Bretagne Rundreise mit dem Auto: Route für 10 bis 14 Tage
Eine Bretagne Rundreise gehört zu den schönsten Roadtrips in Frankreich. Raue Küsten, charmante Hafenstädte, Leuchttürme und Inseln, jahrhundertealte Klosteranlagen und endlose Strände lassen sich ideal mit dem Auto erkunden.
In diesem Guide stellen wir eine erprobte Route für 10 bis 14 Tage mit allen wichtigen Stopps, Sehenswürdigkeiten, persönlichen Tipps und ausgewählten Unterkünften entlang der Nordküste der Bretagne vor.
Das erwartet dich auf einer Bretagne Rundreise
Nirgendwo zeigt sich Frankreich von einer solch wilden und kontrastreichen Seite wie in der Bretagne. Die westlichste Region des Landes wird wie eine Halbinsel vom Meer umspült, im Norden vom Ärmelkanal und im Süden und Westen vom Atlantik.
Auf einer Rundreise erwarten dich 2.700 Küstenkilometer und kein Ort in der Bretagne ist mehr als 100 Kilometer vom Meer entfernt. Das Wasser prägt das Leben in der Region, bereichert die Küche und bestimmt vielerorts sogar den Rhythmus des Alltags.
Besonders eindrucksvoll zeigt sich das bei den Gezeiten, denn sie gelten als die stärksten Europas. Vor allem an der bretonischen Nordküste ist der Wechsel zwischen Ebbe und Flut extrem. Bis zu 14 Meter zieht sich das Meer zurück und hinterlässt zwei Mal täglich eine karge Wattlandschaft. Ähnlich wie an der Bay of Fundy in Nova Scotia ist das immerwährende Heben und Sinken des Meeresspiegels in der Bretagne ein imposantes Naturschauspiel.
Bretagne Route für 10 bis 14 Tage mit Karte
Unsere Rundreise durch die Bretagne startet in der Hauptstadt Rennes und führt von dort mit dem Auto an die raue Nordküste. Über Pontrieux und Kerazic geht es nach Ploubazlanec, wo wir auf die zauberhafte Blumeninsel Bréhat übersetzen.
Anschließend folgen wir der Küste weiter nach Ploumanac’h an der rosa Granitküste. Wir besuchen Roscoff und Plouguerneau, entdecken die endlosen Strände der Halbinsel Sainte Marguerite, wandern auf dem Zöllnerpfad, paddeln mit dem Kajak entlang der Küste, steigen auf Leuchttürme und probieren regionale Spezialitäten aus dem Meer.
Den Abschluss unserer Bretagne Rundreise bildet die Hafenstadt Brest, von wo aus wir die Heimreise mit dem Zug antreten. Die Route lässt sich flexibel planen und je nach verfügbarer Zeit auf 10 bis 14 Tage aufteilen. Mit mehr Zeit kannst du zusätzliche Stopps einbauen und die Küste in ruhigem Tempo entdecken.
Die schönsten Stopps für eine Bretagne Rundreise mit dem Auto
Die folgenden Stopps orientieren sich an unserer Route entlang der Nordküste und geben dir eine konkrete Grundlage für deine eigene Planung.
1. Rennes
Da wir per Zug von Deutschland anreisen, wählen wir Rennes, die lebendige Hauptstadt der Bretagne, als Startpunkt für unsere Rundreise mit dem Auto. Dank der vielen Studierenden wirkt Rennes jung, offen und überraschend international.
Die Altstadt lässt sich gut zu Fuß erkunden. Kopfsteinpflaster, bunte Fachwerkhäuser und charmante Plätze prägen das Bild und geben einen ersten Eindruck von der Bretagne. Ein echtes Highlight in Rennes ist der Samstagsbummel über den Marché des Lices, einem der größten und ältesten Lebensmittelmärkte Frankreichs.

Für die ersten beiden Nächte empfehlen wir das zentral gelegene Boutique Hotel Nemours.
