Menschen aus über 60 Nationen mit den unterschiedlichsten Hintergründen und Geschichten treffen hier aufeinander.

Geld spielt natürlich ebenso eine große Rolle. Ich verdiene bei meinem Job zwar nicht mehr, als ich es an Land tun würde, aber trotzdem spare ich eine Menge Geld, weil ich kaum Zeit habe es auszugeben. Ich habe keine laufenden Fixkosten wie Miete, Auto, Handyvertrag etc. Ich besitze nichts und zahle nichts. So einfach ist das! Das ermöglicht es mir, einen Großteils meines Lohnes zurückzulegen und für die nächste Reise zu sparen.

Fazit zum Arbeiten auf dem Kreuzfahrtschiff

Das Leben und Arbeiten auf dem Kreuzfahrtschiff ist definitiv kein Zuckerschlecken, sondern besteht aus harter Arbeit, wenig Freizeit und vielen Einschränkungen. Ist man belastbar und kommt damit klar, ist das Kreuzfahrtschiff definitiv der schönste Arbeitsplatz der Welt, denn neben der Arbeit kannst du hier wahnsinnig viel erleben.

Ein Flug mit dem Wasserflugzeug über Dubai, eine Jeepsafari in der Wüste Abu Dhabis, ein Ausflug zum Nordkap, eine Ballettaufführung von Schwanensee in St. Petersburg, Baden im Toten Meer, ein Besuch der Klagemauer in Israel oder eine Bootstour auf dem Nil. All das hätte ich ohne meine Arbeit auf dem Kreuzfahrtschiff vielleicht nie erlebt.

Im Moment genieße ich es, meine Mittagspausen an den schönsten Orten der Welt zu verbringen. Trotzdem bleibt es ein anstrengender 24/7 Job. Wie lange ich das noch machen möchte? Das weiß ich nicht.

Leben und arbeiten auf dem Kreuzfahrtschiff

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Dieser Artikel wurde nicht gesponsert. Meine Meinung zum Thema Arbeiten auf dem Kreuzfahrtschiff beruht auf eigenen Erfahrungen aus meiner Zeit als Crewmitglied.

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63 Kommentare
  1. Antworten

    Dominique

    10. November 2014

    Wer ist der Autor? War auch 2012/2013 im Orient. Kennen wir uns? ;-)

  2. Antworten

    Julia Lassner

    11. November 2014

    Hallo Dominique, ich bin der Autor! Auf welchem Schiff warst du?

    • Antworten

      Anna

      23. Februar 2018

      Hallöchen ich hatte schon bei der Berufswahl den Plan aufs Schiff zu gehen gibt es eine Altersgrenze – das Leben hat mich an Land bisher sehr beansprucht, so dass ich nun mit 49 Jahren erst loslegen kann wie denkst du darüber? Ich bin es gewohnt, 7 Tage ohne Urlaub zu arbeiten bin gelernte Hotlefachfrau allerdings seit etlichen Jahren im eigenen Goldschmiedegeschäft beschäftigt, das mein Mann hat.

  3. Antworten

    Laura

    12. November 2014

    Toller Beitrag :)
    Du hast es richtig gut auf den Punkt gebracht.
    Auf welchem Schiff warst du und als was hast du gearbeitet?

    Liebe Grüße

  4. Antworten

    Julia Lassner

    12. November 2014

    Hallo Laura,
    angestellt bin ich über Seachefs und arbeite für TUI Cruises.