2. Pontrieux
Nachdem wir unseren Mietwagen abgeholt haben, verlassen wir Rennes und starten unsere Bretagne Rundreise mit dem Auto. Unser erstes Ziel ist das beschauliche Örtchen Pontrieux. Es liegt am Fluss Trieux und trägt das Label "Petite Cité de Caractère", was "kleiner Ort mit Charakter" bedeutet.
Besonders prägend sind die sogenannten Waschhäuser aus dem 18. und 19. Jahrhundert, die direkt am Wasser stehen. Früher wurde hier nicht nur Wäsche gewaschen, sondern auch Klatsch und Tratsch weitergetragen.
Am schönsten lässt sich Pontrieux deshalb vom Wasser aus entdecken. Bei einer Bootsfahrt über den Trieux gleitest du an den alten Häusern vorbei und erfährst Wissenswertes über die Geschichte des kleinen Ortes.
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3. La Roche-Jagu
Nicht weit von Pontrieux entfernt, thront die Festung La Roche-Jagu über einer malerischen Flussschleife des Trieux. Die Festung wurde im 15. Jahrhundert errichtet und diente einst als Wachposten.
Heute finden in den historischen Gemäuern regelmäßig wechselnde Ausstellungen statt, während sich rund um das Schloss ein weitläufiger Park mit Kräutergarten und tollen Aussichtspunkten erstreckt. Von hier aus reicht der Blick weit über das Tal.

Anschließend lohnt sich eine Pause im Café im Schlosspark, bevor es mit dem Auto weiter Richtung Küste geht.
4. Bucht von Paimpol
Der nächste Stopp unserer Rundreise durch die Bretagne ist die Bucht von Paimpol. Auf der Landspitze Kerarzic besuchen wir die kleine, familiengeführte Austernfarm Ferme Marine Paimpolaise und werfen einen Blick hinter die Kulissen der bretonischen Austernzucht.
Wer mag, kann die frisch geernteten Meerestiere direkt vor Ort probieren. Die zur Austernfarm dazugehörige Bar mit Meerblick ist jedoch auch ohne Verkostung einen Besuch wert.
Insiderwissen
Austern gelten als kulinarisches Aushängeschild der Bretagne und sind eng mit der maritimen Kultur verbunden. In geschützten Atlantikbuchten werden sie gezüchtet, wobei Strömung, Salzgehalt und Gezeiten ihren Geschmack prägen. Jährlich werden bis zu 60.000 Tonnen geerntet, was die Bretagne zu einer der wichtigsten Austernregionen Europas macht.
5. Ploubazlanec
Weiter entlang der Nordküste führt uns unsere Bretagne Rundreise nach Ploubazlanec, wo das Meer allgegenwärtig ist und sich der Blick weit über die vorgelagerten Inseln öffnet. Wir übernachten im Hotel Les Terrasses de Bréhat direkt am Wasser und genießen von unserem Zimmer aus die Aussicht auf die zerklüftete Küstenlandschaft.
Falls du auch hier übernachten möchtest, lohnt sich ein Zimmer mit Meerblick. Darüber hinaus ist das Hotel der ideale Ausgangspunkt, um die Blumeninsel Bréhat zu besuchen. Die Fähre legt nämlich direkt vor dem Hotel ab.
6. Île-de-Bréhat
Die Île-de-Bréhat ist eines der großen Highlights unserer Bretagne Rundreise. Sie wird auch Blumeninsel genannt, denn dank des milden Golfstroms blühen hier fast ganzjährig Hortensien, Mimosen, Kamelien und Eukalyptus. Das Wahrzeichen von Bréhat ist die einst aus Südafrika mitgebrachte blau-violette Schmucklilie.
Die autofreie Insel lässt sich am besten mit dem Fahrrad erkunden, das du direkt in der Nähe des Fähranlegers ausleihen kannst. Vorbei an charmanten Häusern und wilden Buchten führt der Weg bis zum Leuchtturm Le Paon an der zerklüfteten Nordspitze. Hier liegen dir Granitfelsen und das offene Meer zu Füßen.
7. Auf dem Zöllnerpfad zur Mündung des Trieux
Der Zöllnerpfad GR34 ist der bekannteste Küstenwanderweg der Bretagne und begleitet uns auf unserer Rundreise immer wieder in kurzen Etappen. Ein besonders schönes Teilstück führt von Ploubazlanec rund sieben Kilometer bis zum Aussichtspunkt La Roche aux Oiseaux, wo der Trieux ins Meer mündet.
Am Vogelfelsen öffnet sich der Blick weit über die Flussmündung und die vorgelagerten Inseln. Mit etwas Glück lassen sich hier Seevögel beobachten, die zwischen Felsen und Wasser kreisen.
Insiderwissen
Der Zöllnerpfad GR34 ist ein rund 2.000 Kilometer langer Fernwanderweg, der entlang der Küstenlinie einmal rings um die Bretagne führt und dabei jede Bucht und jede Landspitze mitnimmt. Seit 1907 zählt er zu den beliebtesten Wanderwegen Frankreichs. Der Pfad ist mit rot-weißen Schildern markiert und kann selbstverständlich auch in Teilstücken begangen werden.
8. Auf dem Radweg La Vélomaritime zur Abbaye de Beauport
In Paimpol steigen wir aufs Rad und folgen der La Vélomaritime entlang der Küste. Die Strecke führt vorbei an kleinen Häfen und stillen Buchten bis zur märchenhaften Klosteranlage Abbaye de Beauport.
Die ehemalige Abtei solltest du auf deiner Bretagne Rundreise nicht verpassen. Sie wurde im Jahr 1202 gegründet und zählt zu den bedeutendsten Klosteranlagen der Region. Heute kannst du durch die Ruinen der gotischen Kirche, durch ehemalige Wohngebäude und Höfe spazieren.

In der Crêperie de l’Abbaye gibt es köstliche bretonische Galettes und Crêpes mit gesalzener Karamellsauce.
Insiderwissen
Die Vélomaritime ist ein 1.500 Kilometer langer Küstenradweg, der von der Bretagne bis nach Nordfrankreich führt und meist direkt am Meer verläuft. Da du in zahlreichen Orten entlang der Strecke Fahrräder ausleihen kannst, bieten sich einzelne Etappen als Tagesausflüge während einer Bretagne Rundreise an.
9. Rosa Granitküste
Der nächste Stopp unserer Bretagne Rundreise führt uns an die Rosa Granitküste. Hier stapeln sich rötliche Felsblöcke teils meterhoch entlang der Küste und bilden eine Landschaft, die es so in Europa kaum ein zweites Mal gibt. Wind, Wellen und Regen haben den Granit über Millionen Jahre in bizarre Formen geschliffen.
Besonders eindrucksvoll zeigt sich die Küste rund um Ploumanac’h. Dort steht auch der berühmte Leuchtturm, der vollständig aus rosa Granit gebaut wurde und zu den beliebtesten Fotomotiven der Bretagne zählt.

Unser Übernachtungstipp für die rosa Granitküste ist das Hotel Saint Guirec direkt am Strand von Ploumanac‘h.

Unsere Reisetipps sind für dich kostenlos. Helfen sie dir? Inspirieren sie dich? Sparen sie dir wertvolle Zeit bei der Reiseplanung? Dann lade uns als kleines Dankeschön doch gerne auf einen Kaffee ein!
10. Roscoff
Das Hafenstädtchen Roscoff gehört zu den schönsten Stopps einer Rundreise durch die Bretagne. Bei Ebbe zieht sich das Meer so weit zurück, sodass die Boote im Hafenbecken auf dem Trockenen liegen und sich das Leben im Rhythmus der Gezeiten besonders gut beobachten lässt.
Ein Bummel durch die Gassen des lebhaften Zentrums führt vorbei an alten Steinhäusern, kleinen Straßencafés und der Kirche Notre Dame de Croaz Batz.
Von Roscoff lohnt sich außerdem ein Abstecher auf die Île de Batz. Die kleine Insel ist für ihre üppige Vegetation bekannt und lässt sich auf einem Küstenweg in wenigen Stunden zu Fuß umrunden.

Von Roscoff kannst du übrigens auch mit der Fähre nach Irland übersetzen.