  5. Antworten

    Laura

    13. November 2014

    Bei sea chefs war ich auch aber bei Hapag Lloyd :)
    Na dann… Allzeit gute Fahrt und immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel

  6. Antworten

    yvonne

    3. Dezember 2014

    Super Text, warst du auf der ms2

  7. Antworten

    Julia Lassner

    5. Dezember 2014

    Hi Yvonne.
    Ich war auf der MS1 und auf der MS2. Du etwa auch?
    Liebe Grüße, Julia

  8. Antworten

    Mareike

    13. August 2015

    Hallo Julia,

    danke für den Artikel und dass du deine Eindrücke mit uns teilst.
    Ich bin sehr daran interessiert an Bord zu arbeiten, weiß aber nicht recht wie ich die Sache angehen soll, wenn man keine konkrete Erfahrung hat.
    Ich habe bis jetzt weder auf See gearbeitet noch bin ich im Service-/Gastro-Bereich ausgebildet. Ich habe schon immer in Jobs gearbeitet, in denen man serviceorientiert bzw. eng mit dem Kunden zusammen arbeitet (z.B. Fahrschule, Verkauf, Café, Online Marketing Beratungsagentur). Ich denke, dass ich das schon als Argument für mich einbringen könnte. Außerdem habe ich eine Affinität zu Sprachen (Deutsch, Englisch, Spanisch, Niederländisch).

    Es wäre super, wenn du mir einige Tipps geben kannst, welche Positionen für mich als Neuling in Frage kommen könnten oder wie ich mich am geschicktesten bewerben sollte.

    Liebe Grüße
    Mareike

    • Antworten

      julialassner

      13. August 2015

      Hallo Mareike,
      wenn du gerne mit Gästen zusammenarbeitest und auf Leute zugehen kannst, dann empfehle ich dir, dich als Gastgeberin auf dem Schiff zu bewerben. Da zur Zeit immer mehr Schiffe gebaut werden und die Reederein händeringend Personal benötigen, werden die Vorraussetzungen immer mehr heruntergestuft. Ausbildungen und Qualifikationen sind für viele Berufe auf dem Schiff gar nicht mehr nötig. Das gilt natürlich nicht für alle Bereiche. Aber ich bin davon überzeugt, dass jeder, der auf einem Schiff arbeiten möchte, locker einen Job bekommt. Früher war das nicht so. Mit deiner Arbeitserfahrung und deinen Sprachkenntnissen wirst du keine Probleme haben. Die werden dich mit Kusshand nehmen :)
      Liebe Grüße,
      Julia

  9. Antworten

    Christian

    2. November 2015

    Hey Julia,
    vielen dank für deine sehr ausführlichen Berichte zum Thema „Leben und Arbeiten auf einem Kreuzfahrtschiff“!
    Mich würde noch interessieren, in welcher/welchen Abteilung(en) du an Bord arbeitest bzw. schon gearbeitet hast und was so alles zu deinen Aufgaben gehört.

    Viele Grüße und alles Gute!
    Christian

    • Antworten

      julialassner

      21. November 2015

      Hallo Christian,
      2012 habe ich als Fotomanager angefangen.
      Mittlerweile arbeite ich im Bereich Edutainment
      und betreue die Lektoren an Bord.
      Viele Grüße von hoher See,
      Julia

  10. Antworten

    Evy

    10. Oktober 2016

    Ein schöner Bericht. Ich habe leider noch nicht verstanden, welchen Beruf du dort ausgeübt hast?

    Für mich wäre das nichts – ich würde meine Freiheit vermissen. Aber es liest sich toll! Verdienst du auf dem Schiff mehr als auf dem Land oder fallen nur die Fixkosten weg?

    Nachträglich schöne Grüße vom Kommentier-Sonntag xD

    • Antworten

      Julia

      14. Oktober 2016

      Hey Evy,
      in meinen vier Jahren auf dem Kreuzfahrtschiff, habe ich mehrere Male den Job gewechselt, deshalb gehe ich nicht auf einen bestimmten Job ein. Ich habe in mehreren Bereichen gearbeitet und weniger verdient als an Land, aber dadurch, dass die Fixkosten wegfallen, konnte ich trotzdem einiges fürs Reisen sparen.
      Alles Liebe aus Costa Rica, Julia