11. Bucht von Morlaix
Wer es abenteuerlicher mag, kann ab Roscoff eine wilde Zodiac Tour mit Les Vegabonds de la Baie durch die Bucht von Morlaix unternehmen. Startpunkt ist der Port de Bloscon, von wo aus das Speedboat mit bis zu 80 km/h über das offene Meer schießt.
Zwischendurch wird immer wieder gestoppt, etwa an der kleinen Insel Île Louët mit ihrem Leuchtturm oder an der Festung Château du Taureau, die mitten im Wasser liegt. Mit etwas Glück entdeckst du außerdem Seevögel und Kegelrobben, die sich auf den Felsen sonnen.
12. Plouguerneau
Ein weiteres Highlight unserer Bretagne Rundreise ist die Gegend rund um Plouguerneau. Der kleine Ort liegt im Département Finistère an der rauen Côte des Abers und gehört zu den ursprünglichsten Küstenabschnitten der Bretagne. Die Landschaft ist geprägt von kleinen Buchten, vorgelagerten Inseln und den typischen, fjordähnlichen Meeresarmen, die dieser Region ihren Namen geben.
Verpasse auf keinen Fall einen Spaziergang entlang der Promenade bis zum Aussichtspunkt Pointe de Castel Ac’h. Dort öffnet sich der Blick auf die vorgelagerte Île Vierge mit ihrem markanten Leuchtturm.

Das Hotel Le Castel Ac'h liegt direkt am Meer und ist ein idealer Ausgangspunkt, um die Küste rund um Plouguerneau zu erkunden.
13. Kajaktour zum Leuchtturm l'Île Vierge
Der Phare de l'Île Vierge gilt mit seinen 82,5 Metern als der höchste Leuchtturm Europas und sogar als der höchste steinerne Leuchtturm der Welt. Möchtest du ihn nicht nur aus der Ferne sehen, legen wir dir eine geführte Kajaktour mit Glaz Evasion ans Herz.
Von Plouguerneau paddelst du bis zur kleinen Insel Île Vierge, ziehst das Kajak ins Watt und steigst anschließend die enge Wendeltreppe des Leuchtturms hinauf. Fast 400 Stufen führen bis zur Aussichtsplattform, wo dich ein toller Blick über den Atlantik erwartet.
Insiderwissen
An der bretonischen Küste stehen so viele Leuchttürme wie nirgendwo sonst auf der Welt. Insgesamt sind es 52. Viele wurden bereits im 19. Jahrhundert errichtet und weisen Schiffen bis heute den Weg durch die rauen Gewässer des Atlantiks.
14. Algenführung an der Côte des Abers
Wusstest du, dass die Bretagne das größte Algengebiet Europas ist? Mehr als 800 Algenarten wachsen in den Schutzgebieten entlang der bretonischen Küste, die für ihre hervorragende Wasserqualität bekannt sind.
Um mehr über das gesunde Super Food zu erfahren, empfehlen wir dir eine geführte Wattwanderung mit Pauline Abernot vom Ecomusée in Plouguerneau. Dabei erfährst du, welche Arten essbar sind, wie Algen geerntet werden und warum sie in der Bretagne seit Jahrhunderten zur Küche gehören.
15. Abbaye Notre Dame des Anges
Ein weiterer lohnender Stopp auf deiner Bretagne Rundreise ist die Abbaye Notre Dame des Anges in Landéda. Die Abtei wurde 1509 von Franziskanermönchen gegründet und befindet sich heute in Privatbesitz.
Sie ist einer der Hauptschauplätze des Kriminalromans Bretonische Nächte mit Kommissar Dupin. Seit 2012 schreibt der Autor Jörg Bong als Jean-Luc Bannalec ein Bestseller nach dem anderen. Begeisterte Leser und Leserinnen begeben sich deswegen auf den Spuren des Kommissars auf eine Rundreise durch die Bretagne.
Buchtipp
Zur Vorbereitung auf deine Bretagne Rundreise empfehlen wir Dupins Bretagne. Auf den Spuren des Kommissars führt das Buch zu den Schauplätzen der beliebten Krimireihe und enthält darüber hinaus persönliche Tipps des Autors für besondere Orte, Restaurants und Ausflüge.