  11. Antworten

    Sophia

    23. März 2017

    Hallo Julia,

    danke für den tollen Bericht!
    Ich habe zwei Fragen:
    Werden im Casting noch viele Leute abgelehnt, oder hat man schon einen guten Schritt geschafft?
    Und durftest du dir ein Schiff / Destination aussuchen oder wurde es vorgebeben?
    Danke für eine Antwort! :)

  12. Antworten

    Tim

    24. August 2017

    Hallo :)

    habe eine Frage zur Arbeit auf dem Schiff…genauer gesagt geht es um mein Schiff 2 , Ausflugsexperte. 6 Monatsvertrag. Wie viel Zeit liegt „normalerweise“ zwischen den Verträgen? Bsp: ich habe nun einen 6 Monatsvertrag, Wie lange wäre ich danach zuhause wenn ich einen Folgevertrag abschließen möchte.

    Vielen Dank !

    • Antworten

      Julia

      31. August 2017

      Hallo Tim,
      vielen Dank für deinen Kommentar.
      Wie lange du zwischen zwei Einsätzen an Land bist, hängt von dir selbst, von der Art deines Vertrages und von der Verfügbarkeit der Jobs an Bord ab und wird in der Regel immer individuell verhandelt. Schreib mir doch gerne eine Email, wenn du weitere Fragen hast, dann können wir uns austauschen.
      Alles Liebe und eine gute Zeit an Bord!
      Julia

      • Antworten

        Andrea

        14. September 2017

        Liebe Julia,
        vielen Dank für Deinen interessanten Bericht.
        Ich habe am Montag eine Einladung zu einem Recruiting Day für einen Job an Bord der „Mein Schiff“.
        Mich interessiert vor allem, ob man tatsächlich monatelang nicht zuhause ist.
        In der Regel dauert eine Kreuzfahrt ja nur 1 bis vielleicht 3 Wochen. Kann man danach für ein paar Tage an Land, also nach Hause, oder ist man durchgehend im Einsatz?
        Zuhause warten ja vielleicht unerwartete Rechnungen, die zu überweisen sind, Dinge, die zu regeln sind. Wie regelt man dies, wenn man monatelang nicht zuhause ist und nun auch nicht mehr bei den Eltern lebt, also niemanden hat, der diese Dinge in der Abwesenheit regelt. Das sind ja schon so profane Dinge wie der Heizungsableser, der sich vielleicht angekündigt hat. Das bekommt man ja nicht mal mit, wenn man so lange nicht zuhause ist. Oder das Finanzamt will was von einem wissen, oder, oder, oder…
        Danke für eine Antwort!

  13. Antworten

    Elias

    10. Januar 2018

    Hallo Julia,

    Dein Bericht war echt super interessant und hat tolle authentische Einblicke in das Leben an Bord gewährt.

    Auf deine Seite bin ich gestoßen, weil ich selbst plane mich um einen Job als Ausflugsexperte (MS) bzw. Scout (AIDA) zu bewerben.

    Wenn es deine Zeit erlaubt, würde ich mich freuen, wenn du mir einige Fragen beantworten könntest, zu denen ich nirgendwo wirklich brauchbare Infos finden kann.

    Zunächst mal kann ich bedingt durch meinen aktuellen Job (Reisebüro) voraussichtlich nicht vor Sommer 2018 den Job wechseln.

    Nun sind aktuell bei beiden Reedereien, die ich bevorzugen würde die entsprechenden Stellen ausgeschrieben.

    Hast du eine Ahnung ob es Sinn macht sich trotzdem jetzt schon (mit einem Vorlauf von 6 Monaten) zu bewerben oder ob ich eher noch bis zum Frühjahr warten sollte? In den meisten Berichten, die ich bisher gelesen habe schien es von der Bewerbung bis zum Aufstieg recht schnell zu gehen.

    Der Verlauf des Bewerbungsprozesses würde mich natürlich auch interessieren, ich bin für jeden Tipp dankbar

    Ich weiß das ist ziemlich viel auf einmal, aber ich würde mich freuen von dir zu hören. Falls nicht, habe ich natürlich auch Verständnis.

    Aber fragen kostet ja nichts :D

    Viele Grüße

    Elias

    • Antworten

      Julia

      25. Januar 2018

      Hallo Elias,
      ich danke dir für deine Nachricht! Von der Bewerbung bis zum Aufstieg aufs Schiff kann es in der Tat manchmal sehr schnell gehen. Das heißt aber nicht, dass du dich nicht schon mehrere Monate im Voraus auf deine Wunschstelle bewerben kannst. Die ausgeschriebenen Stellen, die du bei sea chefs online findest, werden nicht nur zur Zeit, sondern immer wieder neu besetzt. Aus dem Grund würde ich mich an deiner Stelle jetzt schon bewerben. So hast du auch genügend Zeit, um dich auf deinen Einsatz an Bord vorzubereiten.
      Schau doch mal in meinem Kreuzfahrtschiff Q&A vorbei. Dort habe ich alle häufig gestellten Fragen zum Thema Leben und Arbeiten an Bord beantwortet: https://globusliebe.com/kreuzfahrtschiff-fragen
      Wenn dir dennoch etwas auf der Seele brennt, lass es mich gerne wissen. Ich freue mich, wenn ich dir weiterhefen kann.
      Alles Liebe und viel Glück für deine Karriere an Bord!
      Julia

  14. Antworten

    Lisa

    23. Januar 2018

    Hallo Julia,
    danke für den echt spannenden Artikel! Ich habe mich nun auch bei seachefs um eine Stelle an Bord der Mein Schiff Flotte beworben und bin schon gespannt ob es klappt. Kannst du vielleicht genaueres von den Recruiting Days berichten?

    @Elias: Ich glaube schon dass es Sinn macht, sich jetzt schon auf die ausgeschriebenen Stellen zu bewerben. Habe ich wie gesagt nun auch gemacht und angegeben, dass ich erst ab August verfügbar bin. Trotzdem habe ich jetzt nächste Woche ein Telefoninterview, also ich glaube einen Versuch ist es wert :)

    • Antworten

      Julia

      25. Januar 2018

      Liebe Lisa,
      vielen Dank für dein Feedback. Es freut mich sehr zu hören, dass du dich um einen Job bei sea chefs beworben hast. In welcher Position oder Abteilung möchtest du denn arbeiten?
      Bei den Recruiting Days finden viele Vorstellungsgespräche mit potentiellen Crewmitgliedern gebündelt an einem Ort statt. Was möchtest du genau wissen?
      Ich drücke dir jedenfalls feste die Daumen für deinen neuen Job auf hoher See. Berichte doch mal, ob es geklappt hat. Bin sehr gespannt!
      Alles Liebe, Julia

  15. Antworten

    Kristina

    1. Mai 2018

    Hallo Julia,

    dein Bericht war super interessant! Vielen Dank! Ich suche im Net in letzter Zeit Berichte über die Arbeit von Mitarbeitern, die nicht im Sercice-, Turismus- oder Gastrobereich tätig sind. Ich möchte gerne als Deutschlehrerin arbeiten. Ich hatte schon das 1. Gespräch, weitere sollen folgen. Allerdings war ich bei den Stundenangaben, die man pro Woche zu absolvieren hat, etwas geschockt. Unterrichten ist schliesslich nicht kellnern- was die Arbeit als Kell erin nicht herabstufen sollte, jedoch zu unterrichten erfordert geistige Frische, Krativität, Empathie, Können, Pädagogik, was man in 10-11 Stunden am Tag, ohne Pause nicht ohne Weiteres abliefern kann. Hast du Lehrer an Bord gesehen? Kannst du mir darüber etwas berichten? Ich wäre sehr dankbar für irgendwelche Infos, da das Erstgespräch in diesem Bereich schon sehr vage war. Sonst wören die Bedingungen für nich ok!
    Liebe Grüsse