16. Plage de Sainte Marguerite
Möchtest du zum Abschluss deiner Rundreise durch die Bretagne noch einen der schönsten Sandstrände der Region erleben, solltest du dir die Halbinsel Sainte Marguerite bei Landéda nicht entgehen lassen. Sie gehört zu den ursprünglichsten Küstenlandschaften im Norden der Bretagne und liegt zwischen zwei fjordartigen Meeresarmen.
Der Plage de Sainte Marguerite zieht sich über mehrere Kilometer und wirkt mit seinem hellem Sand und dem türkisfarbenen Wasser fast karibisch. Infrastruktur gibt es kaum, dafür viel Natur und Platz.

Hier verläuft übrigens auch der Zöllnerpfad GR34, auf dem du durch die weiten Dünenlandschaften spazieren kannst.

Praktische Tipps für deine Bretagne Rundreise mit dem Auto
Wann ist die beste Reisezeit für die Bretagne?
Die beste Reisezeit für die Bretagne liegt zwischen Mai und September. In diesen Monaten zeigt sich die Region von ihrer schönsten Seite. Juli und August gelten als klassische Hauptsaison.
Dann ist es am wärmsten, gleichzeitig aber auch am vollsten und teuersten, weil in Frankreich Ferienzeit ist und viele Einheimische selbst Urlaub machen. Für eine Rundreise durch die Bretagne empfehlen wir deshalb vor allem die Monate Mai, Juni sowie September und Oktober.
Wie reist man am besten in die Bretagne?
Um möglichst umweltfreundlich in die Bretagne zu kommen, empfehlen wir die Anreise per Zug. Wir sind zum Beispiel über Köln mit der Deutschen Bahn nach Paris gefahren. Nach einem Bahnhofswechsel in Paris, ging es mit dem französischen Hochgeschwindigkeitszug TGV nach Rennes. Wenn du früh genug buchst, kommst du mit dem Super Sparpreis schon für kleines Geld nach Paris.
Am Ende unserer Bretagne Rundreise sind wir ab Brest wieder zurück mit der Bahn nach Deutschland gefahren, ebenfalls mit einem Umstieg in Paris.
Geheimtipp
Um wertvolle Zeit beim Umstieg zu sparen, empfehlen wir dir, schon bei der Hinfahrt in Paris die Metro Tickets für die Rückfahrt zu kaufen, denn die Schlangen an den Ticketautomaten sind unfassbar lang. Manchmal werden Metro Tickets auch schon in den Bordbistros der Züge verkauft.
Lohnt sich eine Bretagne Rundreise mit dem Auto?
Da kleine Küstenorte, Strände und Naturhighlights nur schwer mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen sind, lohnt sich eine Bretagne Rundreise mit dem Auto. Wir sind zum Beispiel per Zug in die Bretagne gereist, haben unseren Mietwagen am Bahnhof in Rennes abgeholt und konnten ihn am Bahnhof in Brest zurückgeben. Die gesamte Organisation war einfach und unkompliziert.
Um einen passenden Mietwagen zu finden, lohnt sich ein Vergleich über Mietwagencheck oder Billiger Mietwagen. Hier kannst du auch gleich ein Rundum-Sorglos-Paket hinzu buchen, damit du auf deiner Reise gut versichert bist und bei möglichen Schäden keine Kosten auf dich zukommen.
Wie viele Tage sollte man für eine Bretagne Rundreise einplanen?
Unsere Route durch die Bretagne ist auf 14 Tage ausgelegt und umfasst rund 400 Kilometer entlang der Nordküste von Rennes bis Brest. In 10 Tagen lässt sich die Route ebenfalls fahren, dann allerdings deutlich straffer und mit weniger Spielraum für spontane Abstecher, Wanderungen oder Ausflüge.
Hast du nur sieben Tage Zeit, solltest du dich auf ein bis zwei Regionen entlang der Nordküste konzentrieren und nicht versuchen, alle vorgestellten Orte und Ausflüge abzudecken.
Wie ist das Wetter in der Bretagne?