    • Antworten

      Julia

      2. Mai 2018

      Liebe Kristina,
      vielen Dank für deinen Kommentar. Wo hast du dich denn beworben und bei welcher Reederei hattest du bereits dein erstes Gespräch? Ich habe während meiner Zeit auf dem Schiff mehrere Deutschlehrer kennengelernt. Die hatten definitiv Pausen und mussten keine 10-11 Stunden am Tag durcharbeiten. Viele liebe Grüße, Julia

  16. Antworten

    Alina

    18. August 2018

    HI,
    Ich suche schon seit Wochen ein paar Infos aber finde leider keine Antworten die wirklich zufriedenstellend sind. Vielleicht kannst du ja helfen…

    1. Darf ich mir selber die Route aussuchen oder zumindest Angaben machen was ich bevorzugen würde ( im Gegensatz zu dir würde ich nämlich am liebsten 3 Monate auf dem Schiff sein und kein Ziel doppelt besuchen ?)
    2. Habe ich auf den Seiten der Reederein gelesen das man nur zu zweit oder sogar alleine in der Kabine ist… was kannst du den aktuell dazu sagen?
    3. Wie ist es denn wenn Familie/Freunde zu Besuch aufs Schiff kommen ? Darf man dann mit ihnen im Gästebereich sein oder sehen die das trotzdem nicht gerne?
    4. Wie oft hat man denn die Möglichkeit aufs Land zu gehen wenn man in der Kinderbetreuung arbeiten würde?

    Ich hab wie gesagt schon ziemlich viele unterschiedlich Infos gelesen und würde gern hören was du da für Erfahrungen gesammelt hast.
    Dankeschön

    • Antworten

      Julia

      18. August 2018

      Hallo Alina,
      eine Route darfst du dir nicht aussuchen und da die meisten Schiff keine Weltreise machen, sondern für mehrere Monate in einem bestimmten Fahrgebiet bleiben, wirst du jedes Ziel weit mehr als doppelt besuchen. Aber das ist eigentlich gut so, denn du kommst ja eh nicht immer von Bord, wenn das Schiff anlegt. Die Kabinen variieren von Schiff zu Schiff. Es gibt sogenannte Single-shared cabins, bei der du dir nur die Nasszelle mit einer zweiten Person teilst, es gibt aber auch 2er, 4er oder 6er Kabinen an Bord. Wenn du circa sechs Monate an Bord gearbeitet hast, darfst du auch mal ein Familienmitglied als Besuch anmelden. Nach Feierabend darfst du, in Absprache mit deinem Vorgesetzten, dann auch mal in den Gästebereich, behältst aber immer dein Namensschild an, sodass du als Crewmitglied erkennbar bist. Wie oft du an Land gehen darfst, hängt ganz von deinem Dienstplan ab. Das kann man so pauschal nicht sagen. Es gab mal eine Woche da war ich kein einziges Mal draußen und dann wieder eine, wo ich drei Mal draußen war. Das ist sehr unterschiedlich.
      Viele liebe Grüße, Julia

  17. Antworten

    Maja Kania

    15. September 2018

    Hey Liebes. Ich bin gelernte Krankenschwester und Kosmetikerin. Wer verdient mehr auf dem Schiff KS oder Kosm. ? Hast du da Erfahrungen? Oder gibt es vllt einen beruf in dem man beides verbinden kann?

    Zudem wie ist es mit verischerungen usw. Die zahlt nab selbt in Deutschland oder?

    7 Tage die Woche und nie frei? Wie lange arbeitet man am Tag ?

    Verpflichtet man sich immer für 9 Monate?

    Liebe Grüsse und Danke dir, ich fand deinen Bericht wirklich super!