Das bretonische Wetter in einem Absatz zu beschreiben ist im Grunde unmöglich, denn es ist vor allem eines: wechselhaft. An den Küsten ist es oft rau und die sich ständig drehenden Atlantikwinde sorgen stets für ein kühles Lüftchen. Manchmal bläst der Wind heftig über die Klippen und im nächsten Moment scheint die Sonne von einem babyblauen Himmel.
Kleidungstechnisch solltest du dich deshalb auf sämtliche Wetterlagen einstellen. Mit dem Zwiebellook haben wir gute Erfahrungen gemacht. Am besten hast du immer eine dünne Jacke dabei, falls ein plötzlicher Wind aufzieht.
Was ist typisches Essen in der Bretagne?
Grundsätzlich werden in der Bretagne, wie in jeder Küstenregion, sehr viel frischer Fisch und Meeresfrüchte gegessen. Für Vegetarier ist das oftmals eine Herausforderung, denn man stößt nicht selten auf Unverständnis, wenn man keine Austern probieren möchte oder grundsätzlich keine Tiere isst.
Was viele Reisende an der Bretagne schätzen, sind Fisch und Meeresfrüchte, die quasi direkt vom Meer auf dem Teller landen. Frischer gehts kaum. In einigen Restaurants fiel es uns deshalb schwer, etwas Vegetarisches zu finden. Die gute Nachricht lautet jedoch: Crêpes und Galettes sind die Regionalgerichte der Bretagne und die gibt es oftmals auch ohne Fleisch und Fisch.
Galettes sind in der Regel herzhaft, werden aus Buchweizenmehl gebacken und sind deshalb etwas dunkler. In der vegetarischen Variante werden sie mit Spinat, Käse, Algen oder anderem Gemüse gefüllt, während nach der Galette klassischerweise eine süße Crêpe als Dessert folgt. Diese gibt es mit Schokolade, Zimt und Zucker oder ganz typisch mit Salzbutterkaramell.
Was trinkt man typischerweise in der Bretagne?
Während im restlichen Frankreich eher Wein getrunken wird, trinkt man in der Bretagne Cidre. Dabei handelt es sich um einen Apfelwein, dessen Sorten von süß bis säuerlich und trocken reichen. Als Aperitif empfehlen wir außerdem den weit verbreiteten Kir Breton, eine Mischung aus Cidre und einem Schuss Cassis.
Braucht man für eine Bretagne Rundreise Französischkenntnisse oder kommt man auch mit Englisch zurecht?
Wir sprechen kein Französisch, haben jedoch Grundkenntnisse aus Schulzeiten und kamen während unserer Rundreise mal mehr und mal weniger gut zurecht. Uns ist aufgefallen, dass viele Bretonen kein einziges Wort Englisch sprechen, was uns vor allem bei jungen Menschen verwundert hat. Ein paar Brocken Französisch sind deshalb auf jeden Fall von Vorteil, auch wenn es grundsätzlich möglich ist, die Bretagne ohne Sprachkenntnisse zu bereisen.
Sobald du ein paar Worte auf Französisch sagst, reagieren die Menschen deutlich offener und hilfsbereiter. Das macht vor allem beim ersten Kontakt einen großen Unterschied. Für alles Weitere helfen Übersetzungsapps enorm.
Hilfreiche Vokabeln für den Einstieg:
- Hallo / Guten Tag = bonjour
- Vielen Dank = merci beaucoup
- Auf Wiedersehen = au revoir
- Gute Nacht = bonne nuit
- Entschuldigung = pardon
Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit Bretagne Tourismus.
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Wir sind eure Bretagne Rundreise fast genau so nachgefahren und waren total begeistert. Die Route war perfekt aufgebaut und die Mischung aus Küste, kleinen Orten und Aktivitäten hat für uns richtig gut funktioniert. Besonders die Tipps zu Bréhat, dem GR34 und Plouguerneau waren Gold wert. Da wären wir ohne euren Artikel vermutlich nie hingekommen. Vielen Dank für die Arbeit, die ihr reingesteckt habt. Für uns war das eine der schönsten Reisen der letzten Jahre.
LG Joahnn und Anja