    • Antworten

      Julia

      17. September 2018

      Hallo Maja,
      über die einzelnen Gehälter der verschiedenen Berufe kann ich dir leider so pauschal nichts sagen. Das kommt darauf an, bei welcher Reederei du anheuerst, welche Position du besetzt, wie lange du dabei bist, welche Erfahrungen du mitbringst und es ist natürlich auch ein Stück weit Verhandlungssache, wie in jedem Beruf. Krankenversichert bist du ganz normal über deinen Arbeitgeber. 7 Tage die Woche arbeiten und das für bis zu 6 Monate am Stück ist richtig. Die Arbeitszeiten pro Tag variieren. Bei mir waren es in den 4 Jahren im Durchschnitt etwa 6 bis 12 Stunden pro Tag. Ich hoffe, das hilft dir weiter.
      Viele liebe Grüße, Julia

  18. Antworten

    Peter Flogeston

    18. September 2018

    Liebe Julia,

    vielen Dank für deinen Blog und deine Antworten hier. Sie sind sehr hilfreich, da es nicht so leicht ist, zu guten Informationen über die Arbeit auf einem Kreuzfahrtschiff zu kommen.

    Ich hätte ein paar Fragen. Du hast oben geschrieben, dass du im Edutainment arbeitest und Lektoren betreust. Kannst du einen ungefähren Richtwert nennen, wieviel in etwa die Deutschlehrer an Bord verdienen (zb. bei Sea-Chefs).
    Wird man nach EU-Recht angestellt? Wenn ich also nach maltesischem Recht angestellt werden würde, heißt das, dass ich dann auch unter das europäische Freizügigkeitsgesetz fallen würde?
    Ich würde fürs Erste nur 3-4 Monate arbeiten wollen, um zu sehen, ob ich überhaupt für ein Leben auf dem Schiff geeignet bin. Gäbe es für Einsteiger wie mich solche relativ kurzen Verträge?

    Vielen Dank für deine Antworten!

    • Antworten

      Julia

      18. September 2018

      Hallo Peter,
      ich freue mich, dass meine Blogbeiträge übers Arbeiten auf dem Schiff dir weitergeholfen haben. Da ich, wie du schon sagst, im Edutainment gearbeitet habe, kann ich dir zum Gehalt eines Deutschlehrers leider nichts sagen. Am besten wendest du dich mit deinen Fragen direkt an Sea Chefs. Kurzverträge gibt es in der Regel nicht. Vor allem nicht beim ersten Einsatz, denn dauert üblicherweise sechs Monate. Ob es da bei den Deutschlehrern Ausnahmen gibt, kann ich dir leider nicht sagen.
      Viele liebe Grüße, Julia

  19. Antworten

    Michael

    12. Dezember 2018

    Hallo.

    Ich habe mich bei seachefs (HL) beworben. Wie sind Eure Erfahrungen mit zypriotischen Arbeitsvertrag, Steuern bzw. Versicherungen? Kann mir hier jemand helfen, im Internet findet man leider wenig Brauchbares.

    Gruß, Michael

    • Antworten

      Julia

      12. Dezember 2018

      Hallo Michael,
      was genau möchtest du denn wissen?

  20. Antworten

    Michael

    12. Dezember 2018

    Hallo Julia.
    Der Vertrag läuft 2-3 Monate, danach sind ja circa 2 Monate Pause.
    Meldet man sich dann Arbeitslos für die kurze Zeit (vorrausgesetzt man zahlt freiwillig in die Versicherung)?
    Meldet man sich für die Zeit jeweils bei der Krankenkasse an und wieder vor dem nächsten Einsatz ab?
    Wird Lohnsteuer sowohl in Zypern als auch in Deutschland (Wohnsitz) gezahlt?
    Da ist zur Zeit wohl noch ein Urteil in Karlsruhe anhängig, das das regeln soll.
    Welche Versicherung sollte man weiterlaufen lassen?

    Wie machst du das?

    Vielen Dank vorab für Antworten.

    Ich kann schon jetzt am Freitag zum Vorstellungsgespräch nach HH und Ende Januar (wenn das Gespräch positiv war ;-) zur Ausbildung nach Rostock und dann aufs Schiff.
    Ist scheinbar gerade dringend. Ich bin übrigens Mediengestalter von Beruf.

    Michael

